Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: September 2021 (Seite 1 von 3)

#introspektivminiaturen Montagswort der #prosaistinnen #prosaminiatur / Horst

Foto von Pinterest

Es ist kurz nach acht Uhr, als ich an die Zimmertüre klopfe. Ich vernehme ein > Herrein <. Ein freudestrahlender älterer Herr sitzt in seinem Bett und frühstückt. Der Hefezopf mit Butter und Marmelade ist in mundgerechte Stücke geteilt. Der Kaffee lässt kleine Dampfwölkchen nach oben steigen. Mein Gegenüber grinst mich erwartungsvoll an. > Guten Morgen, Horst! Hast du gut geschlafen?< Und er antwortet mir wie jeden Morgen, wenn es ihm passabel geht. > Ja, mein Schatz<. Wir blicken uns freudig in die Augen. Dann gehe ich weiter zum nächsten Zimmer.

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> Du bist nicht mehr………………<

Mein Herz ist schwer, die Hoffnung dahin. Der Mut hat mich verlassen.

Du bist nicht mehr, es ist ohne Sinn. Ich kann es garnicht fassen.

Schön war es mit dir, auch wenn nicht lang. Die Zeit flog rasch sohin.

Es kam die Angst, die uns verschlang. Der Sinn besteht worin?

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> Die langen Abende < von Elizabeth Strout

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Schon mit > Blick aufs Meer < durften wir die kauzig schrullige Olive Kitteridge näher kennenlernen. Hier in > Die langen Abende < begleiten wir sie wieder ein Stück ihres Weges .

Olive hat ihren Mann verloren und weiß damit nach außen hin gut umzugehen. Doch sie fühlt sich einsam, wie auch verwitwete Jack. Die beiden ziehen zusammen und heiraten. Olive und Jack sind so um die 70. ihre Kinder aus 1. Ehe sehen dem Ganzen eher misstrauisch gegenüber. Doch die Frischvermählten gegen gemeinsam ihren Weg und genießen die Annehmlichkeiten des Lebens. Sie führen eine passable Ehe. Nur bei kleinen Disputen wünschen sich beide ihre vorigen Ehepartner zurück.

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Neuheiten aus dem Alfred Kröner Verlag

Rezensionsexemplare – Unbezahlte Werbung

Diese zwei Neuheiten möchte ich gerne vorstellen. Zum einen den > Gedichtekalender 2022 <:

Das sind – außer dem attraktiven Deckblatt – 24 Gedichtblätter in faksimilierter Abschrift. Und mit einer Extraseite dazu: Alle Gedichte auch im zweifelsfrei lesbaren Schriftsatz.
Mit zwei Blättern für jeden Monat. Und mit Gedichten von Ernst Blass, Anna Breitenbach, Richard Dehmel, Emily Dickinson, Joseph Eichendorff, Robert Gernhardt, Johann Wolfgang Goethe, Andreas Gryphius, Friedrich Hölderlin, Mascha Kalèko, Kurt Marti, Christoph Meckel, Sappho, Walle Sayer u.v.a.m
Ein besonderer Kalender für Freundinnen und Freunde ausgewählter Poesie – und einer ausgeprägten Handschrift. Ein Schmuckstück.

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> Die Tränen des Himmels <

Der Himmel lies sanft seine Tränen nieder.

Die Blätter der Bäume wogten sich leicht.

Die Trauer umarmte mich wieder und wieder.

Mein Gedanke an die glücklichen Tage verbleicht.

Sabine Poulou

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Erich Maria Remarque ~ 1898 – 1970

Am 25. September 1970 verstarb Erich Maria Remarque in Locarno – Schweiz. An seinem 51. Todestag möchte ich gerne an diesen großartigen Schriftsteller erinnern. Erich Maria Remarque war Sportjournalist und Werbetexter als ihm im Jahre 1927 mit > Im Westen nichts Neues < der große Durchbruch gelang. Dies brachte ihm finanziellen Erfolg, Weltruhm und den Hass der Nazis ein. Auf Druck der letzt Genannten lässt er sich in Ascona – Schweiz nieder. Dort überarbeitet er auch sein fertiggestelltes Manuskript > PAT <, das dann zu > Drei Kameraden wird. Die Erstveröffentlichung erfolgte 1936. > Das gelobte Land < war Erich Maria Remarques letzte Veröffentlichung 1970.

