Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: Juli 2021 (Seite 1 von 2)

> Die Frauen < von Evie Wyld

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Evie Wyld beschreibt in ihrem Roman > Die Frauen < drei Frauenschicksale, die auf geheimnisvolle Weise miteinander verknüpft sind.

Die junge Sarah wird im 18. Jahrhundert als Hexe beschuldigt. Ihr Vergehen: Sie ist sehr schön und lebt mit der Natur im Einklang. Dies gefällt der Männerwelt ganz und gar nicht.

Ruth zieht nach dem 2.Weltkrieg, frisch verheiratet, mit ihrem Ehemann und dessen Söhne aus erster Ehe, in ein Haus am Bass Rock. Die zwei Jungen kommen in ein Internat, um aus ihnen echte Männer zu machen. Ruths Ehemann Peter ist beruflich viel in London, er schiebt berufliche Termine vor und so ist sie meist alleine in diesem unheimlich großen Haus. Einzig ihre Haushälterin Betty und der Alkohol werden ihr eine große Stütze.

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> Das Nest < von Katrine Engberg

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Der fünfzehnjährige Oscar Meyer-Hoff wird vermisst. Die Eltern, beides Galeristen, schalten die Polizei und somit Jeppe Kørner und seine Partnerin Anette Werner ein. Die Suche läuft auf Hochtouren, man vermutet, dass Oscar entführt worden ist. Da es schon mehrere Drohbriefe in der Vergangenheit an die Familie gab. Jeppe und Anette befragen Freunde und Klassenkameraden von Oscar, doch sie bekommen keinen entscheidenden Hinweis. Die Zeit läuft rasant weiter und den Ermittlern irgendwie davon. Was ist mit Oscar, lief er ohne ersichtlichen Grund davon, wurde er gekidnappt oder ist ihm gar etwas Schlimmes zugestoßen. Die Familie Meyer-Hoff steht unter enormen Schock.

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#introspektivminiaturen Montagswort der #prosaistinnen #prosaminiatur / Goldrand

Foto von Pinterest

Bert stand in der großen Wohnküche und trocknete die Weingläser sehr behutsam ab. Es waren zwei, um genau zu sein. Jeden Morgen machte er sich daran und polierte sie auf Hochglanz, kein Wasserfleck war vor ihm sicher. Seine Frau Ruth hatte dies zuvor gute fünfzig Jahre lang getan. Sehr lange Zeit, zuerst an den Wochenenden, dann, als beide in ihrem wohlverdienten Ruhestand waren, gönnten sie sich jeden Abend ein Gläschen oder auch gerne zwei.

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> Was Demenz uns über die Liebe sagt < von Nicci Gerrard

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Gleich vorweg: Das ist eines der besten Bücher, wenn nicht sogar das beste Buch über ein zunehmend wichtiges Thema, um das Krankheitsbild Demenz.

Nicci Gerrard, schreibt mit ihrem Mann Sean French, Kriminalromane und Thriller. Dieses Buch, dass sie hier unter ihrem Klarnamen veröffentlichte, ist wohl ihr persönlichstes Buch. Denn darin sind ihre Erinnerungen an ihren Vater, der zehn Jahre an Demenz litt, beinhaltet. Doch auch andere Betroffene und ihre Angehörigen hat Nicci Gerrard besucht und begleitet. So entstand dieses sehr einfühlsame, fundierte und immens wichtige Buch.

Hier ein paar Textsplitter dazu:

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#showthreequotes – aus > Der Fuchs war damals schon der Jäger

Wir lesen Bücher, wir beurteilen sie und legen sie ab. Das war es, schöne oder wenige schöne Gedanken an das gelesene Buch bleiben zurück. Doch was geschieht mit den vielen schönen Zitaten, der geschmeidigen Wortakrobatik, der kunstvoll geformten Buchstabengeflechte? Sie bleiben dann verschlossen und bald schon vergessen. Diesem eher bedrüblichen Umstand möchte ich mit #showthreequotes entgegentreten. Seid gespannt oder noch besser, macht mit!

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>Flüche sind kalt. Flüche brauchen keine Dahlien, kein Brot, keine Äpfel, keinen Sommer. Sie sind nicht zum Riechen und zum Essen. Nur zum Wirbeln und flachen Hinlegen sind Flüche, zum kurzen Toben und langen Stillhalten. Sie senken das Klopfen der Schläfen in die Handgelenke und heben den dumpfen Herzschlag ins Ohr. Flüche steigern sich und würgen sich. Wenn Flüche gebrochen sind, hat es sie nie gegeben.< – Seite 8

>Adina trug das Sommerkleid mit den fallenden Bäumen mehrere Sommer. Sie wuchs, und das Kleid wurde jeden Sommer kürzer. Und die Baumkronen hingen alle Sommer nach unten und blieben schwer.< – Seite 16

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>Denk dir ein Wunder aus < von Else Lasker-Schüler #lyricmonday

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Weltschmerz

 

Ich will in das Grenzenlose
Zu mir zurück,
Schon blüht die Herbstzeitlose
Meiner Seele,
Vielleicht ists schon zu spät zurück.
O, ich sterbe unter euch!
Da ihr mich erstickt mit euch.
Fäden möchte ich um mich ziehen
Wirrwarr endend!
Beirrend,
Euch verwirrend,
Zu entfliehn
Meinwärts.

