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Literatur & Zeitgeschehen

> Elfriede Jelinek < Vita #nobelprizeforliteraturewoman

Netzfund

Elfriede Jelinek ist am 20. Oktober geboren und eine österreichische Schriftstellerin. Im Jahr 2004 erhielt sie den Literaturnobelpreis für > den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen.

Elfriede Jelinek schreibt gegen Missstände im öffentlichen, politischen, aber auch im privaten Leben der österreichischen Gesellschaft. Dabei benutzt sie einen sarkastischen, provokanten Stil, der von ihren Gegnern ( Nestbeschmutzer – Diskussion ), aber auch von ihr selbst mitunter als obszön, blasphemisch, vulgär oder höhnisch beschrieben wird. – Quelle Wikipedia

Mehr sehr gerne hier:

https://www.elfriedejelinek.com/

> Verlangen < von Bregje Hofstede

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Ich gebe zu, wenn dieser Roman bei meiner Buchhändlerin ausgelegen wäre, ich hätte ihm keine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Gut, das Cover ist cool, doch der Titel ist nicht meines. Als mir dieses Buch angeboten wurde, war ich irgendwie trotzdem gespannt was da auf mich zukommt. By the way, dieser Roman ist außergewöhnlich berührend in einer überaus faszinierenden Art, dass ich mir die Seiten, wie einen guten Wein in genussvollen Schlucken, gegönnt habe.

Bregje erzählt ihre Lebensgeschichte. Die junge Frau hat ihre Jugendliebe Luc geheiratet. Sie findet, dass Luc für einen Mann einfach zu gut aussieht. Sie selbst empfindet sich nicht als schön. Bregje ist eine besondere Persönlichkeit, sie schreibt schon immer Tagebuch, wohl auch um sich immer wieder zu vergewissern welche Gedanken um Erlebtes in ihrem Kopf kreisten. Sie betrachtet das Leben, das sie durchläuft hypersensibel. Auch besitzt sie einen Sturkopf schon von Kindesbeinen an. Mit ihren Gedanken schwebt sie oft in ihrer eigenen Welt.

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> Die Frau des Arztes < von Brian Moore

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Brian Moore ist eine absolute Neuentdeckung für mich. Der 1999 verstorbene Autor hat weit mehr als 45 Bücher geschrieben. > Die Frau des Arztes < ist ein absolut bewegender Roman, den ich hier wärmstens empfehlen möchte.

Sheila Redden, eine Frau Ende dreißig, verheiratet mit dem erfolgreichen Arzt Kevin, Mutter eines in der Adoleszenz befindlichen Sohnes, reist alleine nach Frankreich. Kevin soll nachkommen. Das Ehepaar möchte einen gemeinsamen Urlaub verbringen. Doch es ist die Zeit der schweren Unruhen und Attentate in Belfast und der überaus pflichtbewusste Kevin fühlt sich in der Verantwortung. Sheila übernachtet in Paris bei ihrer langjährigen Freundin Peg. Durch Peg lernt Sheila den um einige Jahre jüngeren Amerikaner Tom kennen. Da Kevin seine Reise zu Sheila immer wieder aus beruflichen Gründen verschiebt, verbringt seine Frau die Zeit mit dem fürsorglichen und charmanten Tom.

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> Die Schrift < von Simon Sailer

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Leo Buri ist Ägyptologe, er führt mit seiner Frau Stefanie ein ruhiges, gemächlich dahinplätscherndes Leben. Das ändert sich fast schlagartig, als Leo in den Besitz einer mysteriösen Schrift gelangt. Ohne ersichtlichen Anlass wenden sich seine Freunde unvermittelt von ihm ab. Seine Kollegen raten Leo die Stadt zu verlassen. Die Krönung des ganzen liefert seine Frau Stefanie, sie trennt sich unversehens von ihm. So ruhig wie sein Leben war, nimmt Leo, die veränderten Umstände ebenso emotionslos wahr. Die mysteriöse Schrift scheint eine magische Anziehungskraft auf Leo auszuüben, er hält an ihr unbeirrbar fest. Er stellt Mutmaßungen an, die ihm nicht wirklich dienen.

