
Warum Lesen uns so glücklich macht.
Es gibt Bücher, die uns wachsen lassen und solche, an denen wir uns reiben, vielleicht sogar scheitern. Bücher, die uns in ihren Bann ziehen, uns festhalten und nicht mehr loslassen wollen. Andere wiederum erschüttern, provozieren, überfordern oder bringen uns unvermittelt zum Lachen oder Weinen.
„So viele Bücher, von denen ich vorher nie geahnt hätte, wie sehr ich sie brauche.”
Die Bestsellerautorin Meike Winnemuth kehrt zurück nach ihrer Reise um die Welt und ihrem Gartenprojekt nun mit einer neuen Leidenschaft: dem Lesen. Einen ganzen Sommer lang streift sie durch die Literatur, von Seneca über Tolstoi und Virginia Woolf bis hin zu Sally Rooney, bis hin zur Bibel. Sie liest, was ihr begegnet, folgt ihrer Neugier, wagt Selbstversuche, trifft Gleichgesinnte und erkundet die unendlichen Räume der Bücherwelt. Und dabei findet sie etwas, wonach sie gar nicht gesucht hat: die Erkenntnis, dass Lesen das Leben weitet. Dass es Verbindungen schafft. Über Zeiten, Länder und Grenzen hinweg. Und doch bleibt jede Lektüre einzigartig, denn kein Mensch liest je dasselbe Buch wie ein anderer.
„Beim Lesen ist die berühmte Frage, mit der man uns in der Schule gequält hat, völlig egal: „Was hat sich der Autor dabei gedacht?” Was denken sich die Lesenden dabei?, darum sollte es eigentlich gehen. „Der Text gehört dem Leser ebenso sehr wie dem Schriftsteller”, schreibt der Philosoph Roland Barthes. „Der Text ist kein Kunstwerk, sondern ein Raum der Freiheit, in dem der Leser spielen kann.”
Ich bin in dieses Buch hineingeglitten, als hätte es mich schon erwartet. Dieser leise Sog, der mich nicht losließ, sondern mich eher einlud zu bleiben, ein wenig länger, noch eine Seite, noch ein Gedanke. Immer wieder fand ich mich dabei, das Lesen zu unterbrechen, nicht aus Unruhe, sondern aus einem seltsamen Bedürfnis heraus, nachzuspüren was ich da gelesen hatte oder zu recherchierte betreffend der verschiedenen Anregungen. Es war, als würde das Buch mich nicht mit neuen Welten überraschen wollen, sondern mir die eigene noch vertrauter machen. Es zeigte weniger etwas Fremdes als vielmehr das, was ohnehin schon da war, nur in einer klareren und weicheren Form. Wie ein Treffen der Kettenleserinnen. Ausgesprochene Leseempfehlung!
Der Einband ist in tiefem Blau gehalten. Darauf liegt das Bild einer Frau mit Brille, lesend auf einem Sofa. Der Titel und die Schriftzüge setzen sich in Weiß und Gold davon ab.
- Eine Seite noch
- Meike Winnemuth
- Warum Lesen uns so glücklich macht
- Penguin Verlag
- ISBN: 9783328604785
- 208 Seiten
- Erschienen im März 2026
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