~ Seite 23 ~

Das Cover zeigt das Bild – Cafe in der Altstadt Jerusalem aus dem Jahre 1936 von Else Lasker-Schüler. Farblich ist das Bild in einem Sonnengelb gehalten.

  • Denk dir ein Wunder aus
  • Else Lasker-Schüler
  • Sonderausgabe
  • Insel Verlag
  • ISBN: 9783458177326
  • 78 Seiten

> Sprich mit mir < von T.C.Boyle

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T.C. Boyle hat es wieder einmal geschafft, einen Roman der durch seine Komplexität besticht, zum besten zu geben. Ich versuche einige Punkte hier aufzuführen, wobei ich mir nicht sicher bin, alles erfasst zu haben. Doch nun zum Inhalt:

Professor Guy Schemerhorn bringt Sam einen zweijährigen Schimpansen, in eine TV – Show. Dort teilt sich Sam per Gebärdensprache mit. Er kann zum Beispiel einen Cheeseburger bestellen und seinen Namen sagen. Der Professor will der Welt zeigen, dass Primaten sehr wohl menschliche Züge haben. Uns so wächst Sam wie ein Kleinkind bei dem Professor und seinen Helfern auf. Als die junge Studentin Aimee zu dem Team stößt, ist Sam Aimee sofort sehr zugetan. Guy, der Professor und Aimee werden ein Paar und geben gemeinsam ihr bestes für Sam. Jedoch kommt es schlagartig ganz anders. Guys Vorgesetzter will Sam für Tierexperimente einsetzen und so wird Sam aus seiner Pflegefamilie gerissen. Doch hat man da die Rechnung wohl ohne Aimee gemacht, die ein waghalsiges Unternehmen startet, um Sam zu retten. Dies gelingt ihr zwar, jedoch zu einem sehr hohen Preis.

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> Der Verdacht < von Friedrich Dürrenmatt

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1948, der Kommisär Bärlach hatte eine sehr schwere Operation überstanden und musste noch im Spital genesen. Sein Freund und Hausarzt Dr. Hugentobel besuchte ihn auf seinem Zimmer. Dort traf er Bärlach in großer Aufregung vor. Dieser hatte eine amerikanische Zeitschrift aus dem Jahre 1945 gelesen und war auf einen ungeheuerlichen Artikel gestossen. Als er ihn seinem Freund zeigte, erbleicht dieser erschrocken. Dr. Hugentobel glaubt den beschriebenen Lagerarzt aus einem Konzentrationslager zu erkennen, doch scheinen die Fakten etwas anderes auszusagen. Dies ruft den Kommisär Bärlach auf den Plan, er will der Sache auf den Grund gehen und bringt sich in eine verzweifelte Lage.

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> Liebesgedichte < von Mascha Kaléko #lyricmonday

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Mascha Kaléko bezaubert mit ihren gefühlvollen und zeitlosen Gedichten. Hier ein Fund meinerseits, der mir außerordentlich gut gefällt:

Für Einen

Die Andern sind das weite Meer,

Du aber bist der Hafen.

So glaube mir: kannst ruhig schlafen,

Ich steure immer wieder her.

 

Denn all die Stürme, die mich trafen,

Sie ließen meine Segel leer.

Die Andern sind das bunte Meer,

Du aber bist der Hafen.

 

Du bist der Leuchtturm. Letztes Ziel.

Kannst, Liebster, ruhig schlafen.

Die Andern….das ist Wellen-Spiel,

 

Du aber bist der Hafen.

Seite 7

Das Cover zeigt die Ansicht von gedruckten Rosen in rot und blau.

  • Liebesgedichte
  • Mascha Kaléko
  • dtv
  • ISBN: 9783423280631
  • 103 Seiten

> Astragalus < von Albertine Sarrazin

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Dieses im Jahre 1965 erschiene französische Kultbuch, ist ganz unverblümt und lapidar ausgedrückt: > Der Hammer.<

Zum Inhalt: Die junge Anne, sie ist noch keine 20 Jahre alt, flüchtet aus einer Erziehungsanstalt. Der Sprung von der Gefängnismauer in die Freiheit bleibt nicht ohne schmerzhafte Folgen. Anne bricht sich den Astragalus, das Sprungbein.

>Ich krieche. Meine Ellbogen werden erdig, ich blute Schlamm, die Dornen durchbohren mich, es tut weh, aber ich muss weiter, vorwärts, wenigstens bis zum Licht da, ein Haus, das muss sie Straße sein….. < – Seite 10

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