> Der Sänger < von Lukas Hartmann

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Ein Lied geht um die Welt…….. Eine der schönsten Stimmen des 20. Jahrhunderts ist auf der Flucht. Joseph Schmidt, der Sohn orthodoxer Juden, muss vor den Nazis flüchten. Der ruhmreiche Tenor, der einst die großen Konzertsäle in Deutschland, Europa und sogar in Amerika gefüllt hat, steht 1942 mit dem Rücken zur Wand. Kunst und Ruhm sind nicht einmal mehr einen Pfifferling wert.

So begibt sich Joseph Schmidt auf die beschwerliche Reise in die Schweiz. Doch die Strapazen fordern von dem kleinen, zierlichen Mann, ihren Tribut. Der einstige Frauenheld erkrankt schwer, seine Stimme ist am Versiegen.

Die Schweiz hatte in den Monaten ihre Abwehrmaßnahmen gegen Flüchtlinge rigoros verstärkt, Juden, erkennbar meist am J im Pass, wurden seit August konsequent zurückgewiesen.

Teils sehr lakonisch wirkt die Erzählform von Lukas Hartmann, das mag dieser schmerzhaften Zeit wohl geschuldet sein, die er recht authentisch wieder spiegelt. Verschiede Stränge fügen sich zusammen, die Flucht, die Erinnerung von Joseph Schmidt und verschiedenen Zeitzeugen. Hinlänglich, der oft einfachen Sprache, verzeichnet das Buch Längen. Dies wirkt schon etwas schmerzlich, gemessen an der Bedeutsamkeit dieses biografisch angelegten Romans. Jedoch hat es Lukas Hartmann geschafft, interessante Einblicke zu bieten. Leseempfehlung!

3,5 von 5

Diogenes Verlag / ISBN: 9783257070521 / 282 Seiten

Lukas Hartmann, geboren 1944 in Bern, studierte Germanistik und Psychologie. Er war Lehrer, Journalist und Medienberater. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Spiegel bei Bern und schreibt Bücher für Erwachsene und für Kinder. Er ist einer der bekanntesten Autoren der Schweiz und steht mit seinen Romanen, zuletzt ›Ein Bild von Lydia‹, regelmäßig auf der Bestsellerliste.

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