Literatur & Zeitgeschehen

Kategorie: Nobelpreisträgerinnen (Seite 1 von 3)

#showthreequotes – aus > Herztier < von Herta Müller

Wir lesen Bücher, wir beurteilen sie und legen sie ab. Das war es, schöne oder wenige schöne Gedanken an das gelesene Buch bleiben zurück. Doch was geschieht mit den vielen schönen Zitaten, der geschmeidigen Wortakrobatik, der kunstvoll geformten Buchstabengeflechte? Sie bleiben dann verschlossen und bald schon vergessen. Diesem eher bedrüblichen Umstand möchte ich mit #showthreequotes entgegentreten. Seid gespannt oder noch besser, macht mit!

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> Das Kind redet weiter. Beim Reden bleibt etwas auf der Zunge liegen. Das Kind denkt sich, es kann nur die Wahrheit sein, die sich auf die Zunge legt wie ein Kirschkern, der nicht in den Hals fallen will. Solange die Stimme beim Reden ins Ohr steigt, wartet sie auf die Wahrheit. Aber gleich nach dem Schweigen, denkt sich das Kind, ist alles gelogen, weil die Wahrheit in den Hals gefallen ist. Weil der Mund das Wort gegessen nicht gesagt hat.< – Seite 15

>Daß die Wolken am Himmel wie helle Kleider über der Stadt hingen. Daß die Räder der Straßenbahn staubten und die Wagen sich ziehen ließen und denselben Weg hatten wie ich. Daß die Fahrenden, kaum eingestiegen, sich ans Fenster setzten, als wären sie zu Hause. < – Seite 146

> Auch zu Kurt hatte ich gesagt: Halte dich an Tereza. Eine Freundschaft ist keine Jacke, die ich von dir erben kann, meinte er. Hineinschlüpfen kann ich. Von außen könnte sie passen, aber von innen hält sie nicht warm.< – Seite 241

  • Herztier
  • Herta Müller
  • Roman
  • ISBN: 9783596175376
  • 251 Seiten

> Gesang der Fledermäuse < von Olga Tokarczuk

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Bigfoot ist tot. Er ist allem Anschein nach an einem Rehknochen erstickt. Wurde ihm seine Wilderei zum Verhängnis? Sein Nachbar Matoga findet ihn und holt sich die gemeinsame Nachbarin Janina zur Hilfe. Und mit dem Tod von Bigfoot beginnt eine Serie von mysteriösen Todesfällen an einem Ort, an der polnisch-tschechischen Grenze. Janina Duszejko gilt als verschrobene Zeitgenossin. Sie legt großen Wert auf Respekt für alle Lebewesen gleichermaßen und eckt mit ihren Ansichten immer wieder an. Doch sie ist vor allem eine Frau der Tat und ermittelt in den Todesfällen auf eigene Faust.

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> Die Liebe einer Frau < von Alice Munro

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Kurzgeschichten liegen mir an sich überhaupt nicht, doch Alice Munro ist nun mal eine sehr bekannte und mit dem Literaturpreis ausgezeichnete Autorin. Sie hat über einhundertfünfzig Kurzgeschichten und Erzählungen geschrieben, da blieb mir nichts anderes übrig. Ich gebe zu, ich bin eine Wiederholungstäterin, ich las vor ein paar Jahren > Tricks < von ihr und auch bei > Die Liebe einer Frau < kam ich zu dem gleichen Ergebnis. Doch erst einmal zum Inhalt:

Die Liebe einer Frau – eine Gruppe von drei Jungs findet eine männliche Leiche im See, nahe ihres Wohnortes. Es ist die Leiche des Optiker Willens. Die Umstände seines Todes bleiben zuerst unklar, denn Alice Munro schwenkt abrubt in eine andere Geschichte. Die Geschichte von der todkranken Mrs. Quinn und ihrer Krankenpflegerin Enid. Erst im weiteren Verlauf der Story vermischen sich beide Erzählstränge und werden zu einem stimmigen Ganzen. Doch lässt die Autorin den Schluss offen und bietet somit Raum für eigene Überlegungen.

