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Arno Geiger – Unter der Drachenwand

Arno Geiger, bestens bekannt durch seine gelungenen Bücher wie: Anna nicht vergessen – Alles über Sally – Es geht uns gut – und unvergleichlich……Alter König im Exil…zeigt wieder einmal seine schriftstellerische Brillianz. Er führt uns mit  – Unter der Drachenwand , sehr anschaulich und einfühlsam in das Jahr 1944.

Inhalt :

Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom “Brasilianer”, der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.

Leseprobe :

https://files.hanser.de/Files/Article/ARTK_LPR_9783446258129_0002.pdf

Zitat:

Und der Krieg rückte keinen Millimeter zur Seite. Der Lärm war gebieterisch, das Schießen und Heulen mit harten, zugespitzten Konturen, vom bloßen Zuschauen pumperte das Herz. Der Bomber am zum Ort gelegenen Schwanzende des Geschwaders befand sich unter Dauerbeschuss, plötzlich konnte er die Gschwindigkeit der anderen nicht mehr halten und wankte zur Seite. An den Kondenzstreifen war zu sehen, dass nur noch ein Triebwerk arbeitete. Schließlich ging das Flugzeug in einer Spirale nach unten. Eine Messerschmitt umflog die an den Fallschirmen pendelnde Besatzung, schloss sich dann wieder der Rotte an, die den nächsten Bomber unter Beschuss nahm, immer auf den Letzten, ganz außen./ Neben mir eine alte Frau mit einem wie für das Kasperltheater geschnitzten Gesicht hielt sich die Ohren zu. Ein Kind hielt sich die Augen zu. Das gute Ansehen des Krieges beruht auf Irrtum..

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