Seine Bücher sind geprägt von seinen persönlichen Wahrnehmungen. 16 Romane wurden veröffentlicht. Einige erst posthum. Sein Sprachstil ist gehoben, sensibel und beeindruckend. Erich Maria Remarque war ein Lebemann, er liebte den Alkohol und die Frauen. Marlene Dietrich war eine von ihnen. Doch er war auch sehr großzügig und hilfsbereit. In der Zeit um den 2. Weltkrieg gab er vielen verfolgten Künstlern finanzielle Unterstützung. Meine Hochachtung!

>Nichts nützt so wenig wie die Reue. Man kann nichts bereuen. Man kann nichts korrigieren. Wenn wir das könnten, wären wir alle Heilige. Das Leben hat niemals darauf abgezielt, dass wir perfekt sind. Wer perfekt ist, sollte in einem Museum ausgestellt werden.< Zitat von Erich Maria Remarque – Quelle unbekannt .

#introspektivminiaturen Montagswort der #prosaistinnen #prosaminiatur / Verfallsdatum

Die Sonne ließ ihre messingfarbenen Strahlen auf uns nieder. Mein Blick schweifte in unsere kleine Runde. Vanessa erzählte pointiert eine amüsante Anekdote. Ein lautes Auflachen von Natalie erklang, gefolgt mit einem Schlag auf ihren Schenkel. Melissa hielt sich kerzengerade auf ihrem Stuhl und verfolgte mit einem Grinsen im Gesicht, die Gestiken der Fabulantin. Die vierte Person dieses Quartetts, Max, warf ein paar Spitzfindigkeiten, hie und da in die Mitte. Das war einer dieser vergnüglichen und herzergreifenden Momente, wo ich mir wieder bewusst wurde: Die Liebe zu den Kindern besitzt niemals ein Verfallsdatum.

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Ein neuer Fall für Jackson Lamb

Mick Herron hat seinen Vierten Spionagethriller > Spook Street < auf den Weg gebracht. Erscheinungsdatum 29. September 2021. Um was geht es genau? Die > Slow Horses < sind ausgemusterte Agenten des MI5. Sie waren mit diversen Fällen betraut und haben diese schlichtweg verbockt. Nun, dieser wilde Haufen wird allem voran von Jackson Lamb angeführt. Nein, er ist nicht der gut aussehende, durchtrainierte James Bond Verschnitt. Sondern das genaue Gegenteil. Jedoch zeichnet sich Jackson Lamb durch ein besonderes Prädikat aus: Er ist ein unglaublich gewiefter Kopf. Wir dürfen wiederum sehr gespannt sein. Bald mehr dazu.

Ja, und hiermit möchte ich einfach mal dem @diogenesverlag Danke sagen. Jede Anfrage wird bedient. Ich fühle mich so gut aufgehoben. Herzlichen Dank!

  • Spook Street
  • Mick Herron
  • Spionagethriller
  • Diogenes Verlag
  • ISBN: 9783257300840
  • 455 Seiten
  • Übersetzt von Stefanie Schäfer

Sieh………

Sieh, ich bin traurig und allein und meine Hülle ist verwelkt.

Sieh, das ist alles nur noch mein, es ist meine Welt, die so zerfällt.

Sieh, ich erkenne dich nicht und ich rede wieder wirr.

Sieh, dass es mir das Herz zerbricht, wenn du glaubst ich sei nun irr.

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>Drei Kameraden< von Erich Maria Remarque

Durch >Ascona< von Edgar Rai bin ich auf >Drei Kameraden< von Erich Maria Remarque aufmerksam geworden. Und wieder las ich dieses Buch gemeinsam mit @sandras_denkzeiten und abermals hatten wir gut gewählt. Schon der erste Absatz des Romans klang verheißungsvoll:

>Der Himmel war gelb wie Messing und noch nicht verqualmt vom Rauch der Schornsteine. Hinter den Dächern der Fabrik leuchtete er sehr stark. Die Sonne musste gleich aufgehen. Ich sah nach der Uhr. Es war noch vor acht. Eine Viertelstunde zu früh.<

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