Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: November 2020

> Mario und der Zauberer < von Thomas Mann

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Gleich vorweg, dies ist eine wenn nicht sogar die schönste Erzählung von Thomas Mann!

Diese Novelle aus dem Jahre 1930, erzählt die Geschichte über die Erlebnisse einer Familie während ihres Urlaubes in Italien. 1920 verbringt der Ich – Erzähler mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern den Urlaub in einem italienischen Badeort. Es ist die Zeit um den beginnenden Faschismus in Italien, in Europa. Die Familie fühlt weder in diesem Badeort noch in dem Hotel wohl. Die italienischen Gäste werden zuvorkommend behandelt. Ihnen gegenüber fremdenfeindlich. Nach einem Eklat zieht die Familie in ein anderes Hotel. Das Familienoberhaupt ist sehr bemüht seiner Familie einen gelungenen Urlaub zu gönnen. Als die Kinder um den Besuch bei der Vorstellung des Zauberers Cipolla, flehentlich bitten, lassen sich die Eltern erweichen.

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> Elfriede Jelinek < Vita #nobelprizeforliteraturewoman

Netzfund

Elfriede Jelinek ist am 20. Oktober geboren und eine österreichische Schriftstellerin. Im Jahr 2004 erhielt sie den Literaturnobelpreis für > den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen.

Elfriede Jelinek schreibt gegen Missstände im öffentlichen, politischen, aber auch im privaten Leben der österreichischen Gesellschaft. Dabei benutzt sie einen sarkastischen, provokanten Stil, der von ihren Gegnern ( Nestbeschmutzer – Diskussion ), aber auch von ihr selbst mitunter als obszön, blasphemisch, vulgär oder höhnisch beschrieben wird. – Quelle Wikipedia

Mehr sehr gerne hier:

https://www.elfriedejelinek.com/

> Verlangen < von Bregje Hofstede

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Ich gebe zu, wenn dieser Roman bei meiner Buchhändlerin ausgelegen wäre, ich hätte ihm keine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Gut, das Cover ist cool, doch der Titel ist nicht meines. Als mir dieses Buch angeboten wurde, war ich irgendwie trotzdem gespannt was da auf mich zukommt. By the way, dieser Roman ist außergewöhnlich berührend in einer überaus faszinierenden Art, dass ich mir die Seiten, wie einen guten Wein in genussvollen Schlucken, gegönnt habe.

Bregje erzählt ihre Lebensgeschichte. Die junge Frau hat ihre Jugendliebe Luc geheiratet. Sie findet, dass Luc für einen Mann einfach zu gut aussieht. Sie selbst empfindet sich nicht als schön. Bregje ist eine besondere Persönlichkeit, sie schreibt schon immer Tagebuch, wohl auch um sich immer wieder zu vergewissern welche Gedanken um Erlebtes in ihrem Kopf kreisten. Sie betrachtet das Leben, das sie durchläuft hypersensibel. Auch besitzt sie einen Sturkopf schon von Kindesbeinen an. Mit ihren Gedanken schwebt sie oft in ihrer eigenen Welt.

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> Die Frau des Arztes < von Brian Moore

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Brian Moore ist eine absolute Neuentdeckung für mich. Der 1999 verstorbene Autor hat weit mehr als 45 Bücher geschrieben. > Die Frau des Arztes < ist ein absolut bewegender Roman, den ich hier wärmstens empfehlen möchte.

Sheila Redden, eine Frau Ende dreißig, verheiratet mit dem erfolgreichen Arzt Kevin, Mutter eines in der Adoleszenz befindlichen Sohnes, reist alleine nach Frankreich. Kevin soll nachkommen. Das Ehepaar möchte einen gemeinsamen Urlaub verbringen. Doch es ist die Zeit der schweren Unruhen und Attentate in Belfast und der überaus pflichtbewusste Kevin fühlt sich in der Verantwortung. Sheila übernachtet in Paris bei ihrer langjährigen Freundin Peg. Durch Peg lernt Sheila den um einige Jahre jüngeren Amerikaner Tom kennen. Da Kevin seine Reise zu Sheila immer wieder aus beruflichen Gründen verschiebt, verbringt seine Frau die Zeit mit dem fürsorglichen und charmanten Tom.

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> Die Schrift < von Simon Sailer

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Leo Buri ist Ägyptologe, er führt mit seiner Frau Stefanie ein ruhiges, gemächlich dahinplätscherndes Leben. Das ändert sich fast schlagartig, als Leo in den Besitz einer mysteriösen Schrift gelangt. Ohne ersichtlichen Anlass wenden sich seine Freunde unvermittelt von ihm ab. Seine Kollegen raten Leo die Stadt zu verlassen. Die Krönung des ganzen liefert seine Frau Stefanie, sie trennt sich unversehens von ihm. So ruhig wie sein Leben war, nimmt Leo, die veränderten Umstände ebenso emotionslos wahr. Die mysteriöse Schrift scheint eine magische Anziehungskraft auf Leo auszuüben, er hält an ihr unbeirrbar fest. Er stellt Mutmaßungen an, die ihm nicht wirklich dienen.

