Literatur & Zeitgeschehen

Autor: sabinekrass (Seite 1 von 31)

> Schlagabtausch < von Ivan Vladislavić

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Kann eine Geschichte jemals zwei Menschen gleichermaßen gehören? Ivan Vladislavić erzählt von Liebe und Konkurrenz zwischen den Brüdern Joe und Branko, ihrem Aufwachsen während der Apartheid, den Ursprüngen von Passionen und Illusionen.

Im Sommer 1971 begeistert sich der zwölfjährige Joe für den größten Sportler aller Zeiten und entwickelt eine Sammelwut, die nur nachempfinden kann, wer selbst einmal ein echter Fan war. Er trägt alles über das Ausnahmetalent Cassius Clay alias Muhammad Ali zusammen. Für diese Obsession hat Joes älterer Bruder Branko kein Verständnis: Der Kleine ist weder sportlich begabt noch sonst besonders lebenstüchtig – verschlingt dafür aber fünf Bücher pro Tag.

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> Der achtsame Tiger < von Przemyslaw Wechterowicz & Emilia Dziubak

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“Eine magische Geschichte, die Kindern zeigt, dass es vor allem auf die inneren Werte ankommt.” 

Dem Bestseller-Autor Przemysław Wechterowicz und der Illustratorin Emilia Dziubak ist ein echter Geniestreich gelungen. Das Kinderbuch erzählt die Geschichte des achtsamen Tigers. Er verbringt seine Tage damit Freunde zu treffen und die große Welt des Dschungels zu erkunden. Doch nachts wird sein geheimes Leben enthüllt – und das ist sehr überraschend! Der achtsame Tiger erinnert uns daran, dass es vor allem auf die inneren Werte ankommt und zu welch positiven Überraschungen Menschen (und Tiere) fähig sind, wenn man Ihnen nur die Chance dazu gibt. – So die Beschreibung des Buches.

Ein ganz entzückendes Kinderbuch, ist hier gelungen. Es geht um grundsätzliche Themen wie Freundschaft, Aufmerksam – und Achtsamkeit. Die kurzen Texte sind einfach und verständlich. Die Illustationen laden zum Abtauchen in die Phantasiewelt absolut ein. Also, ein rundherum gelungenes Bilderbuch, das zum einen für Kinder ab 3 Jahren geeignet ist und zum anderen ich wärmstens empfehlen möchte.

  • Der achtsame Tiger
  • Przemyslaw Wechterowicz & Emilia Dziubak.
  • Kinderbuch
  • Mentor Verlag
  • ISBN: 9783948230111
  • Hardcover 32 Seiten

> Das kleine Licht < von Antonio Moresco

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Ein weiterer Highlight in diesem Jahr. Dieses Buch hat mich so faszinierd, dass ich es sogleich ein zweites Mal las.

Das geheime Herz dieses Romanes ist sowohl unheimlich als auch zutiefst berührend. Antonio Morescos < Das kleine Herz < ist Italiens > Kleiner Prinz < und eine bewegende Meditation über Menschen und Universum. Moresco denkt über die Einsamkeit und den Schmerz der Existenz nach, über Leben und Tod. – So der Klappentext

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> Der wunde Himmel < von Jeannette Oertel

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Eine Amour Fou zwischen der Assistentin des Botschafters der fiktiven Arabischen Republik Elydien und einem Diplomaten. Die Handlung spielt in naher Zukunft in Berlin, in Zeiten aufgeheizter Aufruhrstimmung. Die Leidenschaft der beiden wird zur Obsession. Zugleich passieren immer mehr mysteriöse Dinge in der Botschaft, die die Protagonistin auch bis in ihre Kindheit in der DDR zurückführen. Die Liebe schwankt zwischen totaler Hingabe und Verrat in einer zerfallenden politischen Umgebung, in die verschiedene Geheimdienste und die Hand der ehemaligen Stasi immer stärker mit hineinspielen. – so der Klappentext

