Literatur & Zeitgeschehen

Kategorie: Literatur (Seite 1 von 36)

> Die Sommer < von Ronya Othmann

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Ja ich weiß, mit diesem Sommer 2021 scheint es bis dato nicht wirklich zu funktionieren. Hier mein Tipp:

In allen ihren Sommerferien ist Leyla, Tochter einer Deutschen und eines Kurden in Kurdistan bei ihrer Großmutter. Die restliche Zeit lebt sie in München und besucht das Gymnasium. Der Vater von Leyla hat große Pläne mit seiner Tochter, ihr soll es an nichts fehlen und schon gar nicht an Büchern. Diese wurden den Kurden früher verwehrt. Fanden die türkischen Polizisten bei Hausdurchsuchungen welche, dann wurden die Verdächtigen in peinvollen Gewahrsam genommen. Leylas Großmutter, die weder lesen noch schreiben konnte, schaufelte, nachdem Leylas Vater verhaftet wurde, ein großes Loch in die Erde und vergrub alle im Hause noch befindlichen Bücher. Der Vater fand sie nie wieder.

Weiterlesen

> Die Frauen < von Evie Wyld

Unbezahlte Werbung

Evie Wyld beschreibt in ihrem Roman > Die Frauen < drei Frauenschicksale, die auf geheimnisvolle Weise miteinander verknüpft sind.

Die junge Sarah wird im 18. Jahrhundert als Hexe beschuldigt. Ihr Vergehen: Sie ist sehr schön und lebt mit der Natur im Einklang. Dies gefällt der Männerwelt ganz und gar nicht.

Ruth zieht nach dem 2.Weltkrieg, frisch verheiratet, mit ihrem Ehemann und dessen Söhne aus erster Ehe, in ein Haus am Bass Rock. Die zwei Jungen kommen in ein Internat, um aus ihnen echte Männer zu machen. Ruths Ehemann Peter ist beruflich viel in London, er schiebt berufliche Termine vor und so ist sie meist alleine in diesem unheimlich großen Haus. Einzig ihre Haushälterin Betty und der Alkohol werden ihr eine große Stütze.

Weiterlesen

> Das Nest < von Katrine Engberg

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Der fünfzehnjährige Oscar Meyer-Hoff wird vermisst. Die Eltern, beides Galeristen, schalten die Polizei und somit Jeppe Kørner und seine Partnerin Anette Werner ein. Die Suche läuft auf Hochtouren, man vermutet, dass Oscar entführt worden ist. Da es schon mehrere Drohbriefe in der Vergangenheit an die Familie gab. Jeppe und Anette befragen Freunde und Klassenkameraden von Oscar, doch sie bekommen keinen entscheidenden Hinweis. Die Zeit läuft rasant weiter und den Ermittlern irgendwie davon. Was ist mit Oscar, lief er ohne ersichtlichen Grund davon, wurde er gekidnappt oder ist ihm gar etwas Schlimmes zugestoßen. Die Familie Meyer-Hoff steht unter enormen Schock.

Weiterlesen

> Was Demenz uns über die Liebe sagt < von Nicci Gerrard

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Gleich vorweg: Das ist eines der besten Bücher, wenn nicht sogar das beste Buch über ein zunehmend wichtiges Thema, um das Krankheitsbild Demenz.

Nicci Gerrard, schreibt mit ihrem Mann Sean French, Kriminalromane und Thriller. Dieses Buch, dass sie hier unter ihrem Klarnamen veröffentlichte, ist wohl ihr persönlichstes Buch. Denn darin sind ihre Erinnerungen an ihren Vater, der zehn Jahre an Demenz litt, beinhaltet. Doch auch andere Betroffene und ihre Angehörigen hat Nicci Gerrard besucht und begleitet. So entstand dieses sehr einfühlsame, fundierte und immens wichtige Buch.

Hier ein paar Textsplitter dazu:

Weiterlesen

#showthreequotes – aus > Der Fuchs war damals schon der Jäger

Wir lesen Bücher, wir beurteilen sie und legen sie ab. Das war es, schöne oder wenige schöne Gedanken an das gelesene Buch bleiben zurück. Doch was geschieht mit den vielen schönen Zitaten, der geschmeidigen Wortakrobatik, der kunstvoll geformten Buchstabengeflechte? Sie bleiben dann verschlossen und bald schon vergessen. Diesem eher bedrüblichen Umstand möchte ich mit #showthreequotes entgegentreten. Seid gespannt oder noch besser, macht mit!

Unbezahlte Werbung

>Flüche sind kalt. Flüche brauchen keine Dahlien, kein Brot, keine Äpfel, keinen Sommer. Sie sind nicht zum Riechen und zum Essen. Nur zum Wirbeln und flachen Hinlegen sind Flüche, zum kurzen Toben und langen Stillhalten. Sie senken das Klopfen der Schläfen in die Handgelenke und heben den dumpfen Herzschlag ins Ohr. Flüche steigern sich und würgen sich. Wenn Flüche gebrochen sind, hat es sie nie gegeben.< – Seite 8

>Adina trug das Sommerkleid mit den fallenden Bäumen mehrere Sommer. Sie wuchs, und das Kleid wurde jeden Sommer kürzer. Und die Baumkronen hingen alle Sommer nach unten und blieben schwer.< – Seite 16

