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Zwei Frauen, zwei Töchter, zwei Kriege, zwei Deutschlands – und ein gemeinsames Schicksal. Eine packende Familiengeschichte, die mit einer geschichtlichen Chronik untermalt ist.

Stendal in den dreißiger Jahren, die junge Margarete beginnt eine Lehre in einem Fotografie – Laden. Dort lernt sie auch Helene kennen. Wie es sich darauf heraustellt, lieben beiden denselben Mann, Alard. Er ist es auch, der Margarete den Namen Margo gibt.

Der Zweite Weltkrieg kommt mit all seinem Schrecken und Gräuel. Die Wege von Helene, Alard und Margo kreuzen sich erneut. Danach ist für das Trio nichts mehr wie es je gewesen ist. Das Schicksal schlägt erbarmungslos zu.

Der Krieg ist vorbei und Deutschland begibt sich mühselig in den Aufschwung. Schon bald ist eine Spaltung im Land spürbar. Margo lebt mit ihrer Familie im Westen, Helene im Osten. Die Mauer entsteht. Helene war eine politische Gefangene im KZ – Buchenwald, nun wird sie von der Stasi angeheuert.

> Aber Helene! Aufklärung ist die Kunst der Verführung. Du musst nicht mit ihnen ins Bett gehen. Du musst ihnen nur vermitteln, dass sie wollen, was sie tun werden, weil es das Richtige ist: Deutsche helfen Deutsche. Wir alle wollen Frieden.< – Seite 294

Auf dem Höhepunkt des kalten Krieges treffen Margo und Helene wieder zusammen. Ein Familiengeheimnis, das die beiden betrifft, wird von der Stasi perfide gelenkt. Das Spiel geht weiter.

Obwohl ich bei diesem 638 Seiten starken Roman, sicherlich noch mehr preisgeben könnte, belasse ich es. Es sind immens viele Schicksale und Geschichten miteinander verwoben, jedoch behält man gut die Übersicht. Der Stil ist leicht und flüssig zu lesen. In der Mitte des Buches etwa weißt der Roman Längen auf. Dies wird aber alsbald dann behoben und die Story glänzt wieder fesselnd mit einigen Überraschungen. Punktum, ein Buch das ich gerne empfehle!

Sabine Krass

🔖🔖🔖🔖 von 5

  • Ab heute heiße ich Margo
  • Von Cora Stephan
  • Roman
  • Kiepenheuer & Witsch
  • ISBN:9783462048957
  • 638 Seiten