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> Elfriede Jelinek < Vita #nobelprizeforliteraturewoman

Netzfund

Elfriede Jelinek ist am 20. Oktober geboren und eine österreichische Schriftstellerin. Im Jahr 2004 erhielt sie den Literaturnobelpreis für > den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen.

Elfriede Jelinek schreibt gegen Missstände im öffentlichen, politischen, aber auch im privaten Leben der österreichischen Gesellschaft. Dabei benutzt sie einen sarkastischen, provokanten Stil, der von ihren Gegnern ( Nestbeschmutzer – Diskussion ), aber auch von ihr selbst mitunter als obszön, blasphemisch, vulgär oder höhnisch beschrieben wird. – Quelle Wikipedia

Mehr sehr gerne hier:

https://www.elfriedejelinek.com/

> Die Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund < von Doris Lessing #nobelprizeforliteraturewoman

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Doris Lessings eindringlicher Appell zur Umkehr – in Zeiten der Klimaschutzdebatte hochaktuell. 1. Auflage als Taschenbuch 2007.

In einer fernen, bedrohlichen Zukunft: Der nördliche Kontinent Yerrup mit seiner einst hoch entwickelten Zivilisation liegt unter Schlamm und Eis begraben, während der südliche Erdteil Ifrik von Dürre und Kriegen heimgesucht wird. In dieser traurigen Welt begibt sich Dann, als Bürgerkriegsgeneral eine legendäre Gestalt, auf eine abenteuerliche Suche. Allein reist er nach Norden und muss mit ansehen, wie die Gletscher schmelzen und das Land langsam versinkt. Wird es ihm gelingen, die Kultur und das Wissen seiner Vorfahren zu retten? Nur mit Hilfe des ehemaligen Kindersoldaten Griot, der Tochter seiner geliebten Schwester Mara und des treuen Schneehunds Ruff findet Dann schließlich einen Weg. – So der Klappentext

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Doris Lessing – Vita #nobelprizeforliteraturewoman

Netzfund

Doris Lessing, CH(* 22. Oktober 1919 in Persien; † 17.November 2013 in London, gebürtig Doris May Tayler) war eine britische Schriftstellerin. Im Jahr 2007 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.

Doris May Taylor wurde als Tochter von Emily Maude Taylor, die als Krankenschwester in einem Lazartt arbeitete und vom Verlust ihrer an der Front gefallenen Liebe gezeichnet war, geboren. Ihr Vater war Alfred Taylor, ein Bankangestellter und Kriegsveteran. Körperlich und seelisch vom Krieg geschädigt, wollte er nicht länger in England leben. Er fand eine Anstellung bei einer Bank. Die Familie lebte zunächst in Kermānschāh, dann in Teheran. 1925 zog sie in die britische Kolonie Südrhodesien (heute Simbabwe), wo sie ein hartes Leben auf dem Land führte. Doris besuchte eine katholische Klosterschule und die Girls High School in der Hauptstadt Salisbury (dem heutigen Harare ). Das riesige Stück Land im Besitz der Familie, eine Maisfarm, brachte keinen Reichtum, sodass ihre Mutter den Traum, ein großbürgerliches Dasein „unter den Wilden“ zu führen, aufgeben musste. Mit vierzehn Jahren brach sie die Schule ab und arbeitete erst als Kindermädchen und dann als Sekretärin. Die Autorin erlebte eine schwierige und unglückliche Kindheit, und ihre Texte über das Leben in den britischen Kolonien Afrikas sind voller Mitgefühl mit dem inhaltsleeren Dasein der britischen Siedler wie auch mit der trostlosen Lage der einheimischen Bevölkerung.

