Literatur & Zeitgeschehen

Autor: sabinekrass (Seite 2 von 53)

> Franziska Linkerhand < von Brigitte Reimann

Mit der Autorin Nikoletta Kiss lese ich nun seit Beginn dieses Jahres den Roman. Wir haben ihn in drei Abschnitte unterteilt und hatten die Tage den ersten Teil diskutiert.

Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir lernen die Familie Linkerhand kennen. Der Vater ist Verleger und ein in der Familie eher wortkarger Mann ohne große Gefühlsäußerungen. Die Mutter erscheint das genaue Gegenteil zu sein. Sie ist scharfzüngig und geht ihren Kindern Wilhelm und Franziska mit ihrer Bigotterie auf die Nerven. Franziska verehrt ihren großen Bruder. Er ist intelligent, charmant und gibt ihr die Portion an Fürsorge die sie benötigt. Die Kinder reifen heran in den Zeiten des immer mehr aufkeimenden Sozialismuses. Franziska und Wilhelm stehen voll und ganz zu dieser politischen Haltung. Doch dann ist Franziska allein auf sich gestellt und versucht eine erfolgreiche Architektin zu werden. Auch tritt ein neuer Mann in ihr Leben, Ben.

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> Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd < von Charlie Mackesy

Es gibt gewisse Bücher, die eignen sich sehr gut zum Verschenken. An liebe Menschen, die dieses Buch gerade wohl gut gebrauchen können, oder einfach an sich selbst. Ich habe mir dieses besondere Buch selbst geschenkt. Ob ich es brauche? Sicher, immer wieder!

Ein Junge trifft einen Maulwurf, gemeinsam retten sie einen Fuchs und ein Pferd stößt dazu. Alle vier sind einsam, doch von nun an bilden sie eine Gemeinschaft, die sich durch die Fragen des Jungen immer näherkommt.

>Was ist für dich die grösste Zeitverschwendung? < >Mich mit anderen vergleichen<, sagte der Maulwurf.

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> Kindheit <

Stumme Schreie dringen durch die dicken Wände 

Du bist allein und mitten im tosenden Krieg 

Sie prasseln gewaltsam, diese mächtigen Hände 

Du schweigst, denn dies ist dein geheimer Sieg 

~

Dann ist es vorbei, besiegelt mit hässlichen Worten 

Du liegst am Boden uns spürst deine schmerzliche Pein 

Du flüchtest im Traume zu liebevollen Seelenorten 

Denn du bist hier falsch, willst hier niemals sein. 

~

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> Du <

Du bist alles, was ich niemals vermochte zu empfangen 

Liebe und Vertrauen, sie waren nur eine einsame Hülle 

Viele Jahresringe der Leere sind peinvoll vergangen 

Doch durch dich bin ich versöhnt und spüre die Fülle 

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> Wenn du wiederkommst < von Anna Mitgutsch

Zu Beginn des Romanes sitzen die Ich-Erzählerin und ihr Ex-Mann Jerome gemeinsam auf einer Bank an einem Teich. Sie haben einen schönen Tag zusammen verbracht und genießen die Zweisamkeit. Vor vielen Jahren hatten sie sich getrennt, doch nie wirklich für immer. Es bestand immer ein Band zwischen ihnen und nicht nur ihrer gemeinsamen Tochter wegen. Jerome, ein ehemaliger Anwalt mit jüdischer Wurzel lebt in Amerika, die Ich-Erzählerin in Europa. Beide haben ihre Lebenserfahrungen gemacht und Jerome, der ewig Untreue, offeriert seiner Geliebten, den Wunsch doch beim nächsten Besuch bei ihm für länger zu bleiben. Vielleicht auch für immer?

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#introspektivminiaturen Montagswort der #prosaistinnen #prosaminiatur / Mosaik

Das Leben gleicht einem Mosaikbildnis. Große, mittlere und kleine bunte Steinchen fügen sich zu etwas Besonderen zusammen. Jedes Sein beinhaltet verschiedene Ornamente. Die großen Stücke spiegeln die bedeutsamen Ereignisse des Lebensweges, ganz gleich ob sie positiv oder schmerzhaft besetzt sind. Die Mittleren fungieren als Stütze und die Kleinen als wichtiges Bindeglied. Sie alle zusammen ergeben das Leben eines Menschen in all seinen Farben und Facetten. Doch liegt es in uns, ob dieses Mosaik farbenprächtig und kreativ verziert wird. 

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> Alles liegt in uns <

Ein zarter Kuss auf die Stirn sagt mehr als tausend Worte

Eine unverhoffte Umarmung vermag Großes zu bewirken

Alles liegt in uns, doch wir sind ständig auf der Suche

@SP

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> Was fehlt dir < von Sigrid Nunez

>Was fehlt dir < von Sigrid Nunez ist mein erstes gelesenes Buch des neuen Jahres 2022. Keine leichte Kost, denn hier geht es um den Tod. Ein Thema vor dem wohl viele zurückschrecken.

Der Inhalt: Die Erzählerin wird von einer Freundin gebeten, sie die letzte Zeit bis zu ihrem Tode zu begleiten. Die Freundin hat Krebs im Endstadium. Sie möchte jedoch auf ihren Tod nicht bis zuletzt warten, sondern ihr Leben vorzeitig mit Medikamenten beenden. Die Erzählerin hat zuerst starke Zweifel, ob sie dieser immensen Aufgabe gewachsen ist, willigt jedoch dann ein. So verbringen die beiden Frauen von nun an viel Zeit miteinander und wachsen emotional noch fester zusammen.

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> Jahreshighlight <

>Astragalus< von Albertine Sarrazin, steht für eine Vielzahl sehr guter Bücher die ich im Jahre 2021 gelesen habe. Doch dieses Buch bedarf einer besonderen Würdigung. Es steht für die Macht der Wörter, denen es gelingt, einen Roman zu etwas Außerordentlichen zu verhelfen. 

In diesem Jahr hat sich mein Literaturgeschmack verändert. Ich bin auf der ständigen Suche nach Tiefe und Sinnhaftigkeit, auch zieht es mich immer wieder magisch in und um die Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges und ziehe Vergleiche in die heutige Zeit. Das mag wohl auch daran liegen, dass ich mich mit der ungeheuerlichen Thematik des Faschismus beschäftige. Ich werde es hier nicht näher ausführen. Vielleicht einen Satz dazu: bleibt wachsam und engagiert euch. #noafd

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> Lasst uns tanzen und Champagner trinken trotz alledem! < von Michaela Karl

Eine Biografie über Isadora Duncan (1877 – 1927) und gleich vorweg, dieses Leben von gerade Mal fünfzig Jahren, hätte absolut für mehrere Leben gereicht.

Die junge Avantgardetänzerin Isadora revolutioniert mit ihrem ästhetischen Ausdruckstanz die Theaterwelt. Doch sie spaltet auch damit. Zum einen zeigt sie viel nackte Haut und zum anderen fällt sie ganz und gar durch das klassische Raster. Diese Rebellin, mit großem Hang zu Champagner und falschen Männern, ist ein unbeugsames Stehaufmännchen. Ihr Leben verläuft in einer haltlosen Fahrt mit der Achterbahn der Emotionen und des Erfolges. Mal schwimmt sie im Geld, dann wiederrum ist sie arm wie eine Kirchenmaus. Große Männer ihrer Zeit liegen ihr zu Füßen, wie Auguste Rodin oder Paris Singer. Wo Isadora ist, ist auch das haltlose Leben.

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