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> Real Tigers < von Mick Herron

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Ein neuer Fall für Jackson Lamb und seine Slow Horses. Lamb und seine Leute werden durch die Entführung der Agentin Catherine Standish auf eine immens harte Probe gestellt.

Die Entführer verlangen von Catherines Kollegen River Cartwright, die Beschaffung einer Akte des Premierministers. Die besagte Akte liegt im Hauptquartier des Nachrichtendienstes – Regent´s Park. River hat den Auftrag die Akte zu stehlen. Der Auftraggeber dieser Entführung ist ein machtbesessener Politiker, der sich dadurch weiter nach oben katapultieren will. Jedoch hat der die Rechnung ohne die Entführer gemacht, denn die verfolgen ein ganz anderes Ziel. Und in diesem ganzen Tohuwabohu mischen auch noch Lamb und seine Leute mit. Das bedeutet den furzenden, hauptsächlich unverschämten, mit großen Sarkasmus ausgestatteten, strategisch unschlagbaren Jackson Lamb in einer seiner Hochphasen zu erleben. Allein das ist schon eine Show! Jedoch kommt hier noch seine Crew ins Spiel, die sich gegen den MI5 und andere Widrigkeiten zu behaupten haben. In > Real Tigers < geht es im wahrsten Sinne, um Leben und Tod, die durch bösartige Intrigen ausgelöst wurden. Das Ganze würzt Mick Herron noch mit schwarzem Humor und atemberaubender Action.

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> Ein Mann der Kunst < von Kristof Magnusson

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Dieses Buch machte mich sehr neugierig, bis dato hatte ich durchweg positive Rezensionen gelesen. Ich war regelrecht angefixt, doch so richtig kann ich mich den Lobpreisungen nicht anschließen.

Constantin Marx, der Ich -Erzähler, unternimmt mit den Mitgliedern vom Förderverein des Museums Wendevogel eine gemeinsame Busreise. Hauptziel ist der Besuch von KD Pratz, ein auf einer Burg zurückgezogen lebender Künstler, alter Schule. Die Reisegruppe scheint euphorisch, denn der Plan ist es, diesem Maler ein eigenes Museum zu gönnen. Zuschüsse sind gewährt, doch bedarf es noch mehr an finanzieller Unterstützung. Vermeintliche Geldgeber sind im Förderverein integriert. Die Führungsriege des Födervereines ist durchaus zuversichtlich, ihr Vorhaben mit diesem Ausflug zu besiegeln. Jedoch haben sie die Rechnung ohne den eigenwilligen Küntler gemacht, der den Förderverein mit einigen Unflätigkeiten und seiner Direktheit regelrecht vor den Kopf stößt. Die Mission der Gruppe gerät in eine bedenkliche Schieflage.

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> Geistiges Gut und wie es abhanden kam <

31.Oktober 2020 . Wir sind bei frühlingshaften Temperaturen zu Fuß unterwegs. Wir, das sind mein Mann und ich. Bevor wir uns wieder auf den Rückweg begeben, beschließen wir uns noch einen Cappuccino beim Italiener zu gönnen. Mein Mann besorgt die köstlichen Heißgetränke, ich den abgeschiedenen Sitzplatz im Freien. Die Wartezeit auf meine zwei Heißbegehrten vertreibe ich mir mit einem Blick auf die News im Handy. James Bond ist gestorben, ein lautes > Oh nein < verlässt meinen Mund. Bewegt scrolle ich weiter auf Facebook. Eine Buchhandlung hat einen Bericht über Lena Christ gepostet, ich denke noch so bei mir > Schade, einen Tag zu spät, sie hatte gestern Geburtstag und überfliege den Text. Dieser kommt mir mehr als bekannt vor, denn es ist 1 : 1, der meine. Er ist von meiner Seite kopiert. Weder mein Name noch mein Pseudonym ist erwähnt. Es wurde das kopiert was gebraucht wurde. In verstörter Verfassung bekomme ich den Cappuccino. Lange Rede kurzer Sinn………….Ich habe unter besagten Post einen Hinweis und auf mesenger ebenso. Ohne Erfolg. Es wird fleißig weiter gepostet, Kommentare scheinen nicht relevant zu sein. Anrufen? Ja, morgen ist die Buchhandlung wieder geöffnet. Es bleibt gespannt……….