Ich habe dieses Buch bewusst viele Wochen nicht besprochen. Jetzt, mit dem für mich nötigem Abstand, kann ich folgendes über diesen Debütroman von Jeannette Oertel sagen. Die ersten 100 Seiten haben mich absolut überrascht, der Stil ist flüssig und unterhaltsam. Dann nimmt die Story ihre wilde Fahrt auf, in einer schwindelerregenden Geschwindigkeit. Ereignisse überschlagen sich, die Auswahl an Verdächtigen wird immer wieder gut durchgemischt. Doch waren mir manche Passagen zuviel des Guten, zu pathetisch und die Erotik , nun die hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht. Die Story leicht verschlankt, wäre ihr besser gestanden. Dennoch ist > Der wunde Himmel < ein gelungener Auftakt und ich bin gespannt auf ein weiteres Buch von Jeannette Oertel.

Sabine Krass

  • Der wunde Himmel
  • Jeannette Oertel
  • Roman
  • Konkurs Verlag
  • ISBN: 9783887694753
  • 505 Seiten

>Die Geschichte von Peter Hase< von Beatrix Potter

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Der kleine Peter hat es faustdick hinter seinen Löffeln. Er hört nicht auf die Warnungen seiner Mutter und dies wird im fast zum Verhängnis. Denn als er sich zu weit vom Hasenhaus entfernt und auch noch die köstlichen frischen Rüben vom Feld des Herrn Gregersen stibitzen will, geht es ihm fast an den Kragen. Dies wird dem kleinen Peter hoffentlich eine Lehre sein. Er kehrt ohne großes Aufsehen nach Hause zurück. Wer nicht hören will, muss fühlen.

Der kleine Hase hoppelt seit fast hundert Jahren durch die Bilderbücher. > Peter Hase < ist sehr aufwendig und allerliebst illustriert. Die Geschichte veranschaulicht die Definition von Gut und Böse und ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

  • Die Geschichte von Peter Hase
  • Beatrix Potter
  • Kinderbuch
  • Diogenes Verlag
  • 56 Seiten
  • Übersetzt von Claudia Schmölders

> Unsere Seelen bei Nacht < von Kent Haruf

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Kent Harufs letzter Roman > Unsere Seelen bei Nacht < führt mich wieder in die fiktive Kleinstadt Holt, im Bundesstaat Colorado gelegen. Wieder betrachtet der Autor eine besondere Begebenheit mit all ihren Facetten, Hintergründen und Nebengeschichten. Im Mittelpunkt stehen Addi und Louis. Sie sind beide verwitwet, die Kinder sind aus dem Haus, beide sind in die Jahre gekommen, beide sind allein. Eines Abends klingelt es an der Türe von Louis, Addie steht davor, sie hat ein besonderes Anliegen. Sie bittet Louis Nachts bei ihr im Bett zu liegen , sie fühlt sich gerade in der Nacht sehr allein. Louis will sich dieses Angebot erst einmal, verständlicherweise, überlegen.

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Doris Lessing – Vita #nobelprizeforliteraturewoman

Netzfund

Doris Lessing, CH(* 22. Oktober 1919 in Persien; † 17.November 2013 in London, gebürtig Doris May Tayler) war eine britische Schriftstellerin. Im Jahr 2007 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.

Doris May Taylor wurde als Tochter von Emily Maude Taylor, die als Krankenschwester in einem Lazartt arbeitete und vom Verlust ihrer an der Front gefallenen Liebe gezeichnet war, geboren. Ihr Vater war Alfred Taylor, ein Bankangestellter und Kriegsveteran. Körperlich und seelisch vom Krieg geschädigt, wollte er nicht länger in England leben. Er fand eine Anstellung bei einer Bank. Die Familie lebte zunächst in Kermānschāh, dann in Teheran. 1925 zog sie in die britische Kolonie Südrhodesien (heute Simbabwe), wo sie ein hartes Leben auf dem Land führte. Doris besuchte eine katholische Klosterschule und die Girls High School in der Hauptstadt Salisbury (dem heutigen Harare ). Das riesige Stück Land im Besitz der Familie, eine Maisfarm, brachte keinen Reichtum, sodass ihre Mutter den Traum, ein großbürgerliches Dasein „unter den Wilden“ zu führen, aufgeben musste. Mit vierzehn Jahren brach sie die Schule ab und arbeitete erst als Kindermädchen und dann als Sekretärin. Die Autorin erlebte eine schwierige und unglückliche Kindheit, und ihre Texte über das Leben in den britischen Kolonien Afrikas sind voller Mitgefühl mit dem inhaltsleeren Dasein der britischen Siedler wie auch mit der trostlosen Lage der einheimischen Bevölkerung.

