Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: Januar 2022 (Seite 1 von 2)

> Die Schlange im Wolfspelz < von Michael Maar

Das Geheimnis großer Literatur

Was ist das Geheimnis des guten Stils, wie wird aus Sprache Literatur? Dieser Frage geht Michael Maar in seinem Haupt- und Lebenswerk nach, für das er vierzig Jahre lang gelesen hat. Was ist Manier, was ist Jargon, und in welche Fehlerfallen tappen fast alle? Wie müssen die Elementarteilchen zusammenspielen für den perfekten Prosasatz? Michael Maar zeigt, wer Dialoge kann und wer nicht, warum Hölderlin über- und Rahel Varnhagen unterschätzt wird, warum ohne die österreichischen Juden ein Kontinent des Stils wegbräche, warum Kafka ein Alien ist und warum nur Heimito von Doderer an Thomas Mann heranreicht. In fünfzig Porträts, von Goethe bis Gernhardt, von Kleist bis Kronauer, entfaltet er en passant eine Geschichte der deutschen Literatur.( Ich erlaube mir hier den Klappentext zu übernehmen, besser geht es nicht.)

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#introspektivminiaturen Montagswort der #prosaistinnen #prosaminiatur / Nackt

Wie betäubt sieht sie ihn mit großen, ungläubigen Augen an. Sie versucht diese einzelnen Worte von ihrem Magen langsam in Richtung ihres Kopfes zu steuern, um irgendwie diese Wucht und die Tragweite zu erfassen.

Ist es wahr, dass er ihr diese Vielzahl an Buchstaben entgegen geschleudert hat wie einen großen Medizinball, den sie nicht auffangen kann und dann schwerfällig zu Boden fällt. Nur einzelne Bruchstücke sind in ihrem Kopf gelandet. Mehr ist irgendwie nicht angekommen, obwohl er vieles gesagt hat. Dies mag vielleicht daran liegen, dass seine Stimme sehr laut und vorwurfsvoll war. Und seine Augen starrten durch sie durch. Diese dunkelbraunen Augen waren wie bedrohliche Wurfgeschosse und seine Stimme klang wie das Geräusch einer Bombardierung. Sie fühlt sich entblößt, nackt und schutzlos.

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> Wann nur? <

Die Menschen und ihre Meinungen sind wie ein glühend heißes Eisen 

Gemeinsam taumeln sie nun haltlos durch die chaotischen Zeiten 

Wann wird man uns nun endlich einen sicheren Weg weisen? 

Wann nur werden wir wieder in unseren geliebten Kosmos gleiten? 

Wann nur.……..Wann nur……..Wann nur……

@SabinePoulou

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> Die Verbannte < von Ismail Kadare

Zu Beginn steht auf einer Seite zu lesen: Den albanischen Mädchen gewidmet, die in der Verbannung zur Welt kamen, aufwuchsen und zu Frauen wurden.

Der Roman spielt in den 80er-Jahren in Albanien. Menschen verschwinden auf einmal spurlos. Man kann niemandem vertrauen. Telefonate werden abgehört und die Kaffeehäuser sind gut verwanzt. In dieser Zeit der politischen Verwicklungen, beginnt der arrivierte Autor Rudian Stefa eine Affäre mit der jungen Migena. Eines Tages wird er vor die Ermittlungskommision geladen. Doch um diese Beziehung geht es wohl nicht, nein, es geht um eine Widmung in seinem neusten Buch. Noch kann er nicht ahnen in welche politischen Verwirrungen er da geraten ist. Alles bleibt vage, auch könnte seine Affäre eine Spitzelin sein.

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> Die schlafenden Hunde <

Die Dunkelheit verwischt sanft den Tag

Menschen mit Kerzen im Stelldichein

Fast friedlich im Schein, der Auftrag

Doch unter ihnen die noch schlafenden Hunde

Sie ticken, Zeitbomben, lauern ihrer Stunde.

@SP

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> Ti amo < von Hanne Ørstavik

Hanne Ørstavik erzählt in ihrem autobiographischen Roman über den Verlust ihres Mannes. Das Paar ist noch nicht lange zusammen. Hanne ist zu ihm nach Italien gezogen und lebt sich gut ein. Er, ein italienischer Verleger, bekommt 2018 eine Krebsdiagnose. Hanne weiß von den Ärzten, dass ihr Mann sterben wir. Es beginnt eine Zeit des Hoffens und Bangens. Der Tod steht zwischen dem Paar. Während sie diese Zeit immer wieder reflektiert, scheint er den nahen Tod ignorieren zu wollen. Beider Leben hat sich in kürzester Zeit entschieden verändert. Er kann sein bisheriges Leben nur noch sehr eingeschränkt führen, da die Therapien und die Medikamente, ihm die Kräfte schwinden lassen. Doch er nimmt dies wohl alles demütig in Kauf. Sie beobachtet und schreibt ihre Wahrnehmungen nieder.

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> Gemeinsam <

Du redest von Demokratie und legst dich quer

Das tut mir weh. Willst du die Welt verbiegen?

Woche um Woche werdet ihr immer mehr.

Komm besinn dich! Gemeinsam sollten wir die Pandemie besiegen.

@SP

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> Was bleibt, wenn wir sterben < von Louise Brown

Innerhalb weniger Monate verliert die Journalistin Louise Brown ihre Eltern. Ein schwerer Schlag, doch wie kann sie mit diesem Verlust umgehen. Der Tod wurde in der Herkunftsfamilie von ihr ferngehalten. So wird sie völlig unvorbereitet in den Schmerz der Trauer hineingerissen.

Der Tod gilt in unserer heutigen Gesellschaft immer noch als Tabuthema. Die Scheu und die Angst steht im Vordergrund. Louise Brown hat nach einem Jahr Trauerzeit, sich der Thematik angenommen. Sie, als Journalistin hinterfragt und sucht die Fakten zusammen. So auch in Bezug auf den Tod und die Trauer. Sie ging sogar noch weiter und wurde Trauerrednerin.

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> In deinen Augen <

Ein zarter Hauch von einem Flirt streichelt meine Seele.

Du blickst mir erwartungsvoll in die Augen.

Und ich, ich schaue tief in dich hinein.

In deinen Augen will ich wohnen.

@SP

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#introspektivminiaturen Montagswort der #prosaistinnen #prosaminiatur / Verpetzt

Mein Plan war ausgeklügelt, ich hatte mich in der üppigen Hainbuche versteckt. Es war nicht gerade leicht gewesen am Baumstamm nach oben zu gelangen. Doch nun war ich sehr stolz auf mich, dies geschafft zu haben. Leider nicht ohne einige Blessuren. Meine nackten Beine waren total zerkratzt, kleine rote Straßen verliefen von den Schienbeinen bis zu den Oberschenkeln. Das gleiche Bild zeigte sich an meinen Unterarmen, der rechte Ellbogen wies eine offene Wunde auf, sie glich einem Krater mit bräunlichen, zackigen Rand.  Von dem Schmerz ganz zu schweigen.  

Plötzlich hörte ich heranschleichende Schritte. Sie kamen immer näher. Mein Herz pochte wild bis in den Hals. Eine Stimme schrie> Ich hab dich Paul! <. Und mein Entdecker lief weiter. Frustriert sprang ich vom Baum und als ich aufblickte, stand meine kleine Schwester Ella vor mir. Wir schauten uns in die Augen und ich wusste, sie hatte mich verpetzt. Doch dann lächelte sie und ihr Lächeln machte meine Welt wie immer wärmer. 

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