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Literatur & Zeitgeschehen

> Dunkel < von Ragnar Jónasson

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Aufgepasst! Ein rasanter und spannender Pageturner mit einer ganz besonderen Heldin!

Die isländische Kommisarin Hulda Hermannsdóttir, steht kurz vor ihrer Pensionierung. Das schmeckt ihr garnicht, sie fühlt sich noch fit genug ihren Job auszuüben. Doch das sieht ihr Vorgesetzter ganz anders, er möchte Hulda schon frühzeitiger in ihren Ruhestand schicken. Denn ein jüngerer Kollege soll den Platz von Hulda schnellst möglich einnehmen.

Da Hulda nicht von heute auf morgen ihrer wohlverdienten Rente fröhnen möchte, streubt sie sich gegen eine schnelle Abschiebung. Sie kann einen kleinen Erfolg verbuchen, sie darf einen ungelösten Fall bearbeiten. Hulda entscheidet sich, den Tod einer jungen Russin zu untersuchen, dieser Fall wurde als Selbstmord abgetan.

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> Der Choreograph < von Håkan Nesser

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Sonderausgabe zum 70. Geburtstag – Håkan Nessers erster Roman erstmals auf Deutsch.

David, der Ich – Erzähler trifft eines Tages, ganz unverhoffter Dinge, eine Frau. Die Frau. Diese Frau heißt Maria und betrachtet sich, in einer Boutique, in einem vielleicht neuen Kleid. David wird zufällig Zeuge dieser Szene, er blickt durch das Schaufenster. wie von einem imaginären Choreographen geführt, werden Maria und David ein Liebespaar. Soweit so gut. Alles scheint geradezu perfekt. Doch die geliebte Maria, entfernt sich von ihm, immer wieder. Damit fühlt sich David überfordert, denn er kann sich das Verschwinden nicht erklären.

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Nadine Gordimer-Vita #nobelprizeforliteraturewoman

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Der Monat Juli ist der Literaturnobelpreisträgerin Nadine Gordimer gewidmet, beginnend mit ihrer Vita.

Nadine Gordimer wurde am 20. November 1923 in Springs, Transvaal, heute Gauteng geboren und verstarb am 13. Juli 2014 in Johannesburg. Sie war eine südafrikanische Schriftstellerin. Ihre Romane, Erzählungen und Essays behandeln vor allem die südafrikanische Apartheitspolitik und deren zerstörerischen Folgen sowohl für die schwarze als auch für die weiße Bevölkerung. 1974 erhielt Gordimer den Booker Prize und 1991 wurde sie mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Ihr Vater war ein jüdischer Juwelier, der als Dreizehnjähriger aus Litauen emigrierte, ihre Mutter war Engländerin. Gordimer wuchs in ihrer Geburtsstadt Springs auf, östlich von Johannesburg einer der Orte entlang des Höhenzugs Witwatersrand, die Ende des 19. Jahrhunderts durch den Goldbergbau entstanden. Sie wurde nicht jüdisch erzogen und ging auf eine kostenpflichtige Konventschule. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in der behüteten Umgebung der weißen südafrikanischen Minderheit. Wegen einer vermeintlichen Herzschwäche wurde sie jahrelang von ihrer Mutter zuhause unterrichtet. Ihre relative Isolation gab ihr die Gelegenheit, sehr viel zu lesen.

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> Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst < von Nick Hornby

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Tom und Louise machen eine Paartherapie, denn nach vielen Ehejahren ist die Beziehung mehr oder weniger in eine Sackgasse geraten. Was die beiden umtreibt und wo der Hase im Pfeffer liegt, erfährt der Leser nach und nach von ihnen direkt – beim Warten auf die nächste Therapiesitzung im Pub gegenüber. Tom und Louise treffen sich. Regelmäßig. Doch es ist keine Verabredung im herkömmlichen Sinne, der Pub dient ihnen nur als Treffpunkt vor ihren Sitzungen bei einer Paartherapeutin. Die beiden sind seit vielen Jahren verheiratet, nach einem nicht so erfreulichen Ereignis könnte man sagen, seit zu vielen Jahren. Im Pub besprechen sie, was alles unter den Teppich gekehrt wurde und durch die Therapie hervorgekramt wird. Und das sind Sachen, die alle Verheirateten so oder so ähnlich kennen, aber bestimmt nie so lustig präsentiert bekamen. Mit seinem unvergleichlichen Humor und dem Blick für sympathische Antihelden zeigt uns Nick Hornby ein ganz normales Ehepaar und die komischen Seiten einer Ehekrise.