Im Jahr 1939 heiratete Doris Taylor Frank Charles Wisdom; das Paar bekam zwei Kinder (einen Sohn, geb. 1939, und eine Tochter, geb. 1943). 1943 wurde die Ehe geschieden, die Kinder blieben beim Vater. Später begründete sie ihre Entscheidung mit fehlenden Alternativen: „Lange habe ich das für eine gute Sache gehalten. Nichts ist langweiliger für eine intelligente Frau als endlose Zeit mit kleinen Kindern zu verbringen. Ich merkte, dass ich nicht die erste Wahl für Kindererziehung war. Ich hätte als Alkoholikerin oder als frustrierte Intellektuelle wie meine Mutter enden können.“ In zweiter Ehe heiratete sie 1945 den deutschen Emigranten Gottfried Lessing, mit dem sie 1947 einen weiteren Sohn namens Peter bekam, den sie nach der Scheidung 1949 mit nach England nahm und der sein ganzes Leben lang bei ihr blieb. In ihren letzten Jahren sorgte sie während seiner schweren Krankheit (Diabetes) für ihn; er starb drei Wochen vor ihr. Gottfried Lessings Schwester Irene war die Frau von Klaus Gysi und Mutter von Gregor Gysi. Nach ihrer zweiten Scheidung heiratete Doris Lessing nicht mehr; sie behielt den deutschen Nachnamen bei.

Der erste Roman von Doris Lessing wurde mit dem Titel The Grass Is Singing (Afrikanische Tragödie) gedruckt und erschien im Jahr 1950 in London nach ihrer Übersiedlung aus Rhodesien. Mit diesem schwarz-weissen Schicksalsdrama schaffte sie den literarischen Durchbruch. Im August 2015 wurde bekannt, dass Lessing zwischen 1943 und 1964 vom britischen Security Service umfassend überwacht worden war.1982 wurde das mehr als zwei Jahrzehnte lang gegen sie verhängte Einreiseverbot für Südafrika und Südrhodesien aufgehoben. Danach besuchte sie ihre alte Heimat mehrfach wieder. Aus dieser Erfahrung entstand der Bericht «African Laughter: Four Visits to Zimbabwe» (1992, dt.: Rückkehr nach Afrika).

Doris Lessing verstarb am 17. November 2013 in London. – ( Quelle Wikipedia )

> Als die Welt stehen blieb < von Maja Lunde

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Ein so unglaubliches Buch, mit einer so leider beängstigenden Aktualität. Die Autorin Maja Lunde, erzählt ihre Sicht, ihre Empfindungen in der Zeit des Lockdowns in Norwegen. Ihre Anschauung als Mutter, Ehefrau, Tochter, Schwester, Tante, Nachbarin und als Schriftstellerin.

Norwegen am 11.März 2020, die Pandemie, Covid 19, verursacht wie auch schon in einigen anderen Ländern der Welt einen Lockdown. Die Ministerpräsidentin am 12.März 2020:

Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass wir heute die einschneidensden und härtesten Maßnahmen treffen werden, die je in Friedenszeiten in Norwegen getroffen wurden.       – Seite 9

Maja Lunde und ihr Mann rutschen in das Homeoffice. Für Maja zwar nicht neues, doch vorher konnte sie allein und in Ruhe schreiben. Die drei Söhne der Familie befinden sich plötzlich im Homeschooling, eine zu Beginn recht holprige Angelegenheit. Die Mutter von Maja hatte vor ihren 70 sten Geburtstag gebührend zu feiern und dann findet Maja einen Knoten in ihrer Brust.

