Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: März 2021 (Seite 1 von 2)

> Der Richter und sein Henker < von Friedrich Dürrenmatt

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Es gibt Bücher, so wie dieses, die zeitlos durch die Jahre kommen. Die an ihrer Faszination nicht das geringste verlieren, sondern, wenn sie nach Jahrzehnten nochmals gelesen werden, wie ein Vertrauter wertgeschätzt werden.

Der in die Jahre gekommene Kommissar Bärlach wird mit der Mordaufklärung an einem Kollegen beauftragt. Da Bärlach gesundheitlich angeschlagen ist, vertraut er die Ermittlungen dem jüngeren Kollegen Tschanz an, er selbst will vom Schreibtisch aus tätig sein. So arbeitet sich das Duo voran. Sie untersuchen die Unterkunft des Mordopfers, die Lebensumstände und seine letzte Fahrt mit seinem Auto, bei der er ums Leben kam. Der wohlhabende Geschäftsmann Gastmann rückt immer wieder in den Fokus der Ermittler. Was hat er mit dieser Sache zu tun? Die Lage spitzt sich dramatisch zu. Kommissar Bärlach wird vom Jäger selbst zu Gejagten. Doch stellt er sein Können meisterlich unter Beweis.

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> Der Tod in ihren Händen < von Ottessa Moshfegh

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Früh am Morgen läuft Vesta, eine zweiundsiebzig – jährige Witwe, mit ihrem Hund Charlie, wie immer durch den Wald. Doch unverhofft findet Vesta einen Zettel auf dem Weg: > Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche. < Weit und breit findet Vesta keine Leiche, zuerst denkt sie an einen Trick oder einen Streich und mit zunehmender Überlegung begibt sich die sehr zurückgezogen, lebende Vesta auf die Suche nach Indizien. In einer Bibliothek lässt sie sich die Anleitung zum Krimi schreiben ausdrucken und füllt die gewünschten Anforderungen zu Hause sehr gewissenhaft aus. Vesta hat eine Aufgabe. Ihr Leben verändert sich zusehends. Von der klein gehaltenen Hausfrau zu einer Witwe mit kriminalistischen Spürsinn. Doch Vesta vermischt immer mehr Spekulationen mit der Realität. Das Konstrukt nimmt an Komplexität zu.

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> Damals war es Friedrich < von Hans Peter Richter

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Ich habe mich bewusst entschieden eine Inhaltsangabe zu schreiben. Denn dieses Jugendbuch von Hans Peter Richter aus dem Jahre 1961, gilt als ein wichtiges Zeitzeugnis und wurde mit vielen Preisen bedacht. Es ist eine Geschichte, die aus der heilen Kinderwelt in das unfassbare Dunkel abtaucht.

Deutschland 1925, Friedrich und der Ich-Erzähler erblicken das Licht der Welt. Die Eltern wohnen im gleichen Mietshaus, dass auch vom harschen Vermieter Resch bewohnt wird. Friedrich Schneider und der Ich-Erzähler freunden sich im Alter von vier Jahren an. Den Schneiders geht es materiell recht gut, denn Herr Schneider ist Postbeamter. Der Ich-Erzähler und seine Eltern leben sehr bescheiden, denn der Vater ist meist ohne Arbeit. 1931 werden die beiden Jungen eingeschult und die Eltern nähern sich an. Der Großvater des Ich-Erzählers, der die Familie finanziell unterstützt, wettert gegen die Juden. 1933 nehmen die Einschränkungen für jüdische Mitbürger ihren Lauf.

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> Im Frühling sterben < von Ralf Rothmann

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Dies ist mein erstes Buch von Ralf Rothmann, das ich gelesen habe, doch ganz sicher nicht mein letztes.

