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Ein Zeugnis großer Menschlichkeit. Ein Vorbild für alle Zeiten.

Mehrere Jahre musste der österreichische Psychologe Viktor E. Frankl in deutschen Konzentrationslagern verbringen. Doch trotz all des Leids, das er dort sah und erlebte, kam er zu dem Schluss, dass es selbst an Orten der größten Unmenschlichkeit möglich ist, einen Sinn im Leben zu sehen. Seine Erinnerungen, die er in diesem Buch festhielt und die über Jahrzehnte Millionen von Menschen bewegten, sollen weder Mitleid erregen noch Anklage erheben. Sie sollen Kraft zum Leben geben. ( So der Klappentext )

Viktor E. Frankl wird mit seinen Eltern und seiner Frau, im Herbst 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Davor war er als anerkannter Neurologe und Psychiater in Wien tätig. Er hatte ein Visum zur Ausreise erhalten, wollte jedoch seine Eltern nicht alleine zurück lassen.

Hier in seinem Buch, erzählt er seine Erlebnisse in der Zeit der Konzentrationslager. Eine grausame Zeit, die er mit großer Haltung gemeistert hat, wenn man dies so ausdrücken darf.

“ Dostojewski hat einmal gesagt : “ Ich fürchte nur eines : meiner Qual nicht würdig zu sein .“

Verschiedene Erlebnismerkmale hat er zusammen gefasst, wie zum Beispiel die Phasen des Daseins in einem solchen Lager.

Die erste Phase – Aufnahme in das Lager – Psychologische Schockwirkung – welches Lager würde es werden – die mit dem Giftgas waren bekannt, die Hoffnung lag gepaart mit blankem entsetzen danieder. Die zweite Phase – Das Lagerleben – Aphatie – Das Abtöten der normalen Gefühlsregung. Dritte Phase – Nach der Befreiung aus dem Lager – Man hat buchstäblich verlernt sich zu freuen, man wird es erst wieder lernen müssen.

Und jetzt soll man auf einmal glauben! Jetzt soll diese Freiheit wirkliche Wirklichkeit geworden sein ? Und doch so ist es eines Tages. der Körper hat weniger Hemmungen als die Seele. Von der ersten Stunde an, in der es nun möglich wird, nützt er die Wirklichkeit, greift er zu, buchstäblich: man beginnt nämlich zu fressen. Man isst stundenlang, tagelang, halbe Nächte lang. Unbegreiflich was man da alles zusammenessen kann. „

Totz dieses großen Leids was Viktor E. Frankl widerfahren ist, hat er diese Aufgabe als Aufgabe des menschlichen und seelischen Wachstums angesehen. Das Menschliche als Teil was es ist -, als eine Legierung von gut und böse ! Was ist also der Mensch ? Er ist ein Wesen, das immer entscheidet was es ist.

“ Da fällt mir etwas auf : Ich weiß garnicht, ob meine Frau noch lebt! Da weiß ich eines – jetzt habe ich es gelernt: So wenig meint Liebe über die körperliche Existenz eines Menschen, so sehr meint sie zutiefst das geistige Wesen des geliebten Menschen. Sein “ So – sein “ ( wie es die Philosophen nennen ), daß sein “ Dasein „, sein Hier – bei – mir – sein, ja seine körperliche Existens überhaupt, sein Am – Leben – sein, irgendwie garnicht mehr zur Diskussion steht.“

Diesem Buch gelingt der Spagat zwischen Abscheu und Bewunderung. Es glückt, die Haltung des Menschen in einem positiven Licht erscheinen zu lassen und gibt vor allen Dingen, uns eines mit auf den Weg : aus vermeintlichen prekären Situationen, das Positive entspringen zu lassen. Das ist die große Kunst unseres Daseins !

5 von 5

Peguin Verlag / ISBN: 978-3-328-10277-9

Hier noch ein herzliches Dankeschön an meinen Sohn Maximilian für diesen wertvollen Tipp !