> QueenBee <

Hier kommen meine Handarbeiten zum  > tragen <. Ich persönlich liebe es , etwas entstehen zu lassen und somit meiner Kreativität eine vielfältige Plattform zu bieten. QueenBee ist einfach mein Logo . Abgeleitet von meinem Vornamen – Sabine – Bienenkönigin – that´s it !

Jodi Picoult – Kleine große Schritte

Inhalt :

Ruth ist seit 20 Jahren Säuglingsschwester und Hebamme in einem Krankenhaus in Conneticut. Bei einem Routineeingriff stirbt ein Neugeborenes. Man gibt der dunkelhäutigen Ruth die Schuld. Der weiße Kindesvater hatte Ruth verboten sein Kind zu berühren. Rassismus wird in diesem Buch offen und ohne Glacehandschuhe thematisiert. Jedoch werden hier beide Ansichten und Glaubensgrundlagen von Ruth und von ihrem späteren Prozessgegner, dem weißen Turk, dargelegt. Jodi Picoult hat es mit ihren Worten ermöglicht , beide Meinungen zu respektieren und auf die wahre Gerechtigkeit hoffen zu dürfen. Die Seiten lesen sich allesamt sehr flüssig, was natürlich dem poetischen Stil der Autorin geschuldet ist. Dieser Roman passt prima in die Kategorie > Pageturner <und hat mit mir einen neuen Fan gefunden.

 

https://www.randomhouse.de/leseprobe/Kleine-grosse-Schritte-Roman/leseprobe_9783570102374.pdf

 

Arno Geiger – Unter der Drachenwand

Arno Geiger, bestens bekannt durch seine gelungenen Bücher wie: Anna nicht vergessen – Alles über Sally – Es geht uns gut – und unvergleichlich……Alter König im Exil…zeigt wieder einmal seine schriftstellerische Brillianz. Er führt uns mit  – Unter der Drachenwand , sehr anschaulich und einfühlsam in das Jahr 1944.

Inhalt :

Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom „Brasilianer“, der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.

Leseprobe :

https://files.hanser.de/Files/Article/ARTK_LPR_9783446258129_0002.pdf

Zitat:

Und der Krieg rückte keinen Millimeter zur Seite. Der Lärm war gebieterisch, das Schießen und Heulen mit harten, zugespitzten Konturen, vom bloßen Zuschauen pumperte das Herz. Der Bomber am zum Ort gelegenen Schwanzende des Geschwaders befand sich unter Dauerbeschuss, plötzlich konnte er die Gschwindigkeit der anderen nicht mehr halten und wankte zur Seite. An den Kondenzstreifen war zu sehen, dass nur noch ein Triebwerk arbeitete. Schließlich ging das Flugzeug in einer Spirale nach unten. Eine Messerschmitt umflog die an den Fallschirmen pendelnde Besatzung, schloss sich dann wieder der Rotte an, die den nächsten Bomber unter Beschuss nahm, immer auf den Letzten, ganz außen./ Neben mir eine alte Frau mit einem wie für das Kasperltheater geschnitzten Gesicht hielt sich die Ohren zu. Ein Kind hielt sich die Augen zu. Das gute Ansehen des Krieges beruht auf Irrtum..

Jodi Picoult – Die Spuren meiner Mutter

Mit einem Hörbuch ist es so eine besondere Sache. Man lässt sich die Story gemütlich erzählen. Doch gefallen die Stimmen der Sprecher /in ? Dieses Hörbuch ist ein wahrer Volltreffer! Im wahrsten Sinne des Wortes: Die Story verzaubert und reisst einen total mit. Dies sei primär selbstredend der Autorin Jodi Picoult geschuldet. Jedoch besticht dieses wunderbare Hörbuch vor allem durch die grandiosen Sprecher/in wie  – Barbara Auer, Leonie Landa, Ulrike Johannson und Erik Schäffler . Purer Hörgenuss!

Inhaltsangabe:

Die dreizehnjährige Jenna ist eine Einzelgängerin. Sie lebt bei ihrer Großmutter, seit ihre Mutter Alice vor zehn Jahre verschwunden ist. In einem Elefantenreservat kam es damals zu einem folgenschweren Vorfall, bei dem Elefantenforscherin Alice bewusstlos aufgefunden wurde. In ihrer Verzweiflung wendet sich Jenna an die Wahrsagerin Serenity und macht einen Privatdetektiv ausfindig. Aus dem Tagebuch von Alice, den damaligen Ermittlungsakten und mit Hilfe von Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten gelingt es den dreien schließlich alle Puzzleteile des Unglücksfalls zusammenzusetzen. Und ganz Jodi Picoult, erfährt die Geschichte zum Schluss noch einmal eine unerwartete Wendung …

