Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: September 2020

> Andrin < von Martina Altschäfer

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Susanne ist Schriftstellerin und Ghostwriterin. Als sie für einen ebenso zahlungskräftigen wie unsympathischen »Premium«-Kunden eine geschönte Autobiografie verfassen soll, ist sie nahe am Verzweifeln. Ihr Verleger stellt ihr kurzerhand seine Ferienwohnung in Italien zur Verfügung, um sie zu motivieren. Doch auf der Reise in den Süden verhindert mitten in den Schweizer Alpen ein Steinschlag die Weiterfahrt. Unversehens gerät Susanne nach Voglweh, eine kleine verfallene Siedlung in einem Hochtal mit lediglich zwei Bewohnern, die kaum eine Verbindung zur Außenwelt haben und sich selbst versorgen. Aus ursprünglich einer Notübernachtung werden Tage, Wochen, Monate. Ohne Telefon und Internet, ohne Zwänge und Verpflichtungen. – so der Klappentext

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> Die besten Geschichten < von Stefan Zweig

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In diesem Band wurden sechs Geschichten von Stefan Zweig vereint, die da wären:

  • Brennendes Geheimnis
  • Angst
  • Brief einer Unbekannten
  • Untergang des Herzens
  • Verwirrung der Gefühle
  • Schachnovelle

Angst – ist die Geschichte, auf die ich hier etwas näher eingehen möchte. Wien 1910, die gutsituierte Anwaltsgattin Irene, Mutter von zwei Kindern, lässt sich auf eine Affäre mit dem erfolgreichen Pianisten Eduard ein. Alles geht weiter seinen Gang. Doch eines Tages wird Irene beim Verlassen ihres Tête-à-Tête von einer vermeintlichen Freundin Eduards sozusagen enttarnt. Diese Frau setzt Irene ordentlich zu und sie droht die Fassung zu verlieren. Sie bietet dieser vermutlichen Erpresserin Geld, die es auch nur zu gerne annimmt. Verzweifelt eilt Irene nach Hause, sie ist spät dran. Ihr Mann Fritz hat sich schon Sorgen gemacht und fragt seine gehetzte Frau nach dem Grund ihrer Verspätung. Unter immensem Druck und aus fürchterlicher Angst vor den schlimmen Folgen erfindet Irene eine Notlüge. Nun hat sie ihren Mann angelogen und betrogen. Irene verfällt ihrer Angst. Sie malt sich in ihren Gedanken die Folgen ihrer Taten aus. Doch das scheint nicht alles gewesen zu sein, denn die Erpresserin fordert erneut Geld.

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> Robinsons Tochter < von Jane Gardam

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Mit ihrer Trilogie um Old Filth betörte sie viele Leserherzen. Mit ihrem im August 2020 erschienen Roman > Robinsons Tochter <, gelingt es Jane Gardam, eine bezaubernde Familiengeschichte zu offenbaren. Sehr behutsam und mit englischem Anstand und augenscheinlich, tadellosem Benehmen umhüllte sie mich mit der Lebensgeschichte von der besonderen Polly Flint.

England im Jahre 1904. Die sechsjährige Polly kommt zu ihren Tanten in das gelbe Haus am Meer. Diese Tanten sind die verschämte Miss Mary und die überaus zartfühlende Miss Frances. Die beiden sind die Schwestern ihrer verstorbenen Mutter. Polly wächst sehr bescheiden auf. Sie wird zu Hause unterrichtet, die Tanten und die Hausangestellte sind zu meist ihre einzige Gesellschaft. Doch es gibt eine Fülle von Büchern und Polly lässt sich von Daniel Defoe´s > Robinson Crusoe < bestens unterhalten. Dieses Buch wird sie ihr Leben lang begleiten und sie wird es mehrfach lesen. Robinson Crusoe gibt ihr den nötigen Halt, den ihr wohl niemand bieten kann.

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> Serpentinen < von Bov Bjerg

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Der Vater, der Ich – Erzähler, ist mit seinem siebenjährigen Sohn per Auto unterwegs. Der Vater hat ein Ziel, er möchte mit seinem Sohn, die Stätte seiner Vergangenheit besuchen. Gerade dort in jener schwäbischen Vergangenheit, erhofft er sich den Weg für die Zukunft zu finden. Für sich, für seinen Sohn, für seine kleine Familie.

Auf dem Vater lastet ein schweres Erbe. Sein Urgroßvater, der Großvater und auch der eigene Vater nahmen sich selbst das Leben. Die Depression geht in die generationsübergreifende Chronik der Männer, der Familie. Gewalt und Angst prägten sein Leben, und da er nun selbst Vater eines Sohnes ist, beschleichen ihn immer wieder die schlimmsten Befürchtungen. Wird er diese unsägliche Familientradition fortführen? Kann er sich und seinen Sohn retten? Wird er es schaffen diese Traumata zu brechen und somit seinem Sohn Leid und Qual zu ersparen? Oder soll er seinen Sohn erlösen?

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> Die Unschärfe der Welt < von Iris Wolff

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Iris Wolff überzeugt mit einer faszinierenden Sprachkompetenz die ihresgleichen sucht.

Rumänien, in der Zeit des Diktators Ceaușescu. Florentine und Hannes werden Eltern eines Sohnes. Samuel. Der Junge lässt viel Zeit verstreichen, bis er die nötigsten Worte spricht. Überhaupt ist Samuel ein besonderes Kind, dass zu meist schweigt und den Dingen oder Aufgaben, denen er sich widmet, seine vollkommene Aufmerksamkeit zukommen lässt. Auch ist er ein Einzelgänger, für einige Zeit. Doch im Laufe seines Heranwachsens wird Oswald, den Samuel Oz nennt, sein bester Freund. Dem Mädchen Stana gelingt auch der Zugang zu Samuel. Er verwandelt ihren Namen in Sana und das Mädchen in seine beste Freundin.

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> Scham und Würde < von Dag Solstad

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Elias Rukla, seit 25 Jahren Studienrat für Norwegisch, macht im Unterricht eine äußerst aufregende Entdeckung. Die Nebenfigur Dr. Relling in Ibsens Wildente hat eine ganz zentrale Funktion! Innerlich erregt von dieser spontanen Eingebung bittet er einen Schüler, die wenigen Einsätze Rellings laut zu lesen. Genervt blättern alle vor und zurück, und der Schüler liest demonstrativ gelangweilt vor. Der Unterricht wird zur Qual. Das erlösende Klingeln ertönt, Rukla atmet erleichtert auf. Als sich auf dem Pausenhof sein Regenschirm nicht öffnen lässt, verliert er die Haltung, er trampelt darauf herum, beschimpft dabei die gaffenden Schüler aufs Wüsteste. Und er weiß, er will nicht mehr in sein altes Leben zurückkehren, seine Scham über den Verlust der Würde ist zu groß. – so der Klappentext/ HC

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> Wislawa Szymborska < Vita #nobelprizeforliteraturewoman

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Maria Wisława Anna Szymborska (* 2.Juli 1923 in Prowent; † 1.Februar 2012 in Krakau) war eine polnische Lyrikerin. Sie zählt zu den bedeutendsten Lyrikern ihrer Generation in Polen, wo ihre Gedichte zur Nationalliteratur gerechnet werden. Im deutschen Sprachraum wurde sie bereits früh durch die Übertragungen von Karl Dedecius bekannt und erhielt mehrere bedeutende Auszeichnungen. 1996 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen. Seitdem ist ihr schmales Werk von rund 350 Gedichten auch international stark verbreitet und in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

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