Weiterlesen

> Sprich mit mir < von T.C.Boyle

Unbezahlte Werbung

T.C. Boyle hat es wieder einmal geschafft, einen Roman der durch seine Komplexität besticht, zum besten zu geben. Ich versuche einige Punkte hier aufzuführen, wobei ich mir nicht sicher bin, alles erfasst zu haben. Doch nun zum Inhalt:

Professor Guy Schemerhorn bringt Sam einen zweijährigen Schimpansen, in eine TV – Show. Dort teilt sich Sam per Gebärdensprache mit. Er kann zum Beispiel einen Cheeseburger bestellen und seinen Namen sagen. Der Professor will der Welt zeigen, dass Primaten sehr wohl menschliche Züge haben. Uns so wächst Sam wie ein Kleinkind bei dem Professor und seinen Helfern auf. Als die junge Studentin Aimee zu dem Team stößt, ist Sam Aimee sofort sehr zugetan. Guy, der Professor und Aimee werden ein Paar und geben gemeinsam ihr bestes für Sam. Jedoch kommt es schlagartig ganz anders. Guys Vorgesetzter will Sam für Tierexperimente einsetzen und so wird Sam aus seiner Pflegefamilie gerissen. Doch hat man da die Rechnung wohl ohne Aimee gemacht, die ein waghalsiges Unternehmen startet, um Sam zu retten. Dies gelingt ihr zwar, jedoch zu einem sehr hohen Preis.

Weiterlesen

> Der Verdacht < von Friedrich Dürrenmatt

Unbezahlte Werbung

1948, der Kommisär Bärlach hatte eine sehr schwere Operation überstanden und musste noch im Spital genesen. Sein Freund und Hausarzt Dr. Hugentobel besuchte ihn auf seinem Zimmer. Dort traf er Bärlach in großer Aufregung vor. Dieser hatte eine amerikanische Zeitschrift aus dem Jahre 1945 gelesen und war auf einen ungeheuerlichen Artikel gestossen. Als er ihn seinem Freund zeigte, erbleicht dieser erschrocken. Dr. Hugentobel glaubt den beschriebenen Lagerarzt aus einem Konzentrationslager zu erkennen, doch scheinen die Fakten etwas anderes auszusagen. Dies ruft den Kommisär Bärlach auf den Plan, er will der Sache auf den Grund gehen und bringt sich in eine verzweifelte Lage.

Weiterlesen

> Astragalus < von Albertine Sarrazin

Unbezahlte Werbung

Dieses im Jahre 1965 erschiene französische Kultbuch, ist ganz unverblümt und lapidar ausgedrückt: > Der Hammer.<

Zum Inhalt: Die junge Anne, sie ist noch keine 20 Jahre alt, flüchtet aus einer Erziehungsanstalt. Der Sprung von der Gefängnismauer in die Freiheit bleibt nicht ohne schmerzhafte Folgen. Anne bricht sich den Astragalus, das Sprungbein.

>Ich krieche. Meine Ellbogen werden erdig, ich blute Schlamm, die Dornen durchbohren mich, es tut weh, aber ich muss weiter, vorwärts, wenigstens bis zum Licht da, ein Haus, das muss sie Straße sein….. < – Seite 10

Weiterlesen

> Gerron < von Charles Lewinsky

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Kurt Gerron, Schauspieler und Regisseur, war einmal ein Stern der UFA. Jedoch ist er jüdischer Abstammung und nach der Machtergreifung des Reichskanzlers und seiner Konsorten muss Kurt Gerron wie so viele um das nackte Überleben kämpfen und flieht zuerst ins benachbarte Ausland. Hier wiegt er sich mit seiner Frau Olga erst einmal in Sicherheit und hofft, dass dieser abscheuliche Spuk schnell vorbei ist. Er ist sich absolut sicher, dass seiner Frau und ihm nichts Schlimmes passieren kann. Denn er, Kurt Gerron ist weltbekannt, er ist ein Star. Er hat diese berühmte Moritat als Mackie Messer in der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht gesungen:

>Und der Haifisch, der hat Zähne
Und die trägt er im Gesicht
Und Macheath, der hat ein Messer
Doch das Messer sieht man nicht……………………………>

Weiterlesen

> Rose Royal < von Nicolas Mathieu

Unbezahlte Werbung

Rose ist eine Frau um die 50, sie hat tolle Beine, ihre Haare sind nicht mehr so voluminös und an ihrem Gesicht kann man ihr wahres Alter schon erahnen. Besagte Rose hat immer wieder Schwierigkeiten mit ihren Männern. Jede Beziehung ist zum Scheitern verurteilt. Thierry krönt dieses Martyrium mit einer Ohrfeige. Das ist der Anlass, dass sich Rose einen Revolver beschafft. Sie will nicht immer nur die Dumme sein, dieser Revolver verleiht ihr große Sicherheit.

>Für Thierry hatte sich der Aufwand nicht gelohnt. Eines Tages meldete er sich einfach nicht mehr. Nach zwei Monaten Beziehung hatte er sich in Luft aufgelöst. Auch nicht die feine Art, aber dafür musste er nicht mit dem Leben büßen. < – Seite 20

Weiterlesen
« Ältere Beiträge

© 2021 tausendléxi

Theme von Anders NorénHoch ↑