Literatur & Zeitgeschehen

Kategorie: Herzstücke (Seite 1 von 4)

> Philosophinnen < von Rebecca Buxton & Lisa Whiting

In diesem Buch geht es um herausragende Frauen der Philosophiegeschichte. Beginnen möchte ich gerne mit Hypatia, sie lebte von 350-415. Hypatia war Mathematikerin, Astronomin und Philosophin. Sie war die erste weibliche Philosophin und bis heute umgeben sie zahlreiche Legenden. In Alexandria geboren, wuchs sie als Tochter des Leiters des führenden Forschungsinstitut heran. Der Zutritt zum Institut blieb ihr als Frau verwehrt. Sie unterrichtete viele junge Männer und einige dieser Jünglinge verliebten sich auch in die schöne Hypathia. Leider ist keines ihrer Werke erhalten geblieben. Nach dem Tode von dem Patriarchen Theophios, mit dem Hypatia ein gutes Verhältnis hatte, übernimmt sein Neffe Kyrill die Macht. Durch Gerüchte wird Hypatia diffamiert und eine Gruppe von Mönchen überfällt den Wagen von Hypatia und ermordet sie auf schreckliche Weise.

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> Die Tränen des Himmels <

Der Himmel lies sanft seine Tränen nieder.

Die Blätter der Bäume wogten sich leicht.

Die Trauer umarmte mich wieder und wieder.

Mein Gedanke an die glücklichen Tage verbleicht.

Sabine Poulou

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Maria Callas – wie es begann

Eigene Aufnahme

Von Maria Callas (1923 – 1977) hatte ich schon gelesen, doch erst im Jahre 1994 hat sie mich mit ihrer grandiosen Stimme berührt. Genauer gesagt in dem Film > Philadelphia < mit Tom Hanks und Denzel Washington. Der mit Aids infizierte Andrew (Tom Hanks) lädt seinen Anwalt Joe für eine Unterredung zu sich nach Hause ein. Hier kommt dann die musikalische Untermalung zum Tragen, Maria Callas singt > La mamma morta > und Andrew erklärt Joe dieses Lied, das so voller Tragik ist. Da wars um mich geschehen……..

Nun ist > Die Stimme meiner Mutter < von Eva Baronsky erschienen. Für mich ein Muss, es besitzen zu wollen. Das wunderschöne Cover spricht für sich. Bald mehr zum Inhalt………

Das Cover zeigt eine Illustration von Maria Callas.

  • Die Stimme meiner Mutter
  • Eva Bronsky
  • Roman
  • Ecco Verlag
  • ISBN: 9783753000053
  • 394 Seiten

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#introspektivminiaturen Montagswort der #prosaistinnen #prosaminiatur / Randfigur

Foto von Pinterest

Henry schlurfte über den vom warmen Regen blankgewaschenen Asphalt. Seine Augen waren stur auf den Boden gerichtet, der Oberkörper fast demütig nach vorne gebeugt. Henry sah nicht die imposanten Platanen, die ihm links und rechts Spalier standen. Er hörte auch nicht das vielfältige Konzert der Vögel. Auch zog er nicht den fliedergetränkten Duft des Junitages genüsslich ein. Nein, Henry war die traurige Randfigur in seinem eigenen Leben.

Sabine Poulou

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> So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein < von Christoph Schlingensief

Unbezahlte Werbung

Als dieses Buch 2009 herauskam, war es mir ein Bedürfnis, es sogleich zu lesen, denn ich mochte den Film- und Theaterregisseur, Autor und Aktionskünstler Christoph Schlingensief. Er ist am 24. Oktober 1960 geboren und am 21. August 2010 verstorben.

Tagebuch einer Krebserkrankung

Ich habe lernen müssen, auf dem Sofa zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken.

Wie weiterleben, wenn man von einem Moment auf den anderen aus der Lebensbahn geworfen wird, wenn der Tod plötzlich nahe rückt? Mit seinem Tagebuch einer Krebserkrankung lässt uns Christoph Schlingensief teilhaben an seiner eindringlichen Suche nach sich selbst, nach Gott, nach der Liebe zum Leben.

Im Januar 2008 wird bei dem bekannten Film-, Theater- und Opernregisseur, Aktions- und Installationskünstler Christoph Schlingensief Lungenkrebs diagnostiziert. Ein Lungenflügel wird entfernt, Chemotherapie und Bestrahlungen folgen, die Prognose ist ungewiss – ein Albtraum der Freiheitsberaubung, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint.

Doch schon einige Tage nach der Diagnose beginnt Christoph Schlingensief zu sprechen, mit sich selbst, mit Freunden, mit seinem toten Vater, mit Gott – fast immer eingeschaltet: ein Diktiergerät, das diese Gespräche aufzeichnet. Mal wütend und trotzig, mal traurig und verzweifelt, aber immer mit berührender Poesie und Wärme umkreist er die Fragen, die ihm die Krankheit aufzwingen: Wer ist man gewesen? Was kann man noch werden? Wie weiterarbeiten, wenn das Tempo der Welt plötzlich zu schnell geworden ist? Wie lernen, sich in der Krankheit einzurichten? Wie sterben, wenn sich die Dinge zum Schlechten wenden? Und wo ist eigentlich Gott?

