Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: Mai 2020

> Wir haben noch das ganze Leben < von Eshkol Nevo

Unbezahlte Werbung

Ein zufälliger Bücherfund, der mich begeistert hat. Ein Titel der vor Emphatie und Emotion geragezu strotzt und eine Story die es in sich hat……………………………

WM-Finale 1998. Frankreich – Brasilien. Fiebrige Stimmung vor der Glotze zwischen Churchill, Juval, Amichai und Ofir. Die vier sind um die dreißig, Freunde seit Jugendtagen, sie gucken zusammen Fußball, quatschen, kiffen, sind füreinander da. Da verfällt einer auf eine kuriose Idee – drei Lebenswünsche auf einen Zettel zu schreiben, die Zettel zu verstecken und erst beim nächsten Finale die Wünsche preiszugeben…………….

Wird der introvertierte Juval, er so wunderbar klug lächeln kann, seine Jaara zurückgewinnen? Churchill, Fixstern und Epizentrum der Gruppe, Karriere bei der Staatsanwaltschaft machen ? Amichai, berühmt für seine spleenigen Ideen, eine Naturheilpraxis haben? Ofir, der Kreative, der Werbewelt adieu gesagt und seine Short storys veröffentlicht haben? Wird das Glück auf ihrer Seite sein. Die Wirklichkeit steuerbar?

Vier Jahre später ist nicht mehr wie es war, die Stimmung im Land ist explosiv, die Wünsche sind verweht, das Leben schmeckt anders.

So der Klappentext
Weiterlesen

> Die sterblich Verliebten < von Javier Marias

Unbezahlte Werbung

Der Autor Javier Marias schreibt seine Bücher mit Seele, er ist ein Seelenkenner . So fasziniert er mit seiner Philosophie und seiner sinnlichen Erzählkunst.

Madrid, ein Café: Jeden Morgen beobachtet Maria das perfekte Paar Louisa und Miguel. Sie ist gefangen von der zärtlichen Aufmerksamkeit der Liebenden. Doch dann geschieht etwas Schreckliches, und Maria gerät in einen Irrgarten aus Ahnungen und Verdächtigungen. Sie kennt die Liebe, sie kennt den Tod, aber kennt sie auch die Wahrheit?

So auf dem Buchrücken beschrieben
Weiterlesen

> Die grauen Seelen < von Philippe Claudel

Unbezahlte Werbung

Die grauen Seelen – ein dunkler, geheimnisvoller Seelenkrimi, der durch seine sprachliche Eleganz besticht.

Ein kleiner Ort im Osten Frankreichs, Dezember 1917. Jeder hat seinen Platz: der Staatsanwalt, der Polizist, der Gastwirt. Und alles geht seinen gewohnten Gang – ungeachtet des tausendfachen Sterbens an der nahen Front. Doch dann erschüttert ein einziger Tod das beschauliche Leben im Dorf. Die zehnjährige Tochter des Gastwirts, eine kleine Prinzessin, genannt Belle de jour, treibt erdrosselt in einem Kanal. Ein Mann versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch erst viele Jahre später gelingt es ihm, die Geschichte zu erzählen, zusammen mit allen anderen Geschichten, die untrennbar mit ihr verbunden sind : die des traurigen Staatsanwalts, der seine Tage allein auf einem Schloss verlebt; die der wunderschönen Lehrerin Lysia Verhareine, die alle mit ihrem Lächeln verzaubert und sich ihrem Geliebten zum Opfer bringt; die des bretonischen Deserteurs; die des sadistischen Richters; und zuletzt seine eigene, die auch nicht frei von Schuld ist…….

so der Klappentext
Weiterlesen

> Heute nicht < von Timon und Julian Meyer

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Mit Kinderbüchern ist es möglich, erwachsene Menschen wieder etwas in die Spur zu bringen, sie eventuell auch zu erden. So ein Kinderbuch in seiner Reinheit, birgt so schöne Emotionen in sich, dass manches Buch aus der Erwachsenenliteratur , wohl vor Neid erblassen könnte. Und selbstredend soll, darf, kann ein gutes Kinderbuch den Kindern eine wahre Freude bereiten. Genau so ein Buch, das all die genannten Facetten bedient ist > Heute nicht<.

