Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: Oktober 2020 (Seite 1 von 2)

> Die Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund < von Doris Lessing #nobelprizeforliteraturewoman

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Doris Lessings eindringlicher Appell zur Umkehr – in Zeiten der Klimaschutzdebatte hochaktuell. 1. Auflage als Taschenbuch 2007.

In einer fernen, bedrohlichen Zukunft: Der nördliche Kontinent Yerrup mit seiner einst hoch entwickelten Zivilisation liegt unter Schlamm und Eis begraben, während der südliche Erdteil Ifrik von Dürre und Kriegen heimgesucht wird. In dieser traurigen Welt begibt sich Dann, als Bürgerkriegsgeneral eine legendäre Gestalt, auf eine abenteuerliche Suche. Allein reist er nach Norden und muss mit ansehen, wie die Gletscher schmelzen und das Land langsam versinkt. Wird es ihm gelingen, die Kultur und das Wissen seiner Vorfahren zu retten? Nur mit Hilfe des ehemaligen Kindersoldaten Griot, der Tochter seiner geliebten Schwester Mara und des treuen Schneehunds Ruff findet Dann schließlich einen Weg. – So der Klappentext

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> Erinnerungen einer Überflüssigen < von Lena Christ

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In der Literatur wird Lena Christ geb. 30.10.1881 in Glonn – gest. 30.06.1920 als weibliches Pendant zu Ludwig Thoma beschrieben.

Lena Christ wird als uneheliches Kind geboren und wächst die ersten Jahre bei ihrem Großvater auf. Das ist eine gute Zeit für die kleine Lena. Die Mutter heiratet einen Metzger und holt ihr Kind zu sich. Doch nicht um dem Kind eine behütete Kindheit im Schoß einer Familie zu bieten. Nein, sie wird als billige Arbeitskraft, die Gewalt und Erniedrigungen erleiden muss, gehalten. Als junge Frau flüchtet Lena dann in die Ehe, doch auch da bleibt ihr nichts erspart. Gewalt durchzieht weiterhin ihr Leben. Lena wird Mutter, ihr Mann trink süchtig. Die Lage spitzt sich zu. Es folgen einige Wohnungswechsel und der weitere soziale Abstieg. Lena kämpft für sich und ihre Kinder.

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> Portrait < von Jürgen Bauer

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Drei Menschen erzählen die Biografie von Georg. Seine Mutter Mariedl, sein Liebhaber Gabriel und seine Ehefrau Sara. Alle drei zeichnen ein Porträt von Georg, alle drei auf eine besondere Weise. Doch aus der Sicht dieser Lebensbeschreibungen, ist Georg immer wieder ein anderer und es stellt sich die Frage, sind dies denn wirklich die Werdegänge, wie es diese nahestehenden Menschen von Georg sehen, oder erzählen die drei doch mehr von sich selbst und Georg ist der Statist in seinen Storys?

Mariedl, Georgs Mutter beginnt mit ihrer Geschichte. Sie blickt zurück, zu Georgs Geburt, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Georg wächst in den ärmlichen Verhältnissen eines Bauernhofes auf. Die Zeit ist hart, die Mutter auch. Sie merkt, dass der Bub irgendwie anders ist, er passt nicht in die Familie noch in die Umgebung. – Die ersten Seiten dieses Kapitels erinnerten mich sehr stark an > Erinnerungen einer Überflüssigen < von Lena Christ. Die komplette Stimmung ist in verschiedenen Grautönen gehalten. Wuchtig, erbarmungslos, ohne Gnade.

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> Minarett < von Leila Aboulela

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Nadschwa wächst in einer privilegierten und westlich orientierten Oberschichtfamilie in Khartum auf. Nach einem Putsch flieht die Studentin mit ihrer Mutter und ihrem Bruder ins politische Exil nach London. Sie verliert ihren Wohlstand und bald auch ihre Eltern. Einst hatte sie davon geträumt, einen wohlhabenden Mann zu heiraten und eine eigene Familie zu gründen. Nun ist sie auf sich allein gestellt und muss ganz unten neu anfangen. Sie arbeitet als Dienstmädchen und Putzfrau bei reichen Familien, erkämpft sich eine unabhängige Existenz. Sie knüpft Freundschaft mit den Frauen der muslimischen Gemeinde. Und findet eine neue Heimat im Glauben. Als sie Tâmer kennenlernt, den ernsten und strenggläubigen Bruder ihrer Arbeitgeberin, muss sie sich entscheiden. – So der Klappentext.

