Literatur - Lyrik - Prosa

Monat: April 2023 (Seite 1 von 2)

Das Buch der Fragen ~ Pablo Neruda

Der chilenische Dichter Pablo Neruda (1904–1973) gehört zu den bedeutendsten Autoren Lateinamerikas. Er erhielt 1971 den Nobelpreis für Literatur.

Fragen an die Welt – von einem der größten Dichter aller Zeiten. Über die Rätsel der Natur und die kleinen und großen Mysterien unseres Lebens. Eine inspirierende Gedichtsammlung des Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda.

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#introspektivminiaturen

Unbeweglich, Statuen gleich hatte er sie heute Morgen am Schlafzimmerfenster sitzend vorgefunden. Sie war wieder in ihre Welt vollkommen eingetaucht. Behutsam mit geübten Händen zauberte er ihr einen Hauch von Farbe in ihr immer noch schönes Gesicht. Mit der Bürste glitt er sanft hundert Mal durch ihr langes, silbernes Haar. Er streichelte ihr die Wange und nahm sie bei der Hand. Gemeinsam schlenderten sie zum Strand. Dort ließen sie sich nieder und er nahm sie schützend in seine Arme. So blieben sie eine geraume Weile und genossen ganz zeitvergessen ihre Zweisamkeit. 

@Sabine Poulou 2023

#prosaminiatur #prosa #kurzprosa #wortimpuls #zeitvergesen #demenz #kurztext #shortstory

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Pasteurgasse 4, täglich ~ Andrea Landfried

Andrea Landfried skizziert drei Variationen des weiblichen Begehrens, die noch viel mehr beinhalten. Es ist ein Aufbegehren gegen soziale Zwänge und psychische Muster.

In Wien verliebt sich eine junge Gesangsstudentin in eine verheiratete Fotografin. Zwei Jahre lang verbringen die beiden Frauen zwei Stunden an jedem schulpflichtigen Vormittag zusammen.

>Du bist eine Zauberin<, sagte ich zu ihr. Weil sie alle meine Gefühle spüren und in Worte fassen konnte. < – Seite 21

Eine Frau, Ehefrau und Mutter zweier Töchter begleitet ihren Mann zu dessen Forschungsaufenthalt nach Kalifornien. Die beiden führen eine beschwerliche Ehe. Er lässt keine Nähe zu, außer seinen sexuellen Bedürfnisse werden befriedigt. Ansonsten zeigt er seiner Frau die kalte Schulter. Sie möchte gesehen und geliebt werden. Dann lernt sie die achtzigjährige Angela kennen und beide Frauen fühlen sich zueinander hingezogen.

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Das Archiv der Gefühle ~ Peter Stamm

Der Ich-Erzähler ist mittefünfzig und lebt einsam in seinem geerbten Haus. Er war schon immer ein introvertierter Typ, doch mit den Jahren intensivierte er diese Lebenshaltung. Im Keller des Hauses hat er ein Archiv seines letzten Jobs als Journalist angelegt und verbringt gerne Zeit im Durchstöbern und Aktualisieren der Akten. Eine Akte hat es ihm besonders angetan, die von der Sängerin Fabienne, ehemals Franziska. Sie war seine unerhörte Jugendliebe, selbst heute noch sind seine Gedanken oftmals ihr gewidmet.

Aus einem plötzlichen Impuls heraus, oder aus seiner Isolation auszubrechen, versucht er per E – mail Kontakt mit seiner Jugendliebe aufzunehmen, nach gut 40Jahren. Geduldig wartet er auf eine Antwort und vertreibt sich die Zeit mit Spaziergängen. Seine Geduld wird belohnt und die beiden nähern sich an und versinken in ihren gemeinsamen Erinnerungen, nicht ohne verschwiegenes behutsam preiszugeben.

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Die Feder

Extreme close-up of a white feather on an orange background. Space for copy.

Filigran von zarter Schönheit fein 

Schwebt sie durch das Firmament 

Ihre Leichtigkeit deutet frei zu sein 

Die Feder, du geliebtes Ornament. 

@SabinePoulou 2023

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GOTT, HILF dem KIND ~ Toni Morrison

Bei meinem letzten Besuch in unserer hiesigen Stadtbücherei fiel mir unter anderem >GOTT, HILF dem KIND < von Toni Morrison in die Hände. Die verstorbene Literaturnobelpreisträgerin hat einige Bücher geschrieben. Primäres Thema ist der Rassismus. Jedoch verpackt sie dies mit Lebensthemen und tieferen Sinn.

Als Lula Ann geboren wird ist ihre Mutter entsetzt, denn Lula Ann hat die Haut wie Lakritze.

„Sie war so schwarz, dass sie mir Angst machte. Mitternachtsschwarz, sudanesisch schwarz. Ich habe eine helle Haut und gutes Haar, so wie die meisten von uns, die wir die Gelben nennen, und Lula Anns Vater ist genauso. In meiner Familie gibt es niemanden, der auch nur annähernd diese Farbe hat…

Man könnte sie für einen Rückfall halten, aber wohin? Ihr hättet meine Großmutter sehen sollen; sie wurde für eine Weiße gehalten, und gegenüber keinem ihrer Kinder hätte sie jemals etwas anderes behauptet.“

Seite 11
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