Mareike Fallwickl > DUNKELGRÜN FAST SCHWARZ <

( Enthält Werbung )

In ihrem Debütroman > Dunkelgrün fast schwarz > erzählt Mareike Fallwickl mit behutsamer Genauigkeit und in recht angenehmer Sprache, die Geschichte über eine intensive Freundschaft von Moritz genannt Motz und Raffael genannt Raf. Motz ist der sensible und künstlerisch Begabte, der Situationen in Farben sieht . Raf dagegen ist charismatisch, charmat und überaus draufgängerisch. Doch das ist die positive Seite von Raf, die negative zeigt sich in seiner Brutalität, er ist gnadenlos. Johanna genannt Jo trifft auf dieses ungleiche Duo und die ménage á trois scheint perfekt. Perfekt für Intrigen in allen Arten und Formen………….das Trio aus Kinder – und Jugendtagen verliert sich aus den Augen. Bis plötzlich eines Nachts, nach 16 Jahren, Raf vor der Tür von Motz steht und um Einlass bittet. Und wieder ist es Motz, der werdende Vater, der Raf zu sich und seiner Freundin herein lässt und sich des eventuellen Ausmaßes dieses nächtlichen Überfalls nicht bewusst wird. Er merkt zuerst nicht, wie Raf die Stimmung der künftigen Eltern zusehens vergiftet. Doch das ist nicht alles, mit dem Raf aufzuwarten hat, er trägt ein jahrelanges Geheimnis mit sich . Ein Geheimnis von dem ganz wenige Personen Kenntnis haben, nur Motz anscheinend nicht.

Was Mareike Fallwickl mit diesem Buch geschaffen hat , ist außergewöhnlich und verspricht faszinierende Lesestunden.

5 von 5 Sternen    ( Anmerkung: Zuerst wollte ich 4,8 von 5 Sternen vergeben, aber nein, das Buch ist einfach klasse und verdient eine 5!)

 

Leseprobe :

https://www.buecher.de/shop/berlin/dunkelgruen-fast-schwarz/fallwickl-mareike/products_products/detail/prod_id/50207587/

 

Anne von Canal > Whiteout <

Was bleibt wenn ein Mensch wortlos geht ? Anne von Canal hat mit ihrem Buch > Der Grund < schon große Aufmerksamkeit erregt, da sie in ihren Geschichten weit hinab taucht in die Tiefen des Menschen. In die Emotionen, Bedürfnisse, Leidenschaften, Abgründe und verpasste Chancen. Auch < Whiteout < taucht hinab, diesmal inmitten einer sehr wichtigen Antarktisexpedition .

Lieber Amundsen, Scott ist tot. Melde dich, Wilson < das ist die Zeile einer email , die die Welt der Polarforscherin Hanna gewaltig ins wanken bringt. Kindheits – und Jungenderinnerungen mit ihrem Bruder und ihrer Freundin Fido schießen Hanna durch den Kopf und durch die Seele. Die drei waren leidenschaftliche Polarforscher – Begeisterte, nur Hanna verwirklichte ihren Kindheitstraum. Fido verschwand ohne Abschied und Nachricht. Diese Wunde des Verlustes ist bei Hanna nie verheilt und wird nun zu einem sehr unpassenden Zeitpunkt wieder aufgerissen. Und wieder sucht sie nach Antworten: Warum wurde sie von Fido verlassen ? Durch Hannas Gefühlwirrar keimt schlechte Stimmung im Camp auf, die das Unternehmen sehr gefährden könnte.

Anne von Canal hat mich auch diesmal wieder überzeugt mit ihren einfühlsamen Beobachtungen!

4 von 5 Sterne

 

Jutta Maria Herrmann > AMNESIA < Ich muss mich erinnern

Inhalt :

Dieser Psychothriller von Jutta Maria Herrmann hat es in sich. Helen lebt mit der Diagnose > Krebs im Endstadium < in Berlin. Als ihr Freund Sven sie von heute auf morgen verlässt, reist sie Hals über Kopf zu ihrer Familie , bestehend aus ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester Kristin. Der Überraschungsbesuch gestaltet sich mehr als zäh. Die Mutter gibt sich wie gewohnt kühl und distanziert und die Schwester ist mit Leon verheiratet. Ausgerechnet Leon, der Helen in äußerst schlechter Erinnerung geblieben ist. Helen befindet sich in einem emotionalen Labyrinth, ihr zeitlich sehr nahe gerückter Tod, der schmerzliche Verlust von Sven und ihr außer Kontrolle geratener Medikamentenmissbrauch bringen sie in sehr fragliche Situationen. Situationen in denen sie nicht mehr Realität und Fiction zu unterscheiden vermag………und dann kommt es zu mysteriösen Todesfällen, das Wort – Mord  – gewinnt an Gewicht. Was hat Helen mit alldem zu tun ?

Fazit:

Jutta Maria Herrmann vermag es sehr gelungen, Alltagsgeschehen und bedrohliche Situationen, zu verweben. Ein Psychothriller der sein Genre sehr gut bedient. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut verständlich. Die Spannung steigt mit jeder gelesenen Seite . Rundrum ein gelungener Thriller!

4 von 5 Sternen

Leseprobe:

https://webreader.mytolino.com/reader/index.html#/epub?epuburl=https:%2F%2Fcdp.pageplace.de%2Fcdp%2Fpublic%2Fpublications%2FDT0161%2F9783426440728%2FPREVIEW%2F9783426440728_preview.epub&purchaseurl=https:%2F%2Fwww.buecher.de%2Fgo%2Fcart_cart%2Fcart_add_item%2Fprod_id%2F47016032%2Fsession%2Fh8sv7ln7n78oi29piafhr2icj4%2F

Arundhati Roy > Der Gott der kleinen Dinge >

Nachdem mir dieses Buch, immer mal wieder äusserst begeisternd, nahe gelegt wurde, beschloss ich dieser Begeisterung nach zu gehen.

Arundhati Roy erzählt in ihrem Buch > Der Gott der kleinen Dinge < von einer großen, verbotenen Liebe in Indien. Im Mittelpunkt des Buches stehen die zweieiigen Zwillinge Estha und Rahel , die eine                “ siamesische Seele“ in sich tragen . Beide möchten vor allem von ihrer Mutter geliebt werden, doch diese manipuliert sie mit Aussagen wie zum Beispiel:“ „Wenn man jemanden, der einen liebt, wehtut, dann liebt dieser einen ein klein bißchen weniger!“ Viele Themenstränge fließen durch die Seiten, wie – Umweltzerstörung – sexuelle Ausbeutung –  Pädophilie und das sehr srenge Kastensystem.

Fazit : Arundhati Roy`s Roman ist von Metaphern so extrem geschwängert, dass es eine wahre Freude ist für einige Zeilen davon verschont zu bleiben. Persönlich empfinde ich es sehr berreichernd, gelungene Metaphern zu lesen, jedoch ist das im genannten Buch einfach too much. Der Stil hat was, aber nicht genug, dass er großes Interesse weckt.

3,5 von 5 Sternen

 

Leseprobe:

https://www.fischerverlage.de/media/fs/308/LP_978-3-596-29952-2.pdf

Helmut Böttiger > Wir sagen uns Dunkles < Die Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan

Inhalt:

Helmut Böttiger ist ein vielfach ausgezeichneter Kritiker und führt mit seinem Buch über die Liebe zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, durch eine aufregende, psychologische Studie, jener so herausragenden Persönlichkeiten.

Auf dem Buchrücken ist folgendes gedruckt – Sie waren wie die Königskinder, die nicht zueinander kommen konnten: Ingeborg Bachmann und Paul Celan, zwei der einflussreichsten Dichter der Nachkriegszeit. Sie kannten und liebten sich fast ihr Leben lang, hielten es jedoch nicht miteinander aus. Eine dramatische Liebesgeschichte, die bis Celans Tod geheim blieb, nun zum ersten Mal in ihrer gesamten Chronologie erzählt.

„…..die Liebesgeschichte dieser beiden Dichter gehört zu den dramatischsten und folgereichsten Begebenheiten der deutschen Literatur nach 1945 .“ …..so die FAZ

Ingeborg Bachmann – am 25. Juni 1926 in Klagenfurt geboren und am 17. Oktober 1973 in Rom tragisch verstorben (In der Nacht vom 25. auf den 26. September 1973 erlitt Ingeborg Bachmann in ihrer römischen Wohnung schwere Verletzungen durch einen Brand, der beim Einschlafen mit einer brennenden Zigarette ausgelöst worden war. Aufgrund ihrer schon seit Jahren bestehenden starken Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln, von der die behandelnden Ärzte zunächst nichts wussten, starb sie im Alter von 47 Jahren an tödlichen Entzugserscheinungen) war eine österreichische Schriftstellerin . Sie gilt als eine der bedeutensten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr zu Ehren wird seit 1977 jährlich der > Ingeborg Bachmann Preis < verliehen.

Paul Celan – am 23. November in Czernowitz, damals Rumänien,  heute Ukraine, mit jüdischen Wurzeln geboren und vermutlich am 20. April 1970 in Paris verstorben (Die Umstände und das Datum von Celans Tod sind nicht geklärt. Vermutlich unternahm er am 20. April 1970 einen Suizid , indem er sich in die Seine stürzte. Sein Leichnam wurde am 1. Mai 1970 gefunden.) war ein deutschsprachiger Lyriker.

Fazit:

Diese Geschichte einer unmöglichen Liebe erscheint bestens und genau recheriert. In faszinierender Ausführlichkeit wird in diesem Buch dieses tragische, schmerzerfüllte Auf und Ab in vielen Facetten offenbart. Auch gibt es sehr interessante Einblicke in die > Gruppe 47 <

( Als Gruppe 47 werden die Teilnehmer an den deutschsprachigen Schriftstellertreffen bezeichnet, zu denen Hans werner Richter von 1947 bis 1967 einlud. Die Treffen dienten der gegenseitigen Kritik der vorgelesenen Texte und der Förderung junger, noch unbekannter Autoren. Der in demokratischer Abstimmung ermittelte Preis der Gruppe 47 erwies sich für viele Ausgezeichnete als Beginn ihrer literarischen Karriere. Die Gruppe 47 besaß keine Organisationsform, keine feste Mitgliederliste und kein literarisches Programm, wurde aber stark durch Richters Einladungspraxis geprägt.

In ihrer Anfangszeit bot die Gruppe 47 jungen Schriftstellern eine Plattform zur Erneuerung der deutschen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg. Später avancierte sie zu einer einflussreichen Institution im Kulturbetrieb der Bundesrepublik Deutschland, an deren Tagungen bedeutende zeitgenössische Autoren und Literaturkritiker teilnahmen. Der kulturelle und politische Einfluss der Gruppe 47 wurde Gegenstand zahlreicher Debatten. Auch nach dem Ende ihrer Tagungen 1967 blieben ehemalige Teilnehmer der Gruppe richtungsweisend für die Entwicklung der deutschsprachigen Literatur. – Quelle Wikipedia – )

5 von 5 Sternen