Es ist die Zeit von > Saturday Night Fever < und Michael Jacksons > Billy Jean <, als Nadschwa in Europa ein neues Leben beginnen möchte. Doch besitzen ihre Karten des Lebens nicht die Trümpfe die es wirklich gut mit ihr meinen. Ihr Bruder gerät auf die schiefe Bahn, das Vermögen der Familie wird beschlagnahmt. Doch Nadschwa lässt sich nicht unterkriegen, obwohl sie die Ungerechtigkeiten gegenüber einer Hausangestellten, sie selbst, erleben muss, verzagt sie nicht an ihrer Situation. Der Versuch in London wirklich Fuß zu fassen und sich zu integrieren scheint ihr nicht zu gelingen. Sie flüchtet sich immer mehr in ihre Religion, dort fühlt sie Sicherheit. Denn gerade mit einer behüteten Sicherheit durfte sie aufwachsen und wurde ihr jäh entrissen. Dieses Trauma durchzieht ihren weiteren Lebensweg. Jedoch zeigt sich noch viel mehr auf dem Weg von Nadschwa, sie wählt gezielt ein selbstbestimmtes Leben.

Ein bewegendes Buch ist der Autorin Leila Aboulela gelungen. In einer subtilen Sprache, schärft sie den Blick auf das geistige Erwachen einer jungen Frau, aus dem Sudan. Es ist ein bemerkenswerter Roman über Migration, Religion und Selbstbestimmung, den ich gerne empfehlen mag.

Sabine Krass

  • Minarett
  • Leila Aboulela
  • Roman
  • Lenos Verlag
  • ISBN: 9783039250059
  • 340 Seiten

> Schlagabtausch < von Ivan Vladislavić

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Kann eine Geschichte jemals zwei Menschen gleichermaßen gehören? Ivan Vladislavić erzählt von Liebe und Konkurrenz zwischen den Brüdern Joe und Branko, ihrem Aufwachsen während der Apartheid, den Ursprüngen von Passionen und Illusionen.

Im Sommer 1971 begeistert sich der zwölfjährige Joe für den größten Sportler aller Zeiten und entwickelt eine Sammelwut, die nur nachempfinden kann, wer selbst einmal ein echter Fan war. Er trägt alles über das Ausnahmetalent Cassius Clay alias Muhammad Ali zusammen. Für diese Obsession hat Joes älterer Bruder Branko kein Verständnis: Der Kleine ist weder sportlich begabt noch sonst besonders lebenstüchtig – verschlingt dafür aber fünf Bücher pro Tag.

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> Der achtsame Tiger < von Przemyslaw Wechterowicz & Emilia Dziubak

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“Eine magische Geschichte, die Kindern zeigt, dass es vor allem auf die inneren Werte ankommt.” 

Dem Bestseller-Autor Przemysław Wechterowicz und der Illustratorin Emilia Dziubak ist ein echter Geniestreich gelungen. Das Kinderbuch erzählt die Geschichte des achtsamen Tigers. Er verbringt seine Tage damit Freunde zu treffen und die große Welt des Dschungels zu erkunden. Doch nachts wird sein geheimes Leben enthüllt – und das ist sehr überraschend! Der achtsame Tiger erinnert uns daran, dass es vor allem auf die inneren Werte ankommt und zu welch positiven Überraschungen Menschen (und Tiere) fähig sind, wenn man Ihnen nur die Chance dazu gibt. – So die Beschreibung des Buches.

Ein ganz entzückendes Kinderbuch, ist hier gelungen. Es geht um grundsätzliche Themen wie Freundschaft, Aufmerksam – und Achtsamkeit. Die kurzen Texte sind einfach und verständlich. Die Illustationen laden zum Abtauchen in die Phantasiewelt absolut ein. Also, ein rundherum gelungenes Bilderbuch, das zum einen für Kinder ab 3 Jahren geeignet ist und zum anderen ich wärmstens empfehlen möchte.

  • Der achtsame Tiger
  • Przemyslaw Wechterowicz & Emilia Dziubak.
  • Kinderbuch
  • Mentor Verlag
  • ISBN: 9783948230111
  • Hardcover 32 Seiten

> Das kleine Licht < von Antonio Moresco

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Ein weiterer Highlight in diesem Jahr. Dieses Buch hat mich so faszinierd, dass ich es sogleich ein zweites Mal las.

