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Literatur & Zeitgeschehen

Monat: November 2019 (Seite 1 von 2)

> Der unsichtbare Roman < von Christoph Poschenrieder

Rezensionsexemplar – unbezahlte Werbung

Der Bestsellerautor Gustav Meyrink erhält 1918 ein außergewöhnliches Angebot vom Auswärtigen Amt in Berlin. Gegen ein stattliches Honorar soll Gustav Meyrink einen Roman schreiben. Einen Roman über die Schuldfrage betreffend des 1. Weltkrieges. Die Freimaurer, die sollen es gewesen sein, sie sollen alle Schuld dieses Krieges tragen. Nun die Richtschnur, über die ist sich der vermeintliche Autor gewiss, doch plagen ihn große Zweifel. Er soll die Schuld belegen. Doch all seine Bedenken werden unter der Honorarsumme gedämmt. Er nimmt den Auftrag an.

Und <, sagt Meyrink, > warum die Freimaurer? Glauben Sie denn sie Freimaurer hätten all dies angezettelt? < > Darauf kommt es nicht an. Ich bin Beamter. Da gibt es Weisungen. Weisung kommt von Weisheit, und die kommt – von oben. Wenn Sie den kleinen Scherz ertragen. Danke sehr.<

( Seite 75 )
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< Nie wieder sprachlos < von Michael Ehlers

Rezensionsexemplar – unbezahlte Werbung

Mehr Sicherheit und Erfolg durch eindeutige Sprache und klare Haltung.

Sie kennen das? Alltagssituationen, die Sie im wahrsten Sinne des Wortes > sprachlos < machen? Sie werden ungerecht behandelt und finden keine Worte, sich zu wehren? Sie möchten etwas ganz anderes als diejenigen, mit denen Sie unterwegs sind, trauen sich nicht, das auch zu sagen? Sie haben Streit mit jemandem, wissen aber nicht, mit welchen Worten Sie wieder aufeinander zugehen können? ( Quelle ein Teil des Klappentextes )

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> Dunkles Gold < von Mirjam Pressler

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Gold, Silber, Edelsteine und ein kostbarer Hochzeitsring – Laura lässt das Geheimnis, das den mittelalterlichen jüdischen Schatz von Erfurt umgibt, nicht mehr los. Sie taucht ein in das Schicksal von Rachel und Joschua, die 1349 zusammen mit ihrem Vater vor den Pestpogromen fliehen mussten. Nur im Herzen durften sie noch Juden sein. Vielleicht ist es die ergreifende Geschichte einer Flucht, weshalb Laura gerade jetzt Alexej begegnet, der viel lieber verschweigen möchte, dass er Jude ist. Erst allmählich versteht Laura, was das eine mit dem anderen zu tun hat, in wie viele Fettnäpfchen man treten kann, wenn man sich in einen Juden verliebt, und was es bedeutet jüdisch zu sein. ( Quelle Klappentext )

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> Das große Heft < von Agota Kristof

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In den Wirren des Zweiten Weltkrieges bringt die Mutter ihre Zwillingsjungen, aufs Land, zu ihrer eigenen Mutter. Der Plan: Die Jungen sollen hier diese furchtbare Zeit lebend überstehen können. Die Großmutter der Jungen zeigt sich als eine gefühllose und unbarmherzige Frau. Im Dorf nennt man sie nur > Die Hexe <.

Die Zwillinge sind zwei kleine Jungen, die mit ihrer überaus intelligenten Hellsichtigkeit sich für ihr weiteres Leben wappnen wollen. Sie werden zu gefühlskalten Überlebensprofis. Mit Übungen zur Abhärtung des Geistes, des Körpers und auch der Übung in Grausamkeit verbringen sie ihre Tage in der Symbiose des daseins als Zwilling. Alle Übungen und Erfahrungen werden schriftlich in einem Heft festgehalten.

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> Gescheckte Menschen < von Hugo Hamilton

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Hugo Hamilton, ein kleiner Junge, wächst in Irland auf. Doch er geht jeden Abend in Deutschland zu Bett und steht am anderen Morgen wieder in Deutschland auf. Hugo und seine Geschwister sind – breac – gescheckt. Dies bedeutet eine Mischung verschiedener Elemente, die zu einem Ganzen zusammen gefügt wurde. Die Mutter der Kinder stammt aus Deutschland, der Vater ist ein überaus national gestimmter Ire, der alles Englische aus seiner Familie, seinem Haus und seinem Umfeld fernhalten will. Auf Biegen und Brechen.