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> Real Tigers < von Mick Herron

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Ein neuer Fall für Jackson Lamb und seine Slow Horses. Lamb und seine Leute werden durch die Entführung der Agentin Catherine Standish auf eine immens harte Probe gestellt.

Die Entführer verlangen von Catherines Kollegen River Cartwright, die Beschaffung einer Akte des Premierministers. Die besagte Akte liegt im Hauptquartier des Nachrichtendienstes – Regent´s Park. River hat den Auftrag die Akte zu stehlen. Der Auftraggeber dieser Entführung ist ein machtbesessener Politiker, der sich dadurch weiter nach oben katapultieren will. Jedoch hat der die Rechnung ohne die Entführer gemacht, denn die verfolgen ein ganz anderes Ziel. Und in diesem ganzen Tohuwabohu mischen auch noch Lamb und seine Leute mit. Das bedeutet den furzenden, hauptsächlich unverschämten, mit großen Sarkasmus ausgestatteten, strategisch unschlagbaren Jackson Lamb in einer seiner Hochphasen zu erleben. Allein das ist schon eine Show! Jedoch kommt hier noch seine Crew ins Spiel, die sich gegen den MI5 und andere Widrigkeiten zu behaupten haben. In > Real Tigers < geht es im wahrsten Sinne, um Leben und Tod, die durch bösartige Intrigen ausgelöst wurden. Das Ganze würzt Mick Herron noch mit schwarzem Humor und atemberaubender Action.

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> Ein Mann der Kunst < von Kristof Magnusson

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Dieses Buch machte mich sehr neugierig, bis dato hatte ich durchweg positive Rezensionen gelesen. Ich war regelrecht angefixt, doch so richtig kann ich mich den Lobpreisungen nicht anschließen.

Constantin Marx, der Ich -Erzähler, unternimmt mit den Mitgliedern vom Förderverein des Museums Wendevogel eine gemeinsame Busreise. Hauptziel ist der Besuch von KD Pratz, ein auf einer Burg zurückgezogen lebender Künstler, alter Schule. Die Reisegruppe scheint euphorisch, denn der Plan ist es, diesem Maler ein eigenes Museum zu gönnen. Zuschüsse sind gewährt, doch bedarf es noch mehr an finanzieller Unterstützung. Vermeintliche Geldgeber sind im Förderverein integriert. Die Führungsriege des Födervereines ist durchaus zuversichtlich, ihr Vorhaben mit diesem Ausflug zu besiegeln. Jedoch haben sie die Rechnung ohne den eigenwilligen Küntler gemacht, der den Förderverein mit einigen Unflätigkeiten und seiner Direktheit regelrecht vor den Kopf stößt. Die Mission der Gruppe gerät in eine bedenkliche Schieflage.

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> Geistiges Gut und wie es abhanden kam <

31.Oktober 2020 . Wir sind bei frühlingshaften Temperaturen zu Fuß unterwegs. Wir, das sind mein Mann und ich. Bevor wir uns wieder auf den Rückweg begeben, beschließen wir uns noch einen Cappuccino beim Italiener zu gönnen. Mein Mann besorgt die köstlichen Heißgetränke, ich den abgeschiedenen Sitzplatz im Freien. Die Wartezeit auf meine zwei Heißbegehrten vertreibe ich mir mit einem Blick auf die News im Handy. James Bond ist gestorben, ein lautes > Oh nein < verlässt meinen Mund. Bewegt scrolle ich weiter auf Facebook. Eine Buchhandlung hat einen Bericht über Lena Christ gepostet, ich denke noch so bei mir > Schade, einen Tag zu spät, sie hatte gestern Geburtstag und überfliege den Text. Dieser kommt mir mehr als bekannt vor, denn es ist 1 : 1, der meine. Er ist von meiner Seite kopiert. Weder mein Name noch mein Pseudonym ist erwähnt. Es wurde das kopiert was gebraucht wurde. In verstörter Verfassung bekomme ich den Cappuccino. Lange Rede kurzer Sinn………….Ich habe unter besagten Post einen Hinweis und auf mesenger ebenso. Ohne Erfolg. Es wird fleißig weiter gepostet, Kommentare scheinen nicht relevant zu sein. Anrufen? Ja, morgen ist die Buchhandlung wieder geöffnet. Es bleibt gespannt……….

Sabine Krass

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