 

Leseprobe:

JENNA

Früher glaubte man an die Existenz eines Elefantenfriedhofs –
eines Orts, den kranke und alte Elefanten aufsuchten, um dort zu
sterben. Tiere, die sich von ihren Herden davonstahlen und dann
wie die Titanen, von denen wir in der siebten Klasse in griechi-
scher Mythologie gehört haben, durch die staubige Landschaft
streiften. Der Legende nach soll dieser Ort in Saudi-Arabien lie-
gen und über eine übernatürliche Kraftquelle verfügen, außer-
dem soll es dort ein Zauberbuch geben, das uns den Weltfrieden
bescheren wird.
Forscher, die sich auf die Suche nach diesem Friedhof mach-
ten, folgten todgeweihten Elefanten über Wochen, nur um am
Ende festzustellen, dass sie im Kreis herumgeführt worden
waren. Einige dieser Reisenden verschwanden komplett von der
Bildfläche. Andere konnten sich nicht mehr an das erinnern, was
sie gesehen hatten, und kein einziger Forscher, der behauptete,
den Friedhof gefunden zu haben, konnte ihn je wieder ausfindig
machen.
Und zwar aus folgendem Grund: Der Elefantenfriedhof ist ein
Mythos.
Es stimmt allerdings, dass Forscher auf Gruppen von Elefan-
ten gestoßen sind, die nah beieinander verendet sind, viele da-
von auch in einem kurzen Zeitraum. Meine Mutter Alice hätte
gesagt, dass es für eine Massenbegräbnisstätte einen vollkommen
logischen Grund gibt: nämlich eine Gruppe von Elefanten, die
allesamt aus Mangel an Nahrung oder Wasser starben oder von
Elfenbeinjägern abgeschlachtet wurden. Es wäre sogar denkbar,
dass die kräftigen Winde in Afrika verteilt umherliegende Kno-
chen auf einen Haufen geweht hatten.
Jenna, hätte sie zu mir gesagt,
für alles, was du siehst, gibt es eine Erklärung.
Über Elefanten und Tod gibt es Informationen in Hülle und
Fülle, die nicht dem Reich der Fabel entstammen, sondern harte,
wissenschaftlich belegte Fakten sind. Meine Mutter wäre in der
Lage gewesen, mir auch diese darzulegen. Wir hätten neben-
einander unter der gewaltigen Eiche gesessen, in deren Schatten
Maura sich so gerne aufhielt, und die Elefanten dabei beobachtet,
wie sie die Eicheln mit ihrem Rüssel aufhoben und damit war-
fen. Und wie ein Wettrichter bei den Olympischen Spielen hätte
meine Mutter sie benotet.
8,5 … 7,9. Oh! Eine perfekte 10
Vielleicht hätte ich zugehört. Aber vielleicht hätte ich auch
meine Augen geschlossen. Vielleicht hätte ich versucht, mir den
Geruch von Insektenspray auf der Haut meiner Mutter einzuprä-
gen, oder wie sie mir geistesabwesend das Haar flocht und am
Ende mit einem grünen Grasstängel zusammenband.
Vielleicht hätte ich mir die ganze Zeit gewünscht, es gäbe tat-
sächlich einen Elefantenfriedhof, aber nicht nur für Elefanten.
Denn dann wäre es mir möglich gewesen, sie zu finden.

S.J. Watson – Ich.darf.nicht.schlafen

Was für ein Thriller ! Ein wahrer Pageturner ! S.J.Watson schafft es, in knapp 400 Seiten , pure Spannung und Nervenkitzel, zu erzeugen.

Hier eine kurze Inhaltsangabe:

Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?

Eine wirklich gut konstruierte Story, die so geschneidert ist, dass sie noch lange nachhallt.

Leseprobe:

HEUTE
Das Schlafzimmer ist seltsam. Fremd. Ich weiß nicht, wo ich
bin, wie ich hier gelandet bin. Ich weiß nicht, wie ich nach
Hause kommen soll.
Ich habe die Nacht hier verbracht. Die Stimme einer Frau
hat mich geweckt – zuerst dachte ich, sie läge mit mir zu-
sammen im Bett, doch dann merkte ich, dass sie die Nach-
richten verlas und ich einen Radiowecker hörte –, und als
ich die Augen aufschlug, war ich hier. In diesem Zimmer,
das ich nicht kenne.
Meine Augen gewöhnen sich an das Halbdunkel, und
ich schaue mich um. Ein Morgenmantel hängt an der Klei-
derschranktür – für eine Frau, aber eine, die viel älter ist als
ich –, und eine marineblaue Hose liegt ordentlich über der
Lehne eines Stuhls am Frisiertisch, aber sonst kann ich we-
nig erkennen. Der Radiowecker sieht kompliziert aus, aber
ich finde den Knopf, der ihn hoffentlich zum Verstummen
bringt. Es klappt.
Auf einmal höre ich hinter mir ein zittriges Einatmen und
merke, dass ich nicht allein bin. Ich drehe mich um. Ich sehe
nackte Haut und dunkles, graugesprenkeltes Haar. Ein
Mann. Sein linker Arm liegt auf der Decke, und am Ring-
finger der Hand steckt ein goldener Ring. Ich unterdrücke
ein Stöhnen.Der Typ ist also nicht nur alt und grau
, denke ich, sondern auch noch verheiratet. Ich habe nicht nur mit
einem verheirateten Mann gevögelt, sondern vermutlich
noch dazu bei ihm zu Hause, in dem Bett, das er norma-
lerweise mit seiner Frau teilt.
Ich sinke zurück, um mich zu sammeln.
Ich sollte mich schämen.
Ich frage mich, wo die Ehefrau ist. Muss ich befürch-
ten, dass sie jeden Augenblick hereingeschneit kommt? Ich
stelle mir vor, wie sie am anderen Ende des Zimmers steht,
kreischt, mich als Schlampe beschimpft. Eine Medusa. Ein
Schlangenhaupt. Ich überlege, wie ich mich verteidigen
soll, falls sie tatsächlich auftaucht, und ob ich dazu über-
haupt imstande bin. Der Typ im Bett wirkt jedoch völlig un-
besorgt. Er hat sich auf die andere Seite gerollt und
schnarcht weiter.
Ich versuche, ganz still zu liegen. Normalerweise kann
ich mich erinnern, wie ich in eine derartige Situation gera-
ten bin, aber heute nicht. Ich muss auf einer Party gewesen
sein, in einer Bar oder einem Club. Ich muss ganz schön be-
trunken gewesen sein. So betrunken, dass ich mich an gar
nichts erinnere. So betrunken, dass ich mit einem Mann
nach Hause gegangen bin, der einen Ehering trägt und
Haare auf dem Rücken hat.
So behutsam wie möglich schlage ich die Decke zurück
und setze mich auf die Bettkante. Zuallererst muss ich auf
die Toilette. Ich ignoriere die Hausschuhe vor meinen Fü-
ßen – mit dem Ehemann zu vögeln, ist eine Sache, aber ich
könnte niemals die Schuhe einer anderen Frau tragen –

Adam Ross -Mr. Peanut

 

Inhalt:

Adam Ross – Mr. Peanaut ist für den Leser / die Leserin eine turbulente Herrausforderung. Er lädt uns ein in ein Spiel, das Spiel der Ehe, der Zweisamkeit, der Intimität, der Wut, des Zorns, der Verzweiflung und des Verlustes.

Davis Pepin, phantasiert ab und an über den Tod seiner Ehefrau Alice. Als sie wirklich verstirbt, ist David in recht großen Schwierigkeiten. Er ist der Hauptverdächtige. Die Polizisten , die ihn verhören, führen ebenfalls emotional, belastende wie verstörende Ehen. Dieses Buch ist mit einer unglaublichen Wucht geschrieben, die uns verschiedene Perspektiven einer Ehe eröffnen. Ein guter Schreibstil macht das Ganze angenehmer.

 

Leseprobe:

Als David Pepin zum ersten Mal von der Ermordung seiner Frau träumte, trat er nicht selbst als Täter auf. Er träumte von höherer Gewalt im richtigen Augenblick. Als sie am Strand picknickten, zog eine Gewitterfront heran. David und Alice packten ihre Liegestühle, Decken und alkoholischen Getränke zusammen, und als der erste Blitz am Himmel zuckte, stellte David sich seine Frau vor wie in einem Cartoon, als lebende Fackel mit durchscheinendem Skelett, das schließlich zu einem rauchenden Häuflein Asche zusammenfiel. Er beobachtete, wie Alice schutzlos über die Sandfläche lief. Sie blieb sogar stehen,um die turmhohen Wolken zu bestaunen. » Was für ein Gewitter «, sagte sie. David versuchte, das Schicksal in Gedanken durch eine Hybris herauszufordern : Ich, David Pepin, bin weiser und allmächtiger als Gott, und ich, David Pepin, weiß, dass Gott meine Frau in diesem Moment und an diesem Strand, am JonesBeach, nicht niederstrecken wird. Was Gott dann auch nicht tat.