So der Klappentext
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> Die Habenichtse < von Katharina Hacker

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Was genau ist der Sinn des Lebens? Dieser Frage geht Katharina Hacker in ihrem Roman nach und greift die großen Themen, wie Liebe, Ansehen und Bestimmung auf.

Isabell, eine junge Grafikdesignerin und Jakob, Anwalt für Restitutionsfragen, sehen sich nach zehn Jahren auf einer Party wieder und verlieben sich einander. Wir schreiben den 11. September 2001. Jakob klettert nach dem Tod eines Kollegen, er wurde bei den Anschlägen auf das World Trade Center getötet, die Karriereleiter nach oben und übernimmt so die Position des Verstorbenen. So zieht nun Jacob von Deutschland nach London, heiratet seine Isabell, die ihm alsbald folgt.

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> Friday Black < von Nana Kwame Adjei - Brenyah

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Zwölf Kurzgeschichten, die es in sich haben. Teilweise verstörend, mit Liebe und Leidenschaft geschrieben, über den Rassismus, die hohe Gewaltbereitschaft und das ungezügelte Konsumverhalten unserer Gesellschaft. Der Autor Nana Kwame Adjei – Brenyah schreibt über den Alltag in den USA, partiell gefüllt mit rassistischem Hass und grotesken Dystopien.

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> Matthias Berg < von Yvette Z`Graggen

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Die Reise der Genfer Studentin Marie nach Berlin im Juni 1994 ist eine Reise in die Vergangenheit: Die junge Frau will ihren deutschen Grossvater – Matthias Berg – treffen, den sie nie gesehen hat, dessen Kriegsschicksal aber das Leben ihrer Mutter und ihrer Grossmutter zerstörte. Endlich am Ziel, fehlt ihr der Mut, den alten Mann anzusprechen.

Stattdessen beobachtet sie ihn in einem Park unweit seiner Wohnung und versucht, aus den Erzählungen der Eltern die tragische Familiengeschichte zusammenzusetzen. Welche Rolle hat der Grossvater, der den Russlandfeldzug überlebte, im Krieg gespielt? Was geschah mit ihrer Grossmutter Beate, einer Widerstandskämpferin, die den Verdacht, ihr Mann sei ein Kriegsverbrecher, nicht loswurde? Weshalb konnte sich ihre Mutter Eva, die von zu Hause flüchtete und durch Heirat Schweizerin wurde, nie von der Vergangenheit lösen?

Zur Begegnung zwischen Grossvater und Enkelin kommt es nicht, aber die düsteren Lebensabschnitte des alten Mannes werden durch eine unerwartete Zeugin erhellt: seine Lebensgefährtin Lena.

So auf dem Buchrücken Beschrieben
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> Kleine Schwester < von Borger & Straub

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»Wir sind nur irgendwie ins Unglück geraten, alle zusammen. Wir haben nie etwas Böses gewollt, wir wollten nur eine glückliche Familie sein, sonst nichts.«

Die zwölfjährige Lilly sitzt vor einer Polizeibeamtin und schweigt. Sämtliche Versuche, sie zum Reden zu bringen, scheitern. Lilly kann die unerbittliche Chronologie der Ereignisse, die ihre Familie ins Unglück gestürzt haben, nicht erklären, sie kann sich nur erinnern: An ihre Kindheit, die überschattet ist von verstörenden Ereignissen, aber auch schönste Glücksmomente bereithält, an ihre Eltern, »die besten auf der Welt« – und an ihre Pflegeschwester Lotta, die aus dem Heim geholt wird, um aus ihnen allen endlich eine ›richtige‹ Familie zu machen – und die eine Katastrophe ins Rollen bringt, die nicht mehr aufzuhalten scheint, bis Lilly den schwersten Entschluss ihres Lebens fasst …

So auf dem Buchrücken zu lesen

Lilly erzählt die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Sie hofft inständig auf ein idyllisches Familienleben. Doch mit ihren unreifen Eltern wird es eine reine Farce. Lilly ist ein braves und vernünftiges Kind, ihre Pflegeschwester Lotta weist zuerst kleinere Verhaltensstörungen auf. Immer mehr gerät Lotta in eine bedrohliche Lage, die sich stetig zuspitzt. Es ist Lilly, die ihr Bestes versucht um die, ihre Familie zu retten.

Was das Autorenduo Borger & Straub hier geschaffen haben, zeigt die menschlichen Abgründe einer Familie auf. Schnörkellos, jedoch gerade in seiner Schlichtheit der Sprache, entfaltet > Kleine Schwester < eine erschütternde Intensität. Diese Intensität macht das Buch aus. Solch eine Wirkung zu erzeugen ist schon Top! Die unheilvolle Story ist meiner Meinung nach, gänzlich ohne Tadel geschrieben. Meine Empfehlung!

Diogenes Verlag / ISBN: 97832572333906 7 216 Seiten / Erschienen als Taschenbuch 2004

🔖🔖🔖🔖von 5

Martina Borger, 1956 geboren, arbeitete als Journalistin, Dramaturgin und Filmkritikerin, bevor sie sich aufs Drehbuchschreiben verlegte. Sie hat bei mehreren Serien als Storylinerin und Chefautorin gearbeitet. Gemeinsam mit Maria Elisabeth Straub veröffentlichte sie zwischen 2001 und 2009 Romane unter dem Label ›Borger & Straub‹. Ohne Co-Autorin erschien 2007 ihr Roman ›Lieber Luca‹. Martina Borger lebt in München.

Auszeichnungen ›Frauen-Krimi-Preis‹ der Stadt Wiesbaden für Kleine Schwester, 2002

Quelle DiogenesVerlag

Maria Elisabeth Straub, geboren 1943 in Schleswig-Holstein, studierte Kunstgeschichte und Germanistik und arbeitet seit 1970 als freie Autorin. Nach diversen Publikationen im kulturhistorischen und belletristischen Bereich veröffentlichte sie 2001 gemeinsam mit Martina Borger den Roman ›Katzenzungen‹, dem ›Kleine Schwester‹ (2002) und ›Im Gehege‹ (2004) und ›Sommer mit Emma‹ (2009) folgten. 2006 erschien – ohne Co-Autorin – Straubs Roman ›Das Geschenk‹. Die Autorin lebt im äußersten Norden Deutschlands.

Auszeichnungen ›Frauen-Krimi-Preis‹ der Stadt Wiesbaden für Kleine Schwester, 2002

Quelle Diogenesverlag

> Veilchenfeld < von Gert Hofmann

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Eine einfache Lektüre mit großer Wirkung…………………………………..

Der Philosophieprofessor Herr Veilchenfeld lebt in einer sächsischen Kleinstadt, in den Anfangsjahren der Naziherrschaft. In seiner Nachbarschaft wohnt ein Arzt mit seiner Frau und deren gerade schulpflichtig gewordenen zwei Kindern. Eines der Kinder erzählt aus seiner Perspektive, wie aus dem angesehenen Philosophieprofessor, jüdischer Abstammung, ein geradezu geächteter Mann ohne Würde und Rechte wird.

Herr Veilchenfeld zieht sich, das Unheil merklich spürend, immer mehr von der Außenwelt zurück.

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> Nach Mattias < von Peter Zantingh

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Ein Mensch lebt nicht mehr und hinterlässt eine entsetzliche Lücke für die Eltern, die Freundin, die Freunde……………………Dieser Tod hat seine eigene Dynamik, scheint individuell seine Spuren zu hinterlassen und doch eint die Zurückgebliebenden eines: Der Verlust. Sicherlich in unterschiedlichen Dimensionen, doch wir schreiben die Zeit < Nach Mattias <.

Amber, die Freundin von Mattias. Sie lebt nun allein in der Wohnung, in der sie mit Mattias lebte.

Trauer ist wie ein Schatten. Der richtet sich nach dem Stand der Sonne, fällt morgens anders als abends. Der lehnt dunkel und geduldig an der Wand, streckt sich in voller Länge über den Asphalt aus oder zeichnet hinter deinem Rücken die Silhouette einer graziös drohenden Schlange auf den zu lange gemähten Rasen. In diesen ersten Wochen wusste ich manchmal nicht, ob ich meinen eigenen Schatten sah oder den von jemanden, der sich mit den besten Absichten dicht neben mich gestellt hatte.

Seite 7
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