Wer kennt das nicht: Das Lieblingsshirt ist in der Wäsche, Mittagsschlaf, wenns grad am schönsten ist, und ungeliebter Käse auf den geliebten Nudeln. Die Gründe, warum Kinder von einer Sekunde zur anderen zu Tode betrübt sind, sind zahllos. So geht es auch den Tieren in Timon und Julian Meyers wunderbarem Kinderbuch ›Heute nicht‹. Doch weil kein Kummer ewig währt und das nächste Abenteuer schon wartet, ist bald alles wieder gut.

So der Diogenesverlag
Weiterlesen

> Deutschlands Himmel < von Yvette Z`Graggen

Unbezahlte Werbung

Diesen Tipp bekam ich von Caroline Grafe vom https://litquartier.de/ Auf Instagram lud sie zum gemeinsamen Lesen dieses Büchleins ein. Wie es ankam, hier mehr dazu………………..

>Ich bin kein Verbrecher! <, schrieb der junge Deutsche Herbert 1946 an Yvette Z´Graggen. Sie hatte ihn kurz vor Kriegsausbruch in Genf kennengelernt, eine enge Brieffreundschaft verband sie seither. Doch nach 1950 wendet sie sich ab von Deutschland. Erst drei Jahrzehnte später wagt sie eine behutsame Wiederentdeckung, den Versuch einer Versöhnung: Mit dem Besuch der Gedenkstätten des deutschen Wiederstandes gegen den Nationalsozialismus in Berlin verändert sich allmählich Yvette Z`Graggens Bild von den Deutschen. Unerbittlich setzt sie sich mit der Vergangenheit und auch den Rissen in ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinander.

so auf dem Buchrücken beschrieben

Die Ich – Erzählerin Yvette Z`Graggens erzählt die Geschichte ihrer Jugend in den 1930 Jahren in Genf. Ihren Werdegang zur Schriftstellerin und nimmt sich des Themas Herkunft an. Bezeichnend für den Ursprung an Yvettes Z`Graggens großem Interesse an allem Deutschen, ist wohl der Umstand, dass der Vater ein Deutschschweizer und die Mutter in Genf geboren und beide auch Deutsch sprachen. Jedoch macht das junge Paar keine guten Erfahrungen, wenn sie in der Öffentlichkeit die deutsche Sprache anbringen. Daraufhin beschließen sie im Jahre 1922 nicht mehr deutsch zu sprechen.

Vor Ausbruch des 2.Weltkrieges lernt Yvette den jungen deutschen Herbert kennen. Mit ihm verbindet sie eine jahrelange Brieffreundschaft. Die Briefe von Herbert werden von Yvette geradezu analysiert. Will sie eine deutsche Seele ergründen?

Yvette Z`Graggen lässt uns an drei Phasen ihres Lebens teilhaben. Gekonnt bedient sie in dem gerade Mal 126 Seiten umfassenden Büchlein drei verschiedene Stilrichtungen: zum einen die Autobiografie, die Reportage in Form von recherchierten Daten und Ereignisse und die Interpretation, die sich im Briefwechsel mit Herbert widerspiegeln. Das Büchlein erweckt großes Interesse, gerade der Mittelteil, dort geht die Autorin in die Tiefe des Widerstandes und ihrer Opfer, zielt und trifft in Mark und Bein. Und gerade heute am 8.Mai – am Tag der Befreiung 1945 möchte ich diese Passage preisgeben:

Hitler selbst hatte kein Erbarmen mit dem Volk, das er ins Unglück gestürzt hatte und dem er die Schuld für die Niederlage gab. Am 19. März 1945, ein paar Wochen vor der Kapitulation, befahl er seinem Rüstungsminister Albert Speer, die Gebiete unter deutscher Kontrolle zu verwüsten. Mit folgenden Worten rechtfertigte er seine Entscheidung >Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. Es ist nicht notwendig, Rücksicht darauf zu nehmen auf das, was das Volk zum Weiterleben benötigt. Jene, die nach den Kämpfen übrig bleiben, sind ohnehin die Minderwertigen, denn die Guten sind gefallen.<

Seite 69 Anmerkung – Alle Zitate und Daten sind im Buch belegt

Für mich ist Yvette Z`Graggen eine absolute Neuentdeckung, die mich sehr neugierig auf ihre vielen anderen Werke zurück lässt. Große Leseempfehlung!

????von 5

Lenos Verlag / ISBN: 9783857878121 / 126 Seiten

Yvette Z’Graggen (1920–2012), aufgewachsen in Genf. Nach langjähriger Tätigkeit beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz war sie als Übersetzerin und als Mitarbeiterin von Radio Suisse Romande tätig. Mit vierundzwanzig Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Seither publizierte sie zahlreiche Werke – Romane, Erzählungen und Hörspiele –, von denen etliche ins Deutsche übersetzt wurden. Für ihr Werk wurde Yvette Z’Graggen mehrfach ausgezeichnet, u.a. erhielt sie 1951 für ihren Roman L’Herbe d’octobre (Oktobergras) und 1996 für ihr Gesamtwerk den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung sowie für die Erzählung Les Années silencieuses (Die Jahre des Schweigens) 1982 den Preis der Genfer Schriftstellergesellschaft. Ihr Roman La Punta wurde 1992 mit dem Prix des Auditeurs de la Radio Suisse Romande gewürdigt.

Quelle Lenos Verlag

Gabriela Mistral #nobelprizeforliteraturewoman

Netzfund ohne akurate Beschreibung

In der Reihe der Literaturnobelpreisträgerinnen ist der Monat Mai, Gabriela Mistral gewidmet. Beginnend mit einem kleinen Ausschnitt ihrer Vita. Ein Teil ihrer Gedichte folgt alsbald.

Der chilenischen Dichterin Gabriela Mistral wurde 1945 der Literaturnobelpreis zugesprochen. Dieser Preis war an sich dem designierten Preisträger, dem Franzosen Paul Valery zugedacht. Doch der Tod raffte ihn vorzeitig dahin. Die Ehrung für Gabriele Mistral, blieb zu dieser Zeit, in Anbetracht der harten Lebensumstände in den Ländern vieler Kontinente, eher verhalten. Doch ganz Lateinamerika feierte ihre > göttliche Gabriela<.

Die Begründung der Jury, der schwedischen Akademie lautete wie folgt: >Der Preis wurde ihr für ihre von starken Gefühlen getragene Lyrik verliehen, die ihrem Dichternamen zu einem Symbol für die ideellen Bestrebungen der ganzen lateinamerikanischen Welt gemacht hat <.

Weiterlesen

> Wir holen alles nach < von Martina Borger

Rezensionsexemplar – unbezahlte Werbung

Wie geht man mit Verdachtsmomenten um? Wann entscheide ich richtig und wann falsch? Ist es gut Vermutungen preis zu geben?

Job und Kind unter einem Hut – die alleinerziehende Sina jongliert damit seit Jahren. Seit kurzem wird sie von ihrem neuen Partner Torsten dabei unterstützt. Und sie haben Ellen, Ende sechzig, die sich für Nachhaltigkeit einsetzt und das hat, was sich Sinas Sohn Elvis so wünscht: Zeit, Geduld – und einen Hund. Doch dann widerfährt dem sensiblen Jungen etwas Schlimmes. Da er sein Geheimnis nicht preisgibt, spinnt sich ein fatales Netz aus Gerüchten um die kleine Patchworkfamilie.

So auf dem Buchrücken beschrieben
Weiterlesen

© 2024 tausendléxi

Theme von Anders NorénHoch ↑