Sabine Krass

> Die Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund < von Doris Lessing #nobelprizeforliteraturewoman

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Doris Lessings eindringlicher Appell zur Umkehr – in Zeiten der Klimaschutzdebatte hochaktuell. 1. Auflage als Taschenbuch 2007.

In einer fernen, bedrohlichen Zukunft: Der nördliche Kontinent Yerrup mit seiner einst hoch entwickelten Zivilisation liegt unter Schlamm und Eis begraben, während der südliche Erdteil Ifrik von Dürre und Kriegen heimgesucht wird. In dieser traurigen Welt begibt sich Dann, als Bürgerkriegsgeneral eine legendäre Gestalt, auf eine abenteuerliche Suche. Allein reist er nach Norden und muss mit ansehen, wie die Gletscher schmelzen und das Land langsam versinkt. Wird es ihm gelingen, die Kultur und das Wissen seiner Vorfahren zu retten? Nur mit Hilfe des ehemaligen Kindersoldaten Griot, der Tochter seiner geliebten Schwester Mara und des treuen Schneehunds Ruff findet Dann schließlich einen Weg. – So der Klappentext

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> Erinnerungen einer Überflüssigen < von Lena Christ

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In der Literatur wird Lena Christ geb. 30.10.1881 in Glonn – gest. 30.06.1920 als weibliches Pendant zu Ludwig Thoma beschrieben.

Lena Christ wird als uneheliches Kind geboren und wächst die ersten Jahre bei ihrem Großvater auf. Das ist eine gute Zeit für die kleine Lena. Die Mutter heiratet einen Metzger und holt ihr Kind zu sich. Doch nicht um dem Kind eine behütete Kindheit im Schoß einer Familie zu bieten. Nein, sie wird als billige Arbeitskraft, die Gewalt und Erniedrigungen erleiden muss, gehalten. Als junge Frau flüchtet Lena dann in die Ehe, doch auch da bleibt ihr nichts erspart. Gewalt durchzieht weiterhin ihr Leben. Lena wird Mutter, ihr Mann trink süchtig. Die Lage spitzt sich zu. Es folgen einige Wohnungswechsel und der weitere soziale Abstieg. Lena kämpft für sich und ihre Kinder.

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> Portrait < von Jürgen Bauer

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Drei Menschen erzählen die Biografie von Georg. Seine Mutter Mariedl, sein Liebhaber Gabriel und seine Ehefrau Sara. Alle drei zeichnen ein Porträt von Georg, alle drei auf eine besondere Weise. Doch aus der Sicht dieser Lebensbeschreibungen, ist Georg immer wieder ein anderer und es stellt sich die Frage, sind dies denn wirklich die Werdegänge, wie es diese nahestehenden Menschen von Georg sehen, oder erzählen die drei doch mehr von sich selbst und Georg ist der Statist in seinen Storys?

Mariedl, Georgs Mutter beginnt mit ihrer Geschichte. Sie blickt zurück, zu Georgs Geburt, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Georg wächst in den ärmlichen Verhältnissen eines Bauernhofes auf. Die Zeit ist hart, die Mutter auch. Sie merkt, dass der Bub irgendwie anders ist, er passt nicht in die Familie noch in die Umgebung. – Die ersten Seiten dieses Kapitels erinnerten mich sehr stark an > Erinnerungen einer Überflüssigen < von Lena Christ. Die komplette Stimmung ist in verschiedenen Grautönen gehalten. Wuchtig, erbarmungslos, ohne Gnade.

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