Wenn du klein bist, weißt du nichts. Du weißt nicht, wo du bist oder wer du bist oder welche Fragen du stellen musst. ( Seite 8 )

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#autorinnenschuber

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Nicole Seifert vom https://nachtundtag.blog/ ruft in den social media Kanälen zum Autorinnenschuber auf. Dem liegt folgendem Anlass zu Grunde: Die Süddeutsche Zeitung hat eine neue Edition auf den Weg gebracht – zehn Romane der Weltliteratur in einem Schuber. Das liest sich doch erstmal recht interessant, wenn da nicht ein Umstand wäre, der zugegebener Maßen ganz schön schmerzt. In diesem besagten Schuber befindet sich nicht ein Roman von einer Frau. Nein, es sind alles Romane von Männern. Willkommen Süddeutsche Zeitung im Jahre 2019!

Nun sind viele Literaturbegeisterte, Nicole Seiferts Aufruf gefolgt und präsentieren zehn Romane von Frauen. Tolle Aktion!

> Einmal Erde und zurück < von Charles Lewinsky

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Aus heiterem Himmel platzt ein 499 – Jahre altes Kind in die Wohnung des Ich – Erzählers. Das alte Kind kommt von einem fernen Planeten. Auf diesem Planeten werden die Menschen im Laufe ihres Lebens nicht erwachsen, sie werden zum Kind und dadurch zu vernünftigen Wesen.

> Die Reiseziele wurden ausgelost<, erklärte mir das alte Kind. > Ich hatte Pech und habe nur die Erde gezogen. Dabei wäre ich viel lieber zum Planeten Klipperkamp gefahren. Dort haben die Leute zwei Köpfe, und das ist viel weniger langweilig. Wenn der eine schläft, kann man sich mit dem anderen weiter unterhalten.<

Ich war ein bißchen beleidigt,………………

( Seite 26 )

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Gedichte von Gottlob Haag 6.0 > Einstweilen <

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Einstweilen

Den Tag zu Ende gebracht,

haben wir den Abend

nach Hause getragen.

Wir verweigern der Zeit

den Gehorsam,

die draußen die Stimmen

der Passanten

gegen Mitternacht reitet.

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> Ein Kind Gottes < von Cormac McCarthy

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Lester Ballard ist ein Ausgestoßener. Die > normale < Gesellschaft hat ihn ausgespuckt, wie den Speichel vom kauen des Kautabaks. Lesters Vater hat sich suizidiert, seine Mutter sucht das Weite. Er ist allein, kennt keine Regeln. Er lebt in seiner eigenen Welt, eine Welt ohne positive Gefühle, ohne Empatie. Lester kennt die Sprache der Gewalt, die ohne zu zögern und ohne jegliche Hemmungen bedient.

Cormac McCarthy erzählt seine Story im Tennessee der sechziger Jahre. Er zeichnet ein Leben ohne wirkliche Perspektive und vermag Szenen, detailreich und furchteinflößend zu beschreiben. Manche Ereignisse sind für mein Empfinden, grenzwertig und oftmals ungemütlich. Und dennoch spiegelt dies die Stimmung, die Grundhaltung von Lester Ballards Leben und seiner Umgebung wieder.

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Gedichte von Gottlob Haag 5.0 > Auf dem Dorf <

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Auf dem Dorf

Abschied nehmen

ist wie leises Sterben.

Die vertrauten Dinge fallen

der Vergänglichkeit anheim.

Biete einem Jüngeren

deinen Gruß,

und du hast Glück

wenn er dir dankt.

 

Es ist an der Zeit

sich von den alten,

liebgewordenen Gewohnheiten

des Umgangs

unter – und miteinenader

zu verabschieden,

weil mit zunehmend,

wachsenden Wohlstand,

die Welt immer ärmer

und unmenschlicher wird,

selbst auf dem Dorf.

 

Aus Abschied nehmen ist wie leises Sterben von Gottlob Haag. 1986 im Eppe Verlag erschienen. ISBN: 3890892051 / Seite 72
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