Das geheime Herz dieses Romanes ist sowohl unheimlich als auch zutiefst berührend. Antonio Morescos < Das kleine Herz < ist Italiens > Kleiner Prinz < und eine bewegende Meditation über Menschen und Universum. Moresco denkt über die Einsamkeit und den Schmerz der Existenz nach, über Leben und Tod. – So der Klappentext

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> Der wunde Himmel < von Jeannette Oertel

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Eine Amour Fou zwischen der Assistentin des Botschafters der fiktiven Arabischen Republik Elydien und einem Diplomaten. Die Handlung spielt in naher Zukunft in Berlin, in Zeiten aufgeheizter Aufruhrstimmung. Die Leidenschaft der beiden wird zur Obsession. Zugleich passieren immer mehr mysteriöse Dinge in der Botschaft, die die Protagonistin auch bis in ihre Kindheit in der DDR zurückführen. Die Liebe schwankt zwischen totaler Hingabe und Verrat in einer zerfallenden politischen Umgebung, in die verschiedene Geheimdienste und die Hand der ehemaligen Stasi immer stärker mit hineinspielen. – so der Klappentext

Ich habe dieses Buch bewusst viele Wochen nicht besprochen. Jetzt, mit dem für mich nötigem Abstand, kann ich folgendes über diesen Debütroman von Jeannette Oertel sagen. Die ersten 100 Seiten haben mich absolut überrascht, der Stil ist flüssig und unterhaltsam. Dann nimmt die Story ihre wilde Fahrt auf, in einer schwindelerregenden Geschwindigkeit. Ereignisse überschlagen sich, die Auswahl an Verdächtigen wird immer wieder gut durchgemischt. Doch waren mir manche Passagen zuviel des Guten, zu pathetisch und die Erotik , nun die hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht. Die Story leicht verschlankt, wäre ihr besser gestanden. Dennoch ist > Der wunde Himmel < ein gelungener Auftakt und ich bin gespannt auf ein weiteres Buch von Jeannette Oertel.

Sabine Krass

  • Der wunde Himmel
  • Jeannette Oertel
  • Roman
  • Konkurs Verlag
  • ISBN: 9783887694753
  • 505 Seiten

>Die Geschichte von Peter Hase< von Beatrix Potter

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Der kleine Peter hat es faustdick hinter seinen Löffeln. Er hört nicht auf die Warnungen seiner Mutter und dies wird im fast zum Verhängnis. Denn als er sich zu weit vom Hasenhaus entfernt und auch noch die köstlichen frischen Rüben vom Feld des Herrn Gregersen stibitzen will, geht es ihm fast an den Kragen. Dies wird dem kleinen Peter hoffentlich eine Lehre sein. Er kehrt ohne großes Aufsehen nach Hause zurück. Wer nicht hören will, muss fühlen.

Der kleine Hase hoppelt seit fast hundert Jahren durch die Bilderbücher. > Peter Hase < ist sehr aufwendig und allerliebst illustriert. Die Geschichte veranschaulicht die Definition von Gut und Böse und ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

  • Die Geschichte von Peter Hase
  • Beatrix Potter
  • Kinderbuch
  • Diogenes Verlag
  • 56 Seiten
  • Übersetzt von Claudia Schmölders

> Unsere Seelen bei Nacht < von Kent Haruf

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Kent Harufs letzter Roman > Unsere Seelen bei Nacht < führt mich wieder in die fiktive Kleinstadt Holt, im Bundesstaat Colorado gelegen. Wieder betrachtet der Autor eine besondere Begebenheit mit all ihren Facetten, Hintergründen und Nebengeschichten. Im Mittelpunkt stehen Addi und Louis. Sie sind beide verwitwet, die Kinder sind aus dem Haus, beide sind in die Jahre gekommen, beide sind allein. Eines Abends klingelt es an der Türe von Louis, Addie steht davor, sie hat ein besonderes Anliegen. Sie bittet Louis Nachts bei ihr im Bett zu liegen , sie fühlt sich gerade in der Nacht sehr allein. Louis will sich dieses Angebot erst einmal, verständlicherweise, überlegen.

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