In allen Häusern brennt Licht. Hin und wieder sehe ich Silhouetten von Menschen, die sich bewegen. Jedes Haus ist eine Insel. – Seite 30

Als die Welt stehen blieb – dieses Buch ist ein Zeitzeugnis und ein Spiegel des Weltgeschehens zugleich. Maja Lunde wird zu einem Informationsjunkie. Ihr handy ist immer griffbereit und sie ist täglich auf der Suche nach Informationen. Sie hat Angst um ihre Famile und um deren Zukunft. Mich hat dieses Buch beeindruckt. Es ist wie ein guter Freund, der dir deine eigenen Empfindungen zum Lockdown im März 2020 widerspiegelt. Und am Ende des Buches, beim Zuklappen, überkommt mich ein ruhiges Kopfnicken. Ich fühle die Verbundenheit und den Mehrwert des gemeinsamen Feelings. Lest dieses Buch!

Anmerkung: Maja Lunde ist bekannt für ihre voluminösen Romane, die leider Längen aufweisen. Hier in diesem Buch hat sie bewiesen, bleib beim Fakt und mische keine unnötige Füllmasse dazu. Bravo!

Sabine Krass

  • Als die Welt stehen blieb
  • Maja Lunde
  • btb Verlag
  • ISBN: 9783442770977
  • 222 Seiten
  • Übersetzt von Ursel Allenstein

> Andrin < von Martina Altschäfer

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Susanne ist Schriftstellerin und Ghostwriterin. Als sie für einen ebenso zahlungskräftigen wie unsympathischen »Premium«-Kunden eine geschönte Autobiografie verfassen soll, ist sie nahe am Verzweifeln. Ihr Verleger stellt ihr kurzerhand seine Ferienwohnung in Italien zur Verfügung, um sie zu motivieren. Doch auf der Reise in den Süden verhindert mitten in den Schweizer Alpen ein Steinschlag die Weiterfahrt. Unversehens gerät Susanne nach Voglweh, eine kleine verfallene Siedlung in einem Hochtal mit lediglich zwei Bewohnern, die kaum eine Verbindung zur Außenwelt haben und sich selbst versorgen. Aus ursprünglich einer Notübernachtung werden Tage, Wochen, Monate. Ohne Telefon und Internet, ohne Zwänge und Verpflichtungen. – so der Klappentext

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> Die besten Geschichten < von Stefan Zweig

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In diesem Band wurden sechs Geschichten von Stefan Zweig vereint, die da wären:

  • Brennendes Geheimnis
  • Angst
  • Brief einer Unbekannten
  • Untergang des Herzens
  • Verwirrung der Gefühle
  • Schachnovelle

Angst – ist die Geschichte, auf die ich hier etwas näher eingehen möchte. Wien 1910, die gutsituierte Anwaltsgattin Irene, Mutter von zwei Kindern, lässt sich auf eine Affäre mit dem erfolgreichen Pianisten Eduard ein. Alles geht weiter seinen Gang. Doch eines Tages wird Irene beim Verlassen ihres Tête-à-Tête von einer vermeintlichen Freundin Eduards sozusagen enttarnt. Diese Frau setzt Irene ordentlich zu und sie droht die Fassung zu verlieren. Sie bietet dieser vermutlichen Erpresserin Geld, die es auch nur zu gerne annimmt. Verzweifelt eilt Irene nach Hause, sie ist spät dran. Ihr Mann Fritz hat sich schon Sorgen gemacht und fragt seine gehetzte Frau nach dem Grund ihrer Verspätung. Unter immensem Druck und aus fürchterlicher Angst vor den schlimmen Folgen erfindet Irene eine Notlüge. Nun hat sie ihren Mann angelogen und betrogen. Irene verfällt ihrer Angst. Sie malt sich in ihren Gedanken die Folgen ihrer Taten aus. Doch das scheint nicht alles gewesen zu sein, denn die Erpresserin fordert erneut Geld.

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