Wir lernen Walter kennen. Sein Sohn erzählt von seinem sehr melancholischen, hochanständigen Vater. Die Nähe zwischen den beiden wollte nie so richtig glücken. Walter, arbeitet bis zu seiner frühen Berentung, als Hauer unter Tage. Aus Scham scheint er Alkoholiker geworden zu sein. Doch ist Walter ein in sich gekehrter Mensch, er hat alles ertragen. Das es da ein Geheimnis gibt, spürte sein Sohn schon sehr lange. Doch nun, im Jahre 1987, kündigt sich dem sechzigjährigen Walter der baldige Tod an und sein Sohn möchte von ihm wissen, was im Frühjahr 1945 genau geschah.

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> Das Salzfass < von Simon Sailer

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Simon Sailer, wurde für die 2020 veröffentlichte Erzählung »Die Schrift« (Edition Atelier), mit dem Clemens-Brentano-Preis 2021 ausgezeichnet. 2021 wurde nun > Das Salzfass < des Autors herausgegeben. Es ist der zweite Teil der Essiggassen – Trilogie ( Die Essiggasse befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk, der Inneren Stadt. Sie wurde 1908 nach dem Gewerbe der Essighändler benannt. )

Der kompetente Antiquitätenhändler Maurice kommt unverhofft an ein Salzfass, dass sich als unverkäuflich herausstellt. Zu Beginn sieht er diese Angelegenheit als völlig normal an, denn Ladenhüter gibt es immer wieder. Doch die Situation verändert sich zum bedrohlichen, als Maurice ein weißes Geflecht im Inneren des Salzfasses entdeckt und dieses zu mutieren beginnt. Fortan ist Maurice ganz in den unheilvollen Bann dieses Salzfasses gezogen. Nein, schlimmer noch, dieses Fass bestimmt über das tägliche Leben des Mannes. Hilfe erhofft sich Maurice von seiner beherzten Freundin Rachel. Er will sein Leben zurück und das Salzfass in die Schranken weisen.

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> Die neununddreißig Stufen < von John Buchan

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Diesen fantastischen Buchtipp erhielt ich von Robert Appleyard, den Hauptprotagonisten aus > Offene See < von Benjamin Myers. Er erwähnte diesen Titel gegenüber Dulcie, doch dies ist eine andere Geschichte.

Richard Hannay, der sonst in Afrika lebt, verbringt seit drei Monaten, gelangweilt seine Zeit in London. Er überlegt wieder in die unermeßliche Schönheit und in die wilde Schönheit Afrikas zurückzukehren. Da tritt unverhofft Franklin P. Scudder in sein Leben. Scudder gibt an, ein amerikanischer Agent zu sein und bittet Hannay um Hilfe. Er erzählt eine hanebüchende Geschichte und noch ehe Hannay so richtig abwägen kann, ob er Scudder Glauben schenken soll, ist dieser auch schon mit einem Messer, regelrecht an den Fußboden genagelt.

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> Der Mann im roten Rock < von Julian Barnes

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Julian Barnes wartet hier mit einem ganz besonderen Werk auf und führt in die Epoche des französischen Belle Époque. Den feudalen Jahren von 1870 bis 1914. Der Mann im roten Rock ist Dr. Samuel Pozzi, seines Zeichens Mediziner, Kunstsammler, Lebemann und Frauenheld. Pozzi galt als Modearzt für ausländische Majestäten, einheimische Adelige, berühmte Schauspielerinnen, für Romanciers und Dramatiker. Samuel Pozzi war ein Teil dieser dekandenten und neurotischen Gesellschaft. Die Genderfluidität der Pariser Gesellschaft war beispiellos. Viele berühmte Zeitgenossen m / w / d kreuzten die Wege des Doktors wie Henry James, Victor Hugo, Sarah Bernhardt, von Maupassant und Oscar Wilde, um nur einige zu nennen. Pozzi war auch ein guter Freund der Familie Proust.

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> Was Nina wusste < von David Grossmann

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Ein lang gehütetes Familiengeheimnis, kommt nach einem halben Jahrhundert an die Oberfläche. Ein Familiengeheimnis, dass das Leben von drei Frauen stark beeinflusst hat. Von Vera, ihrer Tochter Nina und ihrer Enkelin Gili.

