Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: Januar 2021

> Die Wahnsinnige < von Alexa Hennig von Lange

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Spanien, 1503: Johanna, die Tochter der unbarmherzigen Königin Isabella, soll, nachdem die Thronerben zu früh verstorben waren, ebendiesen beizeiten besteigen. Doch Johanna fühlt sich nicht als künftige Königin. Sie will nicht in die Fußstapfen ihrer bigotten und hartherzigen Mutter treten. Johanna ist zwar im Grunde gläubig, lehnt jedoch alles damit verbundene, schon allein aus Protest, ab. Diese junge, leidenschaftliche Frau neigt zu extremen Gefühls – und Wutausbrüchen. Ihre Tobsucht ist im Reich überall bekannt. So gilt sie schon bald als > Die Wahnsinnige < . Niemand scheint die Leiden von Johanna zu deuten. Sie strebt nach der Freiheit. Sie beansprucht die Selbstbestimmung. Doch dies, ist in dieser Zeit nur den Männern vorbehalten.

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> Stummes Echo < von Susan Hill

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Dieser Roman über eine dysfunktionale Familiengeschichte, besticht durch seine leisen, fesselnden Töne. Was ganz beschaulich beginnt, wird eine facettenreiche Reise in die Wahrnehmung von Erinnerungen.

>The Beacon < ist ein Bauernhof, er liegt in einer eher abgelegenen Gegend von Nordengland. Hier lebt May, das dritte Kind ihrer Eltern, mit ihrer Mutter. May hatte vor vielen Jahren die Enge des Hofes verlassen und war nach London zum Studieren aufgebrochen. Doch war sie nach einigen Monaten in ihre vertraute Umgebung zurückgekehrt und war geblieben. Ihre drei Geschwister waren ausgezogen und hatten ihr Leben in die Hand genommen. May pflegte zuletzt die Mutter, die nun verstarb. May verständigt ihre Geschwister, Colin und Berenice, doch Frank nicht. Frank der Jüngste Spross der Primefamilie, war mit neunzehn Jahren nach London gezogen, hatte dort schnell Fuß gefasst und sich Wohlstand und Ansehen erarbeitet. Dies krönte er mit einem Buch, das er schrieb, ein Buch über seine schlimme Kindheit, damals.

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> Das Versprechen < von Friedrich Dürrenmatt

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Dürrenmatts Klassiker behandelt ein Thema von trauriger Aktualität: Sexualverbrechen an Kindern. Die Erstausgabe erschien 1958.

Ein Verfasser von Kriminalromanen, der Ich – Erzähler, trifft bei einem Vortrag, den ehemaligen Chef der Kantonspolizei von Zürich. Dieser ehemalige Chef DR.H. kritisiert die Autoren von Krimis auf das Schärfste. Denn nicht alle Täter erhalten ihre gerechte Strafe. Und so geschieht es, dass Dr. H dem Krimiautor den Fall der kleinen Gritli erzählt.

Gritli wurde im Wald tot aufgefunden. Der damalige Kommissar Matthäi, einer der fähigsten Ermittler, überbringt den Eltern diese schmerzhafte Nachricht. Matthäi verspricht der Mutter von Gritli den Mörder zu fassen und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Ein Versprechen, dass zu einer Obsession wird. Der Hausierer Gunter, der den Leichnam fand und meldetet, gilt im Dorf und unter den Kollegen von Kommissar Matthäi sofort als verdächtig. Doch es kommt alles ganz anders und die Wahrheit lässt viele Jahre auf sich warten.

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> Ich bringe den Tod < von Jutta Maria Herrmann

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Dieser sechste Psychothriller von der Autorin Jutta Maria Herrmann hat es in sich! By the way, die fünf Vorgänger möchte ich ebenfalls empfehlen!

Inhalt: Es gibt Dinge, die für immer im Verborgenen bleiben sollten.
Ist mein Vater ein Mörder? Die Antwort darauf hat Ninas Mutter mit ins Grab genommen, doch Nina kann mit dieser Ungewissheit nicht leben. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf eine Mauer des Schweigens und findet sich plötzlich in einem Albtraum wieder, aus dem es kein Entkommen gibt.

Zur gleichen Zeit macht Simon Jagd auf einen grausamen Mörder, auf dessen Liste er selbst ganz oben steht. Er glaubt, ihn zu kennen – ein Irrtum, für den er teuer bezahlen muss. Und nicht nur er …

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> Das perfekte Grau < von Salih Jamal

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Nun ist das dritte Buch des Autors Salih Jamal erschienen. Dieser besagte Roman nimmt uns mit auf eine gar abenteuerliche Reise. Eine Reise zu einer Fülle von Erkenntnissen.

Vier unterschiedliche Menschen, zwei Frauen und zwei Männer, begegnen sich eher zufällig in einem Hotel am Meer. Die vier sind in diesem Hotel angestellt und nähern sich behutsam an.

Der Ich – Erzähler Dante, ist einer der Vieren und coloriert die unberechenbare Novelle, die geheimnisvolle Mimi und den geflüchteten Rofu. Diese ungewöhnliche Konstellation von Persönlichkeiten, findet zusammen und macht sich auf eine Odyssee, die alle verändert. Sie werden konfrontiert mit Verdrängung, Reflektion und Moral, um nur einige zu nennen.

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> Die Drehung der Schraube < von Henry James

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Was für ein Buch! Eine Gespenstergeschichte, so schön schaurig und Geheimnisumwoben. Und in einer Art und Weise erzählt, dass der Spannungsbogen zum Bersten gespannt ist.

An einem Weihnachtsabend sitzen eine Runde herrschaftlicher Personen am Kamin zusammen. Ein gewisser Douglas erwähnt eine Gespenstergeschichte und die Anwesenden sind gleich Feuer und Flamme, so lässt er sich die Aufzeichnungen einer Gouvernante bringen. Und er beginnt unter den gespannten Augen seiner Zuhörer- und innen und unter dem atmosphärischen knistern des Feuers mit folgender Geschichte:

Eine junge Gouvernante tritt ihre Stellung in einem gar stattlichen Hause an. Ihr Arbeitgeber, der dort nicht wohnhaft ist, hat sie angestellt um der Erziehung der elternlosen Kinder Flora und Miles, willen. Er selbst möchte mit den Kindern seines verstorbenen Bruders und deren belange nicht behelligt werden. Die junge Frau ist begeistert von den engelsgleichen Kindern. Sie sind das Hübscheste was sie je sah, beider Benehmen ist tadellos und die Gouvernante ist außerordentlich verzückt. Doch diese Idylle wird nach geraumer Zeit getrübt, denn mysteriöse Dinge geschehen. Die Geister der jung verstorbenen Vorgängerin und des Butlers Quinn geistern immer wieder durch Haus und Gegend.

Nun setzt die Gouvernante alles in Bewegung, um ihre Schützlinge zu behüten, jedoch spitzt sich die düstere Lage immer mehr zu. Unheimliche Ereignisse geschehen und die Beschützerin der Kinder wird über die Maßen gefordert. Doch der Preis dafür ist sehr hoch.

Diese Novelle von Henry James ist voller Eleganz und subtiler Spannung. Diese Spannung wird vor allem durch das nicht gesagte erzeugt. Magisch! Mag sein, dass die Novelle etwas wankelmütig auftritt, doch dies scheint durchaus so gewollt. Ich bin sehr beglückt mich aus meiner Komfortzone heraus begeben zu haben, denn dieses Buch ist und war es allemal wert. Große Leseempfehlung!

Sabine Krass

Das Cover ist in schwarz , mit ockerfarbenen, floralen Gebilden und einer Rückansicht einer vermeintlichen Frau gehalten.

  • Die Drehung der Schraube
  • Henry James
  • Gespenstergeschichte
  • Gatsby Verlag
  • ISBN: 978311270041
  • Übersetzt von Ingrid Rein

> Nebel < von Ragnar Jónasson

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Der letzte THRILLER der Hulda Trilogie von Ragnar Jónasson hat es ebenso wie seine zwei Vorgänger absolut in sich. Spannend und rasant erzählt. So geht Thriller!

Um was geht es genau? Die isländische Kommissarin Hulda Hermannsdóttir kehrt nach einem familiären, katastrophalen Weihnachtsfest an ihren Arbeitsplatz zurück. Ihr nächster Fall führt sie auf einen sehr abgelegenen Bauernhof, dort ist ein brutaler Doppelmord geschehen. Die Leichen wurden lange nicht bemerkt, denn über Weihnachten hielt ein Schneesturm die Gegend in Schach. Doch Hulda wird noch mit einem zurückliegenden Vermisstenfall konfrontiert, die junge Unnur scheint seit Monaten unauffindbar. Sie wollte sich zum Schreiben eine Auszeit gönnen, die Eltern hörten dann nichts mehr von ihrer Tochter. Die Suche blieb erfolglos. In all der Tragik, die Hulda zu bewältigen hat, spielt ihr eigenes Schicksal in dem dritten Teil der Rückwärts erzählten Trilogie, eine recht bewegte Rolle. Jedoch übt sie ihren Job überraschend energisch und souverän aus. Und ganz langsam fügen sich die Details zu einem großen ganzen zusammen, mit dem wohl keiner gerechnet hat.

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