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Literatur & Zeitgeschehen

> Serpentinen < von Bov Bjerg

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Der Vater, der Ich – Erzähler, ist mit seinem siebenjährigen Sohn per Auto unterwegs. Der Vater hat ein Ziel, er möchte mit seinem Sohn, die Stätte seiner Vergangenheit besuchen. Gerade dort in jener schwäbischen Vergangenheit, erhofft er sich den Weg für die Zukunft zu finden. Für sich, für seinen Sohn, für seine kleine Familie.

Auf dem Vater lastet ein schweres Erbe. Sein Urgroßvater, der Großvater und auch der eigene Vater nahmen sich selbst das Leben. Die Depression geht in die generationsübergreifende Chronik der Männer, der Familie. Gewalt und Angst prägten sein Leben, und da er nun selbst Vater eines Sohnes ist, beschleichen ihn immer wieder die schlimmsten Befürchtungen. Wird er diese unsägliche Familientradition fortführen? Kann er sich und seinen Sohn retten? Wird er es schaffen diese Traumata zu brechen und somit seinem Sohn Leid und Qual zu ersparen? Oder soll er seinen Sohn erlösen?

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> Die Unschärfe der Welt < von Iris Wolff

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Iris Wolff überzeugt mit einer faszinierenden Sprachkompetenz die seinesgleichen sucht.

Rumänien, in der Zeit des Diktators Ceaușescu. Florentine und Hannes werden Eltern eines Sohnes. Samuel. Der Junge lässt viel Zeit verstreichen, bis er die nötigsten Worte spricht. Überhaupt ist Samuel ein besonderes Kind, dass zu meist schweigt und den Dingen oder Aufgaben, denen er sich widmet, seine vollkommene Aufmerksamkeit zukommen lässt. Auch ist er ein Einzelgänger, für einige Zeit. Doch im Laufe seines Heranwachsens wird Oswald, den Samuel Oz nennt, sein bester Freund. Dem Mädchen Stana gelingt auch der Zugang zu Samuel. Er verwandelt ihren Namen in Sana und das Mädchen in seine beste Freundin.

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> Scham und Würde < von Dag Solstad

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Elias Rukla, seit 25 Jahren Studienrat für Norwegisch, macht im Unterricht eine äußerst aufregende Entdeckung. Die Nebenfigur Dr. Relling in Ibsens Wildente hat eine ganz zentrale Funktion! Innerlich erregt von dieser spontanen Eingebung bittet er einen Schüler, die wenigen Einsätze Rellings laut zu lesen. Genervt blättern alle vor und zurück, und der Schüler liest demonstrativ gelangweilt vor. Der Unterricht wird zur Qual. Das erlösende Klingeln ertönt, Rukla atmet erleichtert auf. Als sich auf dem Pausenhof sein Regenschirm nicht öffnen lässt, verliert er die Haltung, er trampelt darauf herum, beschimpft dabei die gaffenden Schüler aufs Wüsteste. Und er weiß, er will nicht mehr in sein altes Leben zurückkehren, seine Scham über den Verlust der Würde ist zu groß. – so der Klappentext/ HC

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> Wislawa Szymborska < Vita #nobelprizeforliteraturewoman

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Maria Wisława Anna Szymborska (* 2.Juli 1923 in Prowent; † 1.Februar 2012 in Krakau) war eine polnische Lyrikerin. Sie zählt zu den bedeutendsten Lyrikern ihrer Generation in Polen, wo ihre Gedichte zur Nationalliteratur gerechnet werden. Im deutschen Sprachraum wurde sie bereits früh durch die Übertragungen von Karl Dedecius bekannt und erhielt mehrere bedeutende Auszeichnungen. 1996 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Seitdem ist ihr schmales Werk von rund 350 Gedichten auch international stark verbreitet und in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

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> Laufende Ermittlungen < von Andreas Bernard

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Andreas Bernard bringt hier in seinem Buch die ganze Welt auf den Punkt. Seine Beobachtungen sind sehr detailreich ausgeschmückt und unterstreichen die Wichtigkeit des Augenblicks.

Die beiden Passagiere, die einander im Zug gegenübersaßen, klappten ihre Notebooks auf, und die Ränder des Gehäuses berührten sich einem Moment lang wie fremde Handrücken. – Seite 23

 

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> Fahrenheit 451 < von Ray Bradbury

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Könnten wir ohne Bücher leben? Ohne Meinungsfreiheit uns entfalten?

Auf den Besitz von Büchern steht eine gewaltige Strafe. Wissen egal etwelcher Art ist nicht geduldet. Im Internet – Zeitalter werden die unmündigen Menschen mit Entertainment berieselt. Eine weitere Gefahr lodert und wartet auf seinen Ausbruch. Der Krieg.

Guy Montag ist ein Feuerwehrmann. Nur nicht so wie wir im Allgemeinen diesen Berufsstand kennen. Nein, denn als die Bücher verboten wurden, gab es plötzlich keinen Bedarf an Feuerwehrmänner mehr. Sie sind es nun, die die Bücher vernichten und verbrennen.

Einige Ereignisse regen Guy Montag aus unerklärlichen Gründen zum Nachdenken an. Er beginnt das System zu hinterfragen.

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> Zweiundzwanzig Tage oder die Hälfte des Lebens < von Franz Fühmann

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Ein Kleinod ganz besonderer Art! Auf dem Buchrücken beschrieben – trefflicher geht es nicht!

Ist in jedem Jetzt Zukunft da? Es scheint so.

Ein Büchlein Reisenotizen soll es werden, irgendwas Loses, Buntes, nicht einmal auf Ungarn beschränkt, ein bißchen erweitertes Tagebuch. Wovon ausgehen bei der Bilanz? Natürlich von > meiner Funktion < – aber wer weißt sie einem zu? Die Gesellschaft, die Kritik, spätere die Literaturgeschichte, oder ist sie die souveräne Entscheidung des Schriftstellerindividuums? Sie kann für den einzelnen Schreibenden nur heißen: jenes Stückchen Literatur, das nur er und kein anderer schreiben kann. Jedes Tabu in der Literatur ist selbstgesetzt, es wird ja erst dadurch tabu, daß ich`s akzeptiere und erst hier wird es zum literarischen Problem. Aus meiner Haut werde ich nicht mehr können und konnte ich nie. Aber in ihr steckend. Das Möglichste daraus machen, den Mut zu allen ihren Möglichkeiten haben, und das wäre bei meinem böhmischen Erbe der Mut zum Schließenlassen der Phantasie, der Mut zum Barocken, der Mut zum Traum zum Paradoxen.

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> Aus und davon < von Anna Katharina Hahn

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Was passiert, wenn sich urplötzlich die Lebensumstände verändern? Selbst das was man für sicher und unantastbar hält? Wenn alles zusammenzubrechen scheint?

Cornelia, 45 Jahre, Physiotherapeutin, seit neuestem alleinerziehende Mutter, von der pubertierenden Stella und dem jüngeren Bruno. Sie fühlt sich leer und ausgepowert und beschließt sich eine Auszeit zu gönnen. Cornelia bricht auf nach Pennsylvania, um den Spuren ihrer Großmutter zu folgen. Besagte Oma Trudele war als junge Frau vom Schwabenländle nach Amerika ausgewandert, um ihr Glück zu suchen. Elisabeth, die Mutter von Cornelia soll derweil zu ihren Enkeln ziehen und sie so lange versorgen bis Cornelia wieder ins beschauliche Stuttgart zurückkehrt.

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