Im Jahr 1939 heiratete Doris Taylor Frank Charles Wisdom; das Paar bekam zwei Kinder (einen Sohn, geb. 1939, und eine Tochter, geb. 1943). 1943 wurde die Ehe geschieden, die Kinder blieben beim Vater. Später begründete sie ihre Entscheidung mit fehlenden Alternativen: „Lange habe ich das für eine gute Sache gehalten. Nichts ist langweiliger für eine intelligente Frau als endlose Zeit mit kleinen Kindern zu verbringen. Ich merkte, dass ich nicht die erste Wahl für Kindererziehung war. Ich hätte als Alkoholikerin oder als frustrierte Intellektuelle wie meine Mutter enden können.“ In zweiter Ehe heiratete sie 1945 den deutschen Emigranten Gottfried Lessing, mit dem sie 1947 einen weiteren Sohn namens Peter bekam, den sie nach der Scheidung 1949 mit nach England nahm und der sein ganzes Leben lang bei ihr blieb. In ihren letzten Jahren sorgte sie während seiner schweren Krankheit (Diabetes) für ihn; er starb drei Wochen vor ihr. Gottfried Lessings Schwester Irene war die Frau von Klaus Gysi und Mutter von Gregor Gysi. Nach ihrer zweiten Scheidung heiratete Doris Lessing nicht mehr; sie behielt den deutschen Nachnamen bei.

Der erste Roman von Doris Lessing wurde mit dem Titel The Grass Is Singing (Afrikanische Tragödie) gedruckt und erschien im Jahr 1950 in London nach ihrer Übersiedlung aus Rhodesien. Mit diesem schwarz-weissen Schicksalsdrama schaffte sie den literarischen Durchbruch. Im August 2015 wurde bekannt, dass Lessing zwischen 1943 und 1964 vom britischen Security Service umfassend überwacht worden war.1982 wurde das mehr als zwei Jahrzehnte lang gegen sie verhängte Einreiseverbot für Südafrika und Südrhodesien aufgehoben. Danach besuchte sie ihre alte Heimat mehrfach wieder. Aus dieser Erfahrung entstand der Bericht «African Laughter: Four Visits to Zimbabwe» (1992, dt.: Rückkehr nach Afrika).

Doris Lessing verstarb am 17. November 2013 in London. – ( Quelle Wikipedia )

> Wislawa Szymborska < Vita #nobelprizeforliteraturewoman

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Maria Wisława Anna Szymborska (* 2.Juli 1923 in Prowent; † 1.Februar 2012 in Krakau) war eine polnische Lyrikerin. Sie zählt zu den bedeutendsten Lyrikern ihrer Generation in Polen, wo ihre Gedichte zur Nationalliteratur gerechnet werden. Im deutschen Sprachraum wurde sie bereits früh durch die Übertragungen von Karl Dedecius bekannt und erhielt mehrere bedeutende Auszeichnungen. 1996 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Seitdem ist ihr schmales Werk von rund 350 Gedichten auch international stark verbreitet und in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

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> Menschenkind < von Toni Morrison #nobelprizeforliteraturewoman

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Menschenkind ist der 5. veröffentlichte Roman von Toni Morrison. Dieser Roman wurde 1988 mit dem Pulitzer – Preis ausgezeichnet. Hier eine Kurzbeschreibung:

Wir schreiben das Jahr 1873 in Cincinnati. Die ehemalige Sklavin Sethe lebt mit ihrer 18 jährigen Tochter Denver allein in einem Haus. Die beiden Söhne liefen von zu Hause fort. Sethe glaubt, dass der Geist des Hauses dafür verantwortlich ist. Sethe hat die Sklaverei am eigenen Körper erfahren. Auf der Flucht von der > Sweet Home < Plantage verlor sie ihre erste Tochter auf mysteriöse Weise. Den Tod hat sie bis heute nicht verwunden. Das Mädchen ist begraben, auf dem Grabstein steht > Menschenkind < geschrieben.

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Toni Morrison-Vita #nobelprizeforliteraturewomen

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Toni Morrison wurde 1931 in Lorain, Ohio, geboren. Sie studierte an der renommierten Cornell University Anglistik und hatte an der Princeton University eine Professur für afroamerikanische Literatur inne. Zu ihren bedeutendsten Werken zählen «Sehr blaue Augen», «Solomons Lied» «Menschenkind», «Jazz», «Paradies» und diverse Essaysammlungen. Sie war Mitglied des National Council on the Arts und der American Academy of Arts and Letters. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, u. a.

 – Quelle Rowohlt Verlag
 
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