Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: April 2022 (Seite 1 von 2)

Georg ~ Barbara Honigmann

Barbara Honigmann erzählt das Leben ihres Vaters Georg. Ein Deutscher, Emigrant, Jude und Kommunist.

Sie berichtet in einer lakonischen Sprache, die dennoch zu berühren vermag, von dem Lebemann Georg. Seine Liebschaften und Ehefrauen waren meist um die dreißig Jahre alt. Von Barbaras Mutter ließ er sich scheiden und wandte sich einer Schauspielerin zu. Dadurch bekam Barbara Einblicke in die Welt des Schauspiels und des Theaters.

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Das Jahr des Dugong ~ John Ironmonger

Was für eine ausgeklügelte Geschichte, eine die erschüttert und zugleich völlig realistisch ankommt. 

Toby Markham, ein wohlhabender und angesehener Broker, erwacht in einem ihm völlig unbekannten Raum. Er glaubt sich in einem Krankenhaus da er medizinisch versorgt wird. Doch nach und nach stellt sich heraus, um ihn herum befindet sich kein medizinisches Personal, sondern Wärter, seine ihm zugewiesene Anwältin und die Richterin. Er scheint in einer völlig anderen Welt gelandet zu sein. Toby war lange Zeit eingefroren, zwar mit einiges anderen Menschen aus seiner Zeit, jedoch ist er der einzige Überlebende. Und diesem Menschen aus der Vergangenheit soll der Prozess gemacht werden. Ihm wird stellverstretend zur Last gelegt an der Klimakatastrophe beteiligt gewesen zu sein.  

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#introspektivminiaturen ~ Montagswort der #prosaistinnen ~ #prosaminiatur ~ umschlungen 

Die Sonne schien an diesem frühen Morgen, doch vereitelte der bissige Ostwind das Empfinden von Wärme. Das Paar, stand wie viele andere, eng umschlungen. Sie flüsterten sich Liebeserklärungen, Versprechen und innige Wünsche zu. Viele Tränen glitten über die Gesichter.  

Die kräftige Stimme des Busfahrers schnitt diese Ansammlung von Verbundenheit jäh entzwei. Er forderte die Frauen auf in den Bus zu steigen. Nun hieß es Abschied nehmen und niemand war sich gewahr, ob es je ein Wiedersehen geben würde.

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Loslassen……

Der marmorierte Himmel 

bauscht seine Wolken üppig auf. 

Elegantes Hellblau und reinstes Weiß 

in einer Symbiose. 

Hi und da sanft gleitende Vögel 

durch das Firmament. 

Alles für den Moment im Einklang. 

Völlige Entspannung. 

Loslassen…… 

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Einschlafen ~ Bregje Hofstede

Bregje Hofstede hatte mich seinerzeit mit ihrem Roman >Verlangen< absolut begeistert. Nun wartet sie mit einem Sachbuch auf und obwohl die Thematik mich nicht betrifft, war meine Neugier geweckt.

Die Schriftstellerin leidet jahrelang an Schlafschwierigkeiten. Sie ist für alles empfänglich was ihr den ersehnten Schlaf bringen soll wie: Gute-Nacht-Tees, Ohrstöpsel, Verdunklung bis hin zu schlafförderten Medikamenten. Doch es bleibt, wie es ist, Bregje Hofstede kann nicht in den erholsamen Schlaf finden. So macht sie sich akribisch auf die Suche nach der Ursache und deckt so einiges auf.

Bregje Hofstede sucht die Erklärung in der Wissenschaft und wird fündig. Was immer wieder hervorsticht ist das Unterbewusstsein.

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Abhauen! ~ Michael Zeller

Michael Zeller beschreibt in seiner Erzählung > Abhauen < , die Flucht seiner Mutter in ihren zwei letzten Lebensjahren. Die Mutter kommt nach einigen Schlaganfällen letztendlich in ein Pflegeheim. Von der Frau die sie einmal war, ist nicht mehr soviel übrig. Ihre Persönlichkeit hat sich im Laufe der Zeit immer mehr verändert. Ihre Zankhaftigkeit ließ sachte nach und die Reibungspunkte zwischen ihrem Sohn Michael veränderten sich. Doch nicht nur die Mutter verändert sich, auch der Sohn. Er wurde Besucher, Wohnungsauflöser, Tröster, Vermittler und Hundesitter.

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Im Krebsgang ~ Günter Grass

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass verstarb am 13. April 2015.

Eines der beeindruckendsten und erschütterndsten Bücher, die ich je gelesen habe. Günter Grass verbindet in dieser Novelle reale und fiktionale Stränge miteinander. Die Geschichte beginnt mit dem Journalisten Paul Pokriefke, er soll über eine längst vergessenen Schiffskatastrophe schreiben, die vor fünfzig Jahren geschah. Bei seinen Recherchen bemerkt er, dass es wohl eine Fortsetzung gibt.

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#introspektivminiaturen ~ Montagswort der #prosaistinnen ~ #prosaminiatur ~ Entpuppt

Er fasste seine Worte virtuos wie die Ode eines Schöngeistes zu einem Roman zusammen. Schier mühelos trieben ihn seine Gedanken inspirativ an. Bücher, betörende Bücher wollte er in die Welt gleiten lassen. Die Seiten gefüllt mit Liebe, Schmerz und Melancholie. Seine Zeilen bildeten mit Anmut und Kraftfülle eine unfassbare Symbiose.  

Dieser Künstler der Sprachkunst entpuppte sich immer wieder, bei seiner Leserschaft, mit seiner enormen lyrischen Ausdruckskraft, als geborener Poet. 

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Milano ~ Hanne Ørstavik

Die junge norwegische Zeichnerin Val verliebt sich in den älteren Kunsthändler Paolo und zieht zu ihm nach Mailand. Ein mutiger Schritt von Val, denn die 27- jährige fühlt sich immer noch ohne richtigen Halt in ihrem Leben. Liebt sie Paolo? Ist das was sie fühlt Liebe? Sie weiß es nicht klar zu beantworten. Der Ursprung dieses Dilemmas liegt in ihrer Kindheit. Vals Eltern bekamen sie sehr jung und ein Kind war von beiden Elternteilen nicht eingeplant. Sie wollten gemeinsam Karriere machen. Val ist knapp 3Jahre als die Eltern ein attraktives Jobangebot bekommen. Und so zieht ihre Tante Siv zu Val ins Elternhaus und die Eltern verschwinden aus ihrem Leben. Erst im Alter von 12 Jahren trifft Val ihre Eltern wieder bei einem gemeinsamen Urlaub. Kurze Zeit später vermittelt Vals Vater, er und seine Frau seinen nicht fähig, Eltern zu sein.

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