Dieses bewegende Protokoll einer Selbstbefragung ist ein Geschenk an uns alle, an Kranke wie Gesunde, denen allzu oft die Worte fehlen, wenn Krankheit und Tod in das Leben einbrechen. Eine Kur der Worte gegen das Verstummen – und nicht zuletzt eine Liebeserklärung an diese Welt. – Quelle KiWi Verlag

Danke Christoph Schlingensief für dieses Buch, für das soziale Engagement, für ein Stück des Weges begleiten…………

Sabine Krass

Das Cover zeigt eine teil-schwarz-weiß Aufnahme von Christoph Schlingensiefs Gesicht.

  • So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein
  • Christoph Schlingensief
  • Tagebuch
  • Kiepenheuer&Witsch
  • ISBN: 9783462041118
  • 256 Seiten

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> Freiheit ist erst der Anfang < von Virginia Woolf

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

1931 hielt Virginia Woolf eine Rede vor jungen Frauen. Sie sollte von sich und ihren beruflichen Erfahrungen berichten. Die Rede mit dem Titel > Profession for Women < ging in die Geschichte ein.

So erzählte Virginia Woolf ganz offen von ihren Extravaganzen, die sich selbst von ihrem ersten Lohn leistete. Und wie ihre Entlohnung und ihre Anschaffungen stetig zunahmen. Sie ermutigte zur Tat und verdrängte alle Selbstzweifel. Ebenfalls erläuterte sie in einer bildhaften Sprache ihren eigenen Werdegang als Schriftstellerin.

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> Gelungener Besuch im Lesesaal – Hamburg <

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Heute möchte ich gerne von meinem Besuch im Lesesaal in Hamburg am 14. August 2021 berichten. Herzlich begrüßt wurde ich von der Inhaberin Stephanie Krawehl und der Social Media Managerin Roma Maria Mukherjee. Roma führte mich durch die Buchhandlung und zeigte mir die verschiedenen Themenbereiche. Was mich schwer beeindruckt hat, ist das geräumige Ambiente, dass sehr ordentlich, klar strukturiert und mit innovativen Extras ausgestattet ist. Das ist keine Buchhandlung von der Stange, wie es sie leider zu hauf gibt. Hier finden sich keine dieser abschreckenden Tische, die zum Bersten vollgeladen sind mit einer Masse von Büchern. Der Lesesaal bedient klassisch seinen Namen, versüßt mit liebevoll gestalteten Eyecatchern. Wärmste Empfehlung meinerseits!

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> Was Demenz uns über die Liebe sagt < von Nicci Gerrard

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Gleich vorweg: Das ist eines der besten Bücher, wenn nicht sogar das beste Buch über ein zunehmend wichtiges Thema, um das Krankheitsbild Demenz.

Nicci Gerrard, schreibt mit ihrem Mann Sean French, Kriminalromane und Thriller. Dieses Buch, dass sie hier unter ihrem Klarnamen veröffentlichte, ist wohl ihr persönlichstes Buch. Denn darin sind ihre Erinnerungen an ihren Vater, der zehn Jahre an Demenz litt, beinhaltet. Doch auch andere Betroffene und ihre Angehörigen hat Nicci Gerrard besucht und begleitet. So entstand dieses sehr einfühlsame, fundierte und immens wichtige Buch.

Hier ein paar Textsplitter dazu:

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> Astragalus < von Albertine Sarrazin

Unbezahlte Werbung

Dieses im Jahre 1965 erschiene französische Kultbuch, ist ganz unverblümt und lapidar ausgedrückt: > Der Hammer.<

Zum Inhalt: Die junge Anne, sie ist noch keine 20 Jahre alt, flüchtet aus einer Erziehungsanstalt. Der Sprung von der Gefängnismauer in die Freiheit bleibt nicht ohne schmerzhafte Folgen. Anne bricht sich den Astragalus, das Sprungbein.

>Ich krieche. Meine Ellbogen werden erdig, ich blute Schlamm, die Dornen durchbohren mich, es tut weh, aber ich muss weiter, vorwärts, wenigstens bis zum Licht da, ein Haus, das muss sie Straße sein….. < – Seite 10

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> Die Pflanzen und ihre Rechte < von Stefano Mancuso

Rezensionsexemplar – Unbezahlte Werbung

Dieses kleine, feine Sachbuch liest sich schockierender als jeder Psychothriller!

Nicht nur Menschen und Tiere, auch Pflanzen haben Rechte.

Der Botanik – Professor Stefano Mancuso hat hier in seinem Buch acht Artikel über die Pflanzenrechte sehr interessant und anschaulich verfasst. Es plädiert für eine zentrale Pflanzenpolitik und gegen die tierischen Hierarchien. Hier werden die Pflanzen verteidigt und gehuldigt, denn ohne sie wären wir verloren.

>Ohne Pflanzen gäbe es keine Tiere und wohlmöglich gar kein Leben auf der Erde. Auf jeden Fall jedoch sähe dieses vollkommen anders aus. Nur dank der von Pflanzen betriebenen Fotosynthese gibt es freien Sauerstoff in der Atmosphäre, und sie erzeugen die gesamte chemische Energie, die von uns Lebewesen verbraucht wir. Uns gibt es nur dank der Pflanzen und nur mit ihnen zusammen können wir weiter existieren. Darüber sollten wir uns immer im Klaren sein. < – Seite 13

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