Vera kommt mit ihrer Tochter Nina 1962 aus Jugoslawien nach Israel ins Kibbuz. Dort lernt sie Tuvia, er ist Witwer und Vater des 15-jährigen Raphael, kennen und beide beschließen zu heiraten. Auch Nina uns Raphael werden ein Paar. Doch Nina ist kaum zu zähmen, sie neigt zur Unberechenbarkeit. Selbst die Geburt von Tochter Gili, hat nur kurze Zeit eine ausgleichende Wirkung. Als Gili 5 Jahre alt ist, verschwindet Nina von heute auf morgen und reist in der Welt ruhelos umher. Raphael zieht Gili mithilfe von Vera groß. Er liebt seine Nina auch weiterhin.

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> 8.März – Internationaler Weltfrauentag <

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Was bedeutet Weltfrauentag? Der Internationale Frauentag ist ein Tag für die Rechte der Frauen. Der 8.März ist für Frauen ein besonderer Tag, denn es ist der Internationale Frauentag, der oft auch “Weltfrauentag” genannt wird. Der Tag ist ein Symbol für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

Warum gibt es einen Weltfrauentag? Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt und ab 1921 in jedem Jahr.

Wo wird Weltfrauentag gefeiert? Weltfrauentag – Feiertag in Berlin

Der Weltfrauentag wird am 8. März gefeiert. 2019 gab es eine Neuheit in Deutschland: In Berlin ist der internationale Frauentag seit 2019 ein gesetzlicher Feiertag.

Wann wurde der Weltfrauentag eingeführt? Der erste internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Die politische Forderung war das aktive und pas- sive Wahlrecht für Frauen.

Wo wurde der Internationale Frauentag beschlossen? Offiziell ins Leben gerufen wurde der internationale Frauentag auf der II. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen, die am 26. und 27. August 1910 stattfand.

Warum ist der Frauentag am 8. März? Der Internationale Frauentag entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Er fand erstmals am 19. März 1911 statt. Seit 1921 wird er jährlich am 8.März gefeiert.

Oben auf dem Foto, impulsiv ausgewählte Lektüre zum Thema > Weltfrauen <. Ob sozial benachteiligt, dem Manne untergeordnet, misshandelt, gedemütigt, ermordet, das Recht auf Bildung verwehrt, ausgenutzt, diskriminiert betreffend der Hautfarbe oder der gleichgeschlechtlichen Sexualität, und, und, und.

Schön, dass sie, du, ich, diesen Text lesen können. 520 Millionen Frauen der Welt sind Analphabetinnen.

> Justiz < von Friedrich Dürrenmatt

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Der sehr bekannte und charismatische Züricher Kantonsrat Dr. Kohler, erschießt in aller Öffentlichkeit, in einem gut besuchten und von illustren Gästen besuchten Restaurant, einen Professor der Universität. Aufgrund dieser Tat wird Kohler zu zwanzig Jahren Zuchthaus verurteilt. Doch Dr. Kohler engagiert den mittellosen und bis dato noch erfolglosen, jungen Anwalt Spät. Dieser Spät soll beweisen, dass Kohler nicht der Mörder war. Und ab hier tauchen wir weiter ein in die dekadente und abstoßende Gesellschaft der Geldigen und Möchtegerns. Spät befragt alle möglichen Personen, die, die sich zur Tatzeit im Restaurant befanden, Kohlers Tochter Helene und gerät in ein Morast von Aussagen und Indizien. Der junge Anwalt, sieht sehr lange diese perfiden Zusammenhänge nicht und wird immer mehr zu dem, für das er von vornherein bestimmt war. Ein Spielball der Gerechtigkeit. Doch stellt sich zum Schluss die Frage: Ist der Preis, dieser Gerechtigkeit, denn für wahr gerecht?

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