Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Der zweite Teil der Trilogie um die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir hat es ebenfalls in sich. Noch nicht vom Ende des ersten Teiles gänzlich erholt, geht es weiter mit > Insel <.

Hulda wird zu einer abgelegenen Insel gerufen, genauer gesagt in das isolierteste Haus von ganz Island. Dort wurde eine junge Frau tot aufgefunden. Doch das soll nicht das einzige Opfer sein, das in diesen Fall eingebunden ist.

Alexandra, Klara, Dagur und Benedikt, die vier kennen sich schon seit vielen Jahren, doch der Kontakt wurde immer loser. Benedikt insistiert auf ein gemeinsames Wochenende der alten Zeiten willen. So macht sich das Quartett auf, eine Insel inmiten der rauen Natur Islands zu besuchen.

Hulda, ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie versucht ihren Vater, den sie niemals kennenlernte, ausfindig zu machen. Anscheinend war er ein amerikanischer Soldat gewesen. Sie hat eine heiße Spur. Von dieser getrieben macht sie sich auf nach Amerika. Vielleicht endet hier ihre Suche und sie findet ihren Vater.

Zu Beginn des Thrillers wird nicht konkret klar wie die einzelnen Fragmente zusammen passen. Das wirkt etwas schwammig. Doch dann kommt Licht in die Story und die spannende Reise durch zwei primäre Zeitzonen nimmt ihre rasante Fahrt auf. Wie auch in > Dunkel < werden drei Erzählstränge miteinander verwoben. Ragnar Jónasson stellt mit > Insel < seinen ausgeklügelten Scharfsinn wiederholt unter Beweis. Der Thriller ist flüssig und unterhaltsam zu lesen. Und Hulda, tja, sie ist eine sympathische Ermittlerin ohne großen Chichi. Sie macht einen guten Job und geht den Dingen auf den Grund, auch wenn sie Jahre zurückliegen. Ein Thriller den ich gerne empfehle, obschon er nicht die Qualität des ersten Bandes inne hat.

Sabine Krass

🔖🔖🔖🔖 von 5

  • INSEL
  • Ragnar Jónasson
  • Thriller
  • btb Verlag
  • ISBN: 9783442758616
  • Übersetzt aus dem Englischen von Kristian Lutze