Elke Heidenreich – Alles kein Zufall

 

Klappentext:

Alle wollen immer glücklich sein. Aber was ist eigentlich Glück? Und wer war schon dauerhaft glücklich? Was ist dieses Leben, diese Reihe von unterschiedlichen Momenten, die manchmal wirken, als hätte irgendein Gott gewürfelt? Elke Heidenreich erzählt von sich, von Liebe und Streit, von Begegnungen und Trennungen, von Tieren, Büchern und damit von uns allen. Sie zeigt in kurzen Geschichten, traurigen und komischen Szenen all die Situationen, in denen jeder sich wiedererkennt – und die dann zusammenwachsen zu einem einzigen Roman jedes unwiederholbaren Lebens. Denn wenn man nur genau genug hinschaut, ist so ein Menschenleben mit all seinen Glücks- und Unglücksfällen alles andere als ein Zufall.

Fazit:

Welch anrührend schöne, melancholisch anmutende, traurig wirkende, lustig dreinschauende, auf jeden Fall ans Herz gehende Kurzgeschichten, hat Elke Heidenreich in diesem Buch verewigt. Sie trifft mit wenigen Worten den Nagel auf den Kopf, kurz und prägnant . Die Worte schwingen sanft über das Papier und streuen die entstehenden Emotionen mit leichtem Hauch in unsere Köpfe. Klasse !

Antonia Michaelis – Das Institut der letzten Wünsche

Klappentext:

In ihrem ebenso poetischen wie tiefgründigen, zu Herzen gehenden wie humorvollen Roman „Das Institut der letzten Wünsche“ bezaubert die renommierte Autorin Antonia Michaelis mit ihrem ganz unverwechselbaren Ton. Geschickt verbindet sie eine warmherzige Liebes- und Freundschaftsgeschichte mit ernsten Themen wie der Frage, welche letzten Wünsche Sterbende haben und was am Ende des Lebens zählt, wenn so vieles unwichtig wird.

Antonia Michaelis wunderbare Heldin, die verträumte Mathilda, arbeitet für eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda Birger begegnet. Denn er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine große Liebe Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt.

Fazit:

Der Klappentext liest sich ganz nett, das Buch liest sich ganz nett. Mehr ist es auch nicht……ein ganz nettes Buch.
Für mich ist nett, nicht genug. Wobei dieses Buch so schmonzettenhaft Angehaucht ist, dass es mich nicht wundern würde, wenn es verfilmt werden würde.

Brigitte Glaser – Bühlerhöhe

Klappentext:

Deutschland, 1952: Zwei Frauen mit Vergangenheit, ein geheimer Auftrag.

Rosa Silbermann wird 1952 mit einem geheimen Auftrag in das Nobelhotel Bühlerhöhe geschickt. Die in den 1930ern aus Köln nach Palästina emigrierte Jüdin arbeitet für den israelischen Geheimdienst. Ihre Gegenspielerin ist die misstrauische Hausdame Sophie Reisacher. Die musste 1945 das Elsass verlassen und sucht ihre Chance zum gesellschaftlichen Aufstieg. Beide haben erlebt, was es heißt, wenn ein ganzes Land neu beginnen will. Keine von ihnen vertraut der beschaulichen´Landschaft des Schwarzwalds. Und beide wissen von einem geplanten Attentat auf Bundeskanzler Adenauer, wobei jede ihre eigenen Pläne verfolgt. Zwei Frauen in einer Männerwelt, in der es um Macht, Geschäfte und alte Seilschaften geht – und irgendwann um Leben und Tod.

Fazit:

Eines meiner Lese – Highlights des Jahres 2017 !
Dieses Buch trug mich auf die Bühlerhöhe, in die idyllische Umgebung und hielt mich in den spannendsten Situationen, eng umschlungen. Pure Begeisterung für diesen ausgeklügelten Roman und meine Verneigung vor Brigitte Glaser!

Mechthild Borrmann – Trümmerkind

 

Klappentext:

Hamburg 1946/47 – Steineklopfen, Altmetallsuchen, Schwarzhandel.
Der 14jährige Hanno Dietz kämpft mit seiner Familie im zerstörten Hamburg der Nachkriegsjahre ums Überleben. Viele Monate ist es bitterkalt, Deutschland erlebt den Jahrhundertwinter 1946/47.
Eines Tages entdeckt Hanno in den Trümmern eine nackte Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen. Der Kleine wächst bei den Dietzens in Hamburg auf. Monatelang spricht der Junge kein Wort. Und auch Hanno erzählt niemandem von seiner grauenhaften Entdeckung. Doch das Bild der toten Frau inmitten der Trümmer verfolgt ihn in seinen Träumen.
Erst viele Jahre später wird das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur kommen, das auf fatale Weise mit der Geschichte seiner Familie verknüpft ist …

Fazit:

Das ist mit Abstand das beste Buch von Mechthild Borrman, dass ich gelesen habe ( und derer sind vier an der Zahl, die ich ebenfalls für gut befinde). Die Story ist überaus spannend aufgebaut, so fein im Detail beschrieben, dass sie sich in den lesenden Körper einfügt und haften bleibt. Mit diesem Buch ist Mechthild Borrmann ein literarisches Highlight gelungen.

Jane Gardam „Eine treue Frau“

Dieses Buch präsentierte sich in unserer örtlichen Bücherei, genau in Augenhöhe, ich war machtlos einfach daran vorbei zu gehen 😉

 

Klappentext:

Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering … Jane Gardams „Eine treue Frau“ ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren.

 

Fazit:

Ein leicht zu lesendes Buch. Der trockene, britische Humor wird hier bestens wieder gespiegelt, ohne aufdringlich zu wirken. Die ganzen Seiten sind mit Stil geschrieben und vermitteln ein angenehmes Lesegefühl. Jane Gardam versprüht dezent, die Lust auf mehr!

 

Sabine Bode: Die vergessene Generation

 

Inhaltsangabe:

Sie haben den Bombenkrieg miterlebt oder die Vertreibung, ihre Väter waren im Feld, in Gefangenschaft oder sind gefallen. Doch diese Erinnerungen haben die Kriegskinder bislang in sich verschlossen gehalten. Stattdessen haben sie nach vorn geblickt, Deutschland wieder aufgebaut, eine Familie gegründet. Heute sind sie in Rente, die eigenen Kinder längst aus dem Haus, und zum ersten Mal im Leben schauen sie zurück. Sie fangen an zu begreifen, dass vieles in ihrem Leben auf ihre Kriegserlebnisse zurückzuführen ist. Auch die Kinder und Enkel der Kriegskinder beginnen, sich mit der vergessenen Generation zu beschäftigen. Sie wollen verstehen, warum ihre Eltern so sind, wie sie sind. Warum konnte man bestimmte Dinge einfach nicht mit ihnen besprechen? Ein wichtiges und notwendiges Buch.

Fazit:
Sabine Bode hat ein Buch erschaffen, dessen Seiten sehr wichtige Informtionen für uns “ Kriegsenkel “ beinhaltet. Gerade diese Informationen hallen nach und stimmen einen betroffen und sehr nachdenklich.
Auch die von ihr aufgeführten Bücher von Hans-Ulrich Treichel “ Der Verlorene“ und von Philip Roth“ Der menschliche Makel“ lassen uns die Wahl noch tiefer in diese Qual hinein zu tauchen. Geschichte ist und war nie einfach, sondern immer über Generationen stark prägend.

 

Literatur

Hier wird das Rad nicht neu erfunden, soll heißen: Die Vorstellung des Buches erfolgt mit einer kurzen Inhaltsangabe und einem ebenso kurzen Fazit!