Rezensionsexemplar – unbezahlte Werbung

Auf dem Buchrücken steht geschrieben: Schreiben heißt für Doris Dörrie, das eigene Leben bewusst wahrnehmen. Wirklich zu sehen, was vor unseren Augen liegt. Oder wiederzufinden, was wir verloren oder vergessen haben. Es ist ein Trost, Selbstvergewisserung, Anklage, Feier des Lebens.

Schreiben heißt die Welt einatmen.

Doris Dörrie ist mit diesem Buch etwas ganz zauberhaftes gelungen. In kleinen Geschichten, gibt sie zum einen Möglicheiten des schreibens vor und animiert am Ende immer wieder zum jeweiligen Thema, den Stift in die Hand zu nehmen und einfach drauf loszuschreiben. Doris Dörrie selbst gibt sich hier als sehr genaue Beobachterin, die leicht und ohne Schnörkel durch die Seiten führt. Sie schafft behänd Anreize die in der Tat gerne bedient werden, mit dem Resultat der großen Freude.

Der alte Trick: In der dritten Person schreiben, wenn es zu kompliziert oder zu traurig wird. Das macht es oft leichter, manchmal kann man sogar ehrlicher sein als in der ersten Person. Schreib etwas, was dir wirklich nahegeht, in der ersten Person, und dann nochmal in der dritten Person. Was ist einfacher? Was ist wahrer. Was geht tiefer?

Leben Schreiben Atmen bedient sehr viele Ressourcen, wie zum Beispiel: Animation, Unterstützung, Inspiration, Impuls gebend bis hin zu meditativen Ansätzen. Denn Schreiben kann sehr befreiend sein. Ein rundherum gelungenes Buch, dass es sehr einfach macht, die Einladung zu schreiben, sehr gerne anzunehmen.

Diogenes Verlag / ISBN: 9783257070699 / 271 Seiten

Doris Dörrie, geboren in Hannover, studierte Theater und Schauspiel in Kalifornien und in New York, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen. Parallel zu ihrer Filmarbeit (zuletzt der Spielfilm ›Kirschblüten und Dämonen‹) veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher. Sie unterrichtet an der Filmhochschule München ›creative writing‹ und gibt immer wieder Schreibworkshops. Sie lebt in München. ( Quelle Diogenes Verlag )

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