Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: Dezember 2021 (Seite 1 von 3)

> Jahreshighlight <

>Astragalus< von Albertine Sarrazin, steht für eine Vielzahl sehr guter Bücher die ich im Jahre 2021 gelesen habe. Doch dieses Buch bedarf einer besonderen Würdigung. Es steht für die Macht der Wörter, denen es gelingt, einen Roman zu etwas Außerordentlichen zu verhelfen. 

In diesem Jahr hat sich mein Literaturgeschmack verändert. Ich bin auf der ständigen Suche nach Tiefe und Sinnhaftigkeit, auch zieht es mich immer wieder magisch in und um die Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges und ziehe Vergleiche in die heutige Zeit. Das mag wohl auch daran liegen, dass ich mich mit der ungeheuerlichen Thematik des Faschismus beschäftige. Ich werde es hier nicht näher ausführen. Vielleicht einen Satz dazu: bleibt wachsam und engagiert euch. #noafd

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> Lasst uns tanzen und Champagner trinken trotz alledem! < von Michaela Karl

Eine Biografie über Isadora Duncan (1877 – 1927) und gleich vorweg, dieses Leben von gerade Mal fünfzig Jahren, hätte absolut für mehrere Leben gereicht.

Die junge Avantgardetänzerin Isadora revolutioniert mit ihrem ästhetischen Ausdruckstanz die Theaterwelt. Doch sie spaltet auch damit. Zum einen zeigt sie viel nackte Haut und zum anderen fällt sie ganz und gar durch das klassische Raster. Diese Rebellin, mit großem Hang zu Champagner und falschen Männern, ist ein unbeugsames Stehaufmännchen. Ihr Leben verläuft in einer haltlosen Fahrt mit der Achterbahn der Emotionen und des Erfolges. Mal schwimmt sie im Geld, dann wiederrum ist sie arm wie eine Kirchenmaus. Große Männer ihrer Zeit liegen ihr zu Füßen, wie Auguste Rodin oder Paris Singer. Wo Isadora ist, ist auch das haltlose Leben.

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> Resümee <

Dieses Jahr neigt sich dem klassischen Ende

Das Resümee taumelt verloren im Winde

Hoffnungen gefüllt mit der heilsamen Wende

Verheißungsvoll in des Wurzels zarter Rinde

@SP

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> Das Fest der Feste <

Und wieder feiern wir das Fest der Feste

In warmen Stuben mit und ohne Gäste

An diesem Tag stellt sich Glückseligkeit ein

Doch vergesst nicht, es sind viele auch allein

Auch gibt es die, die vor Angst und Schrecken

Sich irgendwo im nirgendwo verstecken

Drum zünden wir an, für all jene die Kerzen

Und lassen Liebe erstrahlen in den Herzen.

Sabine poulou

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pic @pinterst

> What a wonderfull world < No.1

>What a wonderfull world< No.1

Ich möchte hier kleine Alltagsgeschichten präsentieren, um uns allen den Tag etwas zu versüßen. Denn in den kleinen Dingen stecken die magischen Momente, die uns tragen und glücklich machen können. #whatawonderfullworld

No.1 – Der eisige Wind zwickte mir ins Gesicht, als ich auf den Linienbus wartete. Außer mir waren nur noch zwei Personen anwesend, eine ältere Dame mit Silber gelocktem Haar, sie hielt ihren Trolley. Des Weiteren ein Mann von zierlicher Statur, der in seiner großen Kapuze zu verschwinden schien. Der Bus war zu spät, als er vor unseren Füßen hielt. Kaum waren die Türen geöffnet, als der Fahrer wütend hinaus auf den Gehweg sprang, sich kurzerhand den Trolley griff und ihn in das Wageninnere platzierte. Er schimpfte lautstark über das Unvermögen mancher Autofahrer. Dann ging die wilde Fahrt los, als wenn er auf Biegen und Brechen versuchen wollte, die verlorene Zeit wieder hereinzufahren. Die Silberdame drückte auf den Halteknopf. Der Bus hielt, die Türen öffneten sich und sie näherte sich dem Ausgang. Wie aus dem nichts stand der Busfahrer vor ihr und hob ihren Trolley auf den Gehweg. Sie bedankte sich und er hatte noch ein paar freundliche Worte für sie.

And I think to my self……….#whatawonderfullworld

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> Die Möglichkeit <

Rauchfarbener Schnee, der im Mondlicht funkelt

Der Tag hat sich zur Nachtruhe begeben

Auch wenn sich dein Traum leicht verdunkelt

Am Morgen erwacht die Möglichkeit zum neuen Leben

Sabine Poulou

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> Ich baue dir ein Luftschloss <

Ich baue dir ein Luftschloss aus köstlichen Zimtsternen

und fliege mit dir durch das endlose Himmelszelt

Wir zwei sind eins in der seidigen Traumwelt

Unsere Herzen leuchten wie tausend Laternen

sabine poulou

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> Niemehrzeit < von Christian Dittloff

Christian Dittloff erzählt hier über das Jahr des Abschieds von seinen Eltern. Zuerst verstirbt der Vater und nur ein paar Monate später die Mutter. Der 35jährige Erzähler schildert in einer liebevollen und subtilen Weise das Leben und den Verlust seiner Eltern.

Christian ist ein Einzelkind und seine Eltern hatten ihn erst spät bekommen. Beide Elternteile lieben ihren Sohn, doch gesagt haben sie es ihm nie. Das Verhältnis der kleinen Familie scheint gut, doch nicht wirklich eng. Christian hat zwar viel Freiraum, jedoch gelingt eine innige Bindung zu den Eltern nicht. Als er dann zu einem Waisen wird, wirbeln Ratlosigkeit, Trauer, unterschiedliche Gefühle, Dankbarkeit haltlos durcheinander. Immer wieder keimen die Selbstreflexionen des Erzählers auf. Er nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise durch die Zeit des Verlustes. Christian Dittloff versucht seinen Weg zu finden, wie mit all den Geschehnissen, seiner Beziehung, seinem Job und seinem schreiben in einen einigermaßen Einklang kommen kann. Ein Drahtseilakt, der ihm so einiges abverlangt.

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#introspektivminiaturen Montagswort der #prosaistinnen #prosaminiatur / Ruhezone

Er war auf der Fahrt zum Flughafen, als er im Radio die Nachricht von einem erneuten Sprengstoffanschlag hörte. Seine Hände umgriffen das Lenkrad noch fester. Mit einem starren Blick auf die Fahrbahn gerichtet, hoffte er inständig, dass der Finger des Schicksals nicht auf ihn zeigte. Sein Leben war durchzogen von Angst und Hoffnung. Die Angst, dass ihm nicht noch mehr Mitglieder seiner Familie den Tod fanden, und die Hoffnung, dass sie überlebten oder sogar in Frieden leben könnten. Er war neununddreißig Jahre alt und lebte Tag und Nacht im Vakuum der Gefahr.

Ich blättere die Seite des Buches um und mir wird bewusst, dass ich es so gut habe. Hier in meinem Lesesessel, ohne Angst um das Leben meiner Familie. Und eine große Dankbarkeit umfängt mich, denn diese Ruhezone ist mehr als ein Geschenk.

#introspektivminiaturen #prosa #frauenschreiben #schreiben #prosaminiatur #kurzprosa #sabinepoulou #montagswort #ruhezone #nahostkonflikt

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> Du – Ich – Wir <

Lass uns beide wie Schneeflocken sein

Wir tanzen uns wiegend durch die Lüfte

Solange bis wir ineinander verschmelzen